Online-Postamt am Start Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


23.09.2009 Christof Baumgartner

Online-Postamt am Start

Die Post will im Dezember das virtuelle Postamt starten.

Die Österreichische Post hat gemeinsam mit der Raiffeisen Informatik ein System für die elektronische Briefzustellung entwickelt, mit dem auch RSa-Briefe, amtliche Schreiben oder Rechnungen sicher versendet werden können. Zuvor hat die Post 40 Prozent der Raiffeisen Informatik-Tochter EBPP übernommen. Laut Post-Generaldirektor Rudolf Jettmar bedürfe es neuer elektronischer Systeme mit ausreichender Sicherheit, um die elektronische Post dem traditionellen Brief gleichzustellen. Mit dem neuen System (www.meinbrief.at) könne die Post jedes Schriftstück je nach Wunsch über den Briefkasten oder via Bildschirm versenden.

So werde es etwa für ein Unternehmen möglich sein, ihre Schreiben oder Rechnungen, die sie meistens schon elektronisch anfertigen, nach Wunsch per Mail, über eine Homepage oder auch als klassischen Brief zu versenden. Der Empfänger kann seine Post auf diese Weise überall, also ortsunabhängig, abrufen. »Die Sicherheit für den Abruf von Briefen ist durch die elektronische Signatur gegeben«, sagt Wilfried Pruschak, Geschäftsführer der Raiffeisen Informatik. Dies könne wie bisher über die E-Card erfolgen oder über eine elektronische Nummer, die der Empfänger über SMS erhält und mit der er innerhalb von drei Minuten unterschreiben kann. Notwendig ist dafür eine einmalige Legitimierung bei der Bank oder künftig auch bei den Postämtern. Die Tarife betragen für einen normalen Brief 27 Cent für eine eingeschriebene Sendung 92 Cent. Der traditionelle Brief kostet 55 Cent plus 2,21 Euro für eingeschrieben. Auch die Weiterleitung von Briefen an eine andere Adresse könne der Kunde selbstständig administrieren, ergänzt Postsprecher Michael Homala.

ZEHN MILLIONEN EURO IN DREI JAHREN Für die Zukunft sei angedacht, den Briefzustellservice neben der Postwebsite auch in die Online-Banking-Portale der Banken zu integrieren, so Projektleiter Werner Artacker von EBPP, Verhandlungen seien am Laufen. Ebenso in Verhandlung ist eine Ausweitung der Bürgerkarten-Registrierungsstellen auf Postämter und Banken. In Betrieb gehen soll das System im Dezember. Innerhalb von drei Jahren sollen rund zehn Millionen Euro umgesetzt werden. Insgesamt rechnet die Post, dass sie im traditionellen Briefverkehr rund 70 Millionen Euro verlieren werde. Drei bis vier Prozent des Briefvolumens werde man durch neue Medien verlieren, so Jettmar.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • Huawei Technologies Austria GmbH

    Huawei Technologies Austria GmbH mehr
  • HATAHET productivity solutions GmbH

    HATAHET productivity solutions GmbH Individual-Softwareentwicklung, Migrations-Management, Programmierung, System- und Netzwerk-Tuning, Systemintegration und Systemmanagement, Übernahme von Softwareprojekten, User Helpdesk-Systeme und Hotlines,... mehr
  • T-Systems Austria GesmbH

    T-Systems Austria GesmbH WLAN-Systeme, VPN, Voice Mail Dienste, Videokonferenz-Systeme, Unified Messaging Dienste, Netzwerk-Systeme (LAN, MAN, WAN), Netzwerk-Management,... mehr
  • Editel Austria GmbH

    Editel Austria GmbH Supply Chain Management, E-Procurement und Supply Chain Management, Datenkonvertierung, Überwachungssysteme, Trust Center/Zertifizierungssoftware, Digitale Signatur, Datensicherung,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: