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02.07.2012 Thomas Rau*

Ultrabooks des Sommers

Schlank, schön, schnell: Ultrabooks sollen der mobile Hit des Sommers werden und dem Notebook-Markt neuen Schwung verleihen. Denn die Konkurrenz durch iPad und Android-Tablets setzt den Herstellern zu. Deshalb gibt Intel, der Erfinder des Ultrabooks mächtig Gas: Zahlreiche Ultrabooks mit den neuen Ivy-Bridge-Prozessoren werden in den nächsten Woche auf dem Markt erscheinen.

© Acer

Schlank, schön, schnell: Ultrabooks sollen der mobile Hit des Sommers werden und dem Notebook-Markt neuen Schwung verleihen. Denn die Konkurrenz durch iPad und Android-Tablets setzt den Herstellern zu. Deshalb gibt Intel, der Erfinder des Ultrabooks mächtig Gas: Zahlreiche Ultrabooks mit den neuen Ivy-Bridge-Prozessoren werden in den nächsten Woche auf dem Markt erscheinen.

INTELS NEUE GENERATION: IVY BRIDGE
Anfang Juni stellte Intel unter anderem vier neue Ultrabook-CPUs vor: Der Core i5-3317U, Core i5-3427U, Core i7-3517U und Core i7-3667U arbeiten mit Taktraten von 1,7 bis 2 GHz. Sie besitzen eine niedrige TDP von 17 Watt, arbeiten also deutlich sparsamer als die Standard-Notebook-CPUs mit 35 Watt. Alle neuen Modelle besitzen zwei CPU-Kerne, die dank Hyper-Threading als virtuelle Quad-Cores rechnen können. Ivy Bridge bringt den neuen Ultrabooks einen kleinen Temposchub – je nach Test sind die Prozessoren der dritten Core-Generation 15 bis 20 Prozent schneller als die Vorgänger. Am meisten hat sich bei der Prozessor-Grafik getan: Die neue Intel HD 4000 ist fast doppelt so schnell wie der Vorgänger HD 3000.
Neben den neuen Intel-Komponenten lassen sich bei den Sommer-Ultrabooks fünf weitere Trends ausmachen.

TREND 1: SPIELTAUGLICHE GRAFIK
Für aktuelle Spiele reicht die 3D-Leistung der Ultrabooks trotzdem nicht. Deshalb bauen einige Hersteller eine zusätzliche 3D-Karte ein: Im Acer Aspire Timeline Ultra M5 sitzt beispielsweise eine Geforce GT640M. Sie schultert auch Aktion-Kracher wie Battlefield 3. Eine Leistungsstufe tiefer ist die Geforce GT620M angesiedelt, die Asus im Zenbook UX32VD verwendet. Ein weiteres Ultrabook mit Zusatz-Grafik ist das HP Envy 6-1000sg mit der AMD Radeon HD 7670M.

TREND 2: MEHR AUSWAHL, VERSCHIEDENE GRÖSSEN
Die erste Ultrabook-Generation bestand nur aus Modellen mit 13,3-Zoll-Display. Jetzt setzen die Hersteller auch auf andere Größen: Asus bringt das Zenbook UX21A mit 11,6 Zoll, ebenso kleine ist das Sony T11. Alle anderen machen die Ultrabooks größer: Acer, Fujitsu, HP, Lenovo und Toshiba haben nun auch 14-Zoll-Ultrabooks im Programm, von Acer und HP gibt es auch Modelle mit 15,6-Zoll-Display. Ganz außergewöhnlich treibt es Toshiba: Das Satellite U840W hat einen 14,4-Zoll-Bildschirm im Kinoformat 21:9-Format und einer Auflösung von 1792 x 768 Bildpunkten.

TREND 3: HOCHAUFLÖSENDE BILDSCHIRME
Die Displays werden nicht nur größer, in manchen Ultrabooks sitzen auch Bildschirme mit hoher Auflösung: Das sorgt dafür, dass das Bild gestochen scharf aussieht und Sie mehr Bildinhalt zu sehen bekommen. Das HP Envy 14-3000eg Spectre zeigt auf 14 Zoll Diagonale 1600x900 Bildpunkte. Und Asus spendiert dem Zenbook Prime UX21A und dem UX31A sogar ein Full-HD-Display.

TREND 4: ULTRABOOKS AUCH FÜRS BUSINESS
Sollten die ersten Ultrabooks vor allem Privatkunden begeistern, wollen Hersteller wie Fujitsu, Samsung und Toshiba die Flach-Tops jetzt auch für den Geschäftseinsatz interessant machen. Dazu zählen beispielsweise Funktionen wie vPro, mit dem sich das Notebook im Unternehmensnetz einbinden und verwalten lässt, der Einsatz eines Verschlüsselungsmoduls (TPM, Trusted Platform Module) oder Ausstattung mit 3G/4G-Modem und natürlich Windows 7 Professional.

TREND 5: NIEDRIGE PREISE – ZUMINDEST EIN BISSCHEN
Für die ersten Ultrabooks plante Intel Preise knapp unter 1000 Euro. Doch gerade in Deutschland haben sich die Notebook-Käufer an günstigere Geräte gewöhnt – entsprechend schleppend war der Marktstart für viele teure Ultrabooks. Schnell waren daher beispielsweise Acer und Samsung mit Ultrabooks für 799 Euro am Start, die auf Kunststoff statt Aluminium als Gehäusematerial setzten und die neben einer günstigen, großen, aber langsamen Standard-Festplatte eine kleine SSD nur als Pufferspeicher einbauten.
Die neue Ultrabook-Generation geht noch einen kleinen Schritt weiter: Für 699 Euro bekommen Sie etwa das HP Envy 4-1000sg oder das Sony T11 – beide mit einem Core i3 aus der älteren Sandy-Bridge-Familie.
Noch weiter runter mit den Preisen wollen die Hersteller erst mal nicht – vielleicht müssen Sie es aber, wenn sich die Ultrabooks nicht wie gewünscht zum Verkaufsschlager entwickeln. Intel hat dafür einen Geheimplan in der Schublade: Angeblich sollen es im Herbst noch preisgünstige Stromspar-Modelle des Celeron und des Pentiums geben: Das könnte Ultrabooks für 500 Euro möglich machen.

DIE WAHREN KRACHER KOMMEN ERST
Wenn Sie mit dem Kauf eines Ultrabooks warten, profitieren sie nicht nur von fallenden Preisen. Intel und viele Hersteller lassen durchblicken, dass die echten Ultrabook-Kracher erst zum Weihnachtsgeschäft kommen werden. Natürlich arbeiten die dann mit dem neuen Windows 8. Außerdem dürfen Sie sich auf Ultrabooks mit Touch-Bildschirm freuen: Neben Lenovo mit dem Yoga arbeiten auch andere Hersteller an Hybrid-Geräte, die sich bei Bedarf von einem Notebook in ein Tablet verwandeln lassen. Diese Ultrabook-Tablets sollen dann auch vom iPad & Co. gewohnte Funktionen wie GPS-Ortung und Spielesteuerung per Lagesensor an Bord haben.

*Der Autor ist Redakteur unserer Schwesternzeitschrift Computerwoche.

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