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10.02.2011 Christof Baumgartner

Wachsende Datenflut gefährdet Internet

In den letzten Jahren ist der ­Datenverkehr über das Internet rasant ­gewachsen, ein Ende ist nicht in Sicht.

Gleichzeitig steigen auch die Kosten, wenn die Daten weiterhin schnell zu den ­Empfängern gelangen sollen. Eine von der Deutschen Telekom, France Telecom-Orange, Telecom Italia sowie Telefónica in Auftrag gegebene Studie der Unter­nehmensberatung A.T Kearney rechnet bis 2015 mit zusätzlichen, jährlichen Kosten von acht Milliarden Euro. Diese Summe müssten die europäischen Netzbetreiber investieren, um den derzeitigen Service zu halten. Eine Kehrtwende und ein neues Geschäftsmodell für das Internet sei ­dringend erforderlich, sonst lasse sich das Internet in der heutigen Form nicht mehr wirtschaftlich finanzieren.

Heute profitieren vor allem diejenigen vom wachsenden Datenverkehr, die ihn verursachen, nämlich die Content-Web­sites und Online-Service-Provider sowie diejenigen, die ihn konsumieren, also die Endverbraucher. Die Netzbetreiber verdienen den Unternehmensberatern zufolge jedoch nahezu gar nichts am zusätzlichen Datenverkehr. Diese strukturelle Kluft dämpft die Bereitschaft, effizienter mit Bandbreite umzugehen und in weitere Netzkapazität zu investieren.

VIER ANSÄTZE Die Unternehmensberater haben vier verschiedene Ansätze analysiert, wie die Netzbetreiber dieser Entwicklung gegensteuern können. Dazu zählen neben neuen Preisen für die Endverbraucher eine Kostenbeteiligung von ­An­bietern, abhängig vom verursachten Datenverkehr, sowie die Einführung von Premiumservices mit verbesserter Qualität beim Datentransport im öffentlichen ­Internet. Schließlich lassen sich qualitativ bessere Services auch auf Basis von bilateralen Vereinbarungen zwischen einzelnen Marktteilnehmern einführen. Dabei kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass alle Maßnahmen zur Überlebensfähigkeit des Internet beitragen können, dass ­allerdings eine allein nicht ausreicht, die Heraus­forderungen zu meistern. Dies könne nur ein Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen. Laut A.T. Kearney müssten sich auch die politischen Entscheidungsträger aufgeschlossen gegenüber den neuen ­Geschäftsmodellen zeigen.«

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