Österreicher stehen auf Twitter, Facebook und Xing Detail - Computerwelt

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15.09.2009 apa/Rudolf Felser

Österreicher stehen auf Twitter, Facebook und Xing

Bereits 59 Prozent der Österreicher nutzen soziale Netzwerke im Internet.

43 Prozent sehen einen möglichen Datenmissbrauch als sehr großen Nachteil. 40 Prozent kritisieren die Zugänglichkeit für Personalmanager, 31 Prozent die Menge der ersichtlichen Informationen. Der bekannteste und meist genutzte Dienst ist Facebook: 82 Prozent der 500 Befragten kennen das soziale Netzwerk, 41 Prozent verwenden es zumindest gelegentlich.

Im Vergleich zu anderen Ländern sind Österreicher bei Freundschaften eher zurückhaltend: Auf Facebook hat jeder im Schnitt 70 Freunde, international sind es 120. Primär kommunizieren Österreicher mit Menschen, die sie auch im realen Leben zu ihren Bekannten zählen. Mit einem Viertel dieser Online-Freunde wird regelmäßig Kontakt aufgenommen.

XING UND TWITTER BEI FRAUEN BELIEBT Frauen (66 Prozent) verwenden Plattformen wie Xing und Twitter häufiger als Männer (55 Prozent) und verstärkt für private Zwecke. Die höchste Nutzungsrate (82 Prozent) gibt es bei jungen Menschen (14 bis 29 Jahre), ihnen geht es besonders um die Pflege sozialer Kontakte und Selbstdarstellung. Auch bei den 50- bis 60-Jährigen sind bereits 34 Prozent Netzwerk-Mitglieder, sie suchen vor allem nach Wissen und Informationen.

Die beliebteste Funktion ist das Versenden persönlicher Nachrichten: Laut der im Juli durchgeführten Befragung bei Webnutzern von 14 bis 60 Jahren verwenden 91 Prozent dieses Feature. Gleich danach kommt das Hochladen von Fotos (74 Prozent) sowie das Schreiben von Blogs (37 Prozent). Im internationalen Durchschnitt schreiben nur 29 Prozent Online-Tagebücher. Auch Partnersuche und Flirts in sozialen Netzwerken sind hierzulande überdurchschnittlich beliebt: 25 Prozent hoffen beim Verwenden von Twitter & Co. auf eine Beziehung, im Länder-Durchschnitt sind es 17 Prozent.

PERSÖNLICHER KONTAKT NIMMT NICHT AB Der größte berufliche Nutzen ist für je 18 Prozent Informationsgewinn, Kontaktpflege mit Berufskollegen sowie das Ausbauen von Netzwerken. Zwölf Prozent suchen Jobangebote und neun Prozent stellen ihren Lebenslauf online. Je elf Prozent bieten Leistungen an oder bewerben diese.

Geschätzt wird vor allem die geringe Aufdringlichkeit von sozialen Webdiensten im Vergleich zu Anrufen, SMS oder E-Mails. 26 Prozent berichteten von sehr großen Nachteilen durch Zeitverlust für persönliche Treffen und Unternehmungen. Weniger E-Mails oder SMS werden laut der Befragung durch das Verwenden von sozialen Internetdiensten nicht versendet. Allen Unkenrufen zum Trotz: Auch persönliche Gespräche haben demnach nicht abgenommen, vereinzelt wurde sogar von einem Anstieg berichtet.

"Die Studie räumt mit dem oftmaligen Vorurteil auf, dass das Netzwerken im Web Menschen sozial isoliert. Im Gegenteil: Sobald Social Networks im Spiel sind, verstärkt sich auch die soziale Interaktion über andere Kommunikationskanäle", erläutert Studienleiter Gereon Friederes, Geschäftsführer von Marketmind. (apa/rnf)

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