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30.10.2009 Rudolf Felser

Das Web von morgen

Die Veranstaltungs- und Webinar-Serie Zukunftsweb beschäftigt sich mit den Chancen und Risiken der nächsten Evolutionsstufe des Internet.

Das Internet und die Art und Weise seiner Nutzung haben sich in den letzten Jahren immer wieder rasant geändert, das Tempo steigt stetig. Vor rund 20 Jahren war es die Einführung von HTML, die "dem Web" gewaltigen Schub verliehen hat. Nach vielen kleineren und größeren Veränderungen im Laufe der Zeit sind es gegenwärtig Begriffe wieSocial Web, Web 2.0 oder schlicht "Mitmach-Web", die den jüngsten Meilenstein in der Entwicklung umschreiben. Doch das alles ist eigentlich bereits "Schnee von gestern". Denn das "Zukunftsweb", auch Web 3.0 genannt, steht bereits an der Türschwelle und wartet nur darauf, auf breiter Front die Bühne zu betreten.

Schon im Jahr 2010 werden wir das Web 3.0 in verschiedensten Erscheinungsformen erleben können – als Semantic Web, Web of Data, Web der Dinge und vieles mehr. Der große Unterschied zu früher: Während es vor noch gar nicht langer Zeit ein vergleichsweise kleiner Kreis von Experten, "Geeks" oder "Tech-Nerds" war, die sich mit den aktuellsten Entwicklungen im weltweiten Datennetz auseinandergesetzt – und sich darüber ausgetauscht – haben, ist das Internet heute mitten in der Gesellschaft angekommen. Vom kleinen Kind bis zum Rentner, sie alle nutzen die (neuen) Möglichkeiten, die das Internet heute schon bietet. Mit der hohen Verbreitung der neuen Kulturtechniken steigen natürlich auch ihre Bedeutung und ihr Einfluss auf das Leben des Einzelnen.

CHANCEN UND RISIKEN Doch welche Chancen und Risiken birgt das Zukunftsweb für Gesellschaft und Wirtschaft wirklich, was kann es leisten? Wer macht überhaupt das Web 3.0 und für wen? Wie profitieren Wirtschaft, Handel und Unternehmen davon? Wie verändern die neuen Kulturtechniken des Web 3.0 unsere täglichen Abläufe – sowohl privat als auch im Arbeitsleben? Mit diesen Fragen beschäftigt sich dieVeranstaltungs- und Webinar-Serie "Zukunftsweb" der Semantic Web Company (SWC ). Sachkundige und Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Bildung werden sich im Rahmen des Projekts mit relevanten Fragestellungen auseinandersetzen und aus ihren jeweiligen Perspektiven Antworten geben. Das Projekt läuft bis zum Juni nächsten Jahres und wird von der Technologieagentur der Stadt Wien, dem Zentrum für Innovation und Technologie (ZIT), gefördert.

"Aufgrund der kostengünstigen Möglichkeiten, Daten im Web 3.0 zu verknüpfen wird dies vor allem dort geschehen, wo wenig Widerstände zu erwarten sind, beziehungsweise dort, wo die verknüpften Daten einen Mehrwert - für wen auch immer - darstellen", soSWC-Geschäftsführer Andreas Blumauer. "Damit gewinnt auch etwa das Thema Privacy eine besondere Bedeutung in der Web 3.0 Diskussion."

Geplant ist weiters eine Erhebung der Risiken und Ängste der Datenvernetzung bei allen Beteiligten – Öffentlichkeit, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Resultate der Auswertung werden gemeinsam mit den Ergebnissen der Veranstaltungsreihe als "Web 3.0 Report(Österreich) 2010" publiziert und präsentiert.

BEWUSSTSEIN SCHAFFEN Mit dem Projekt will die SWC gemeinsam mit führenden Experten und Protagonisten aus diesem Umfeld das Bewusstsein der Öffentlichkeit für das Zukunftsweb stärken. Martin Kaltenböck, zweiter Geschäftsführer der Semantic Web Company und Projektleiter von Zukunftsweb: "Das Ziel des Projektes ist es, Bewusststein bei möglichst vielen Menschen für das Zukunftsweb zu schaffen. Vor allem um zu verhindern, dass die Debatte nur zu Projekt-Themen wie Datenvernetzung und Privacy geführt wird - wie etwa vor einigen Jahren die Diskussion zur Gentechnologie, die einseitig ins Negative abgerutscht ist. Die Debatte sollte aber auch nicht nur in Form von 'alles versprechenden Marketingphrasen' geführt werden. Wir wollen daher eine möglichst breite Debatte zum Zukunftsweb anregen und am Ende der Projektlaufzeit im 'Zukunftsweb Report (Österreich) 2010' ein möglichst ganzheitliches Bild des Internet der Zukunft und dessen Chancen und Risiken aufzeigen. Eingebunden sind Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaftspolitik, Philosophie sowie Medien und die interessierte Öffentlichkeit." Die Ergebnisse sollen außerdem dazu beitragen, eine Basis für eine Diskussion zu bilden, die sich mit einer transparenten, EU-weiten Gesetzeslage zum Thema befasst.

Naturgemäß wird der Projektverlauf ebenso im Web selbst abgebildet sein – ein eigener Blog wurde eingerichtet unter www.Zukunftsweb.at. Videocasts, Berichte und Diskussionen von beziehungsweise zu den Webinaren und Veranstaltungen sollen sowohl die beteiligten Experten und Medienvertreter als auch die interessierten User informieren.

Der Startschuss fällt mit der Auftaktveranstaltung "Das Zukunftsweb: ­Hypothesen zum Web 3.0" am 4. November 2009 ab 19.00 Uhr im Wiener Museumsquartier (Arena21 / quartier21). Als Diskutanten konnten der Datenschutz-Experte, Mathematiker und Buchautor Hans Zeger, die Kulturfachfrau und Leiterin des Ars Electronica Centers Linz – Museum of the Future, Nicoletta Blacher, der Web3D-Pionier und Berater Christian Bauer, der seit mehreren Jahren erfolgreich Projekte der André Heller Company Group umsetzt sowie der Journalist Tom Sperlich, der sich als einer der ersten deutschsprachigen Medienvertreter Ende der Achtzigerjahre für Neue Technologien begeisterte und schon über "mehrere Internet-Zeitalter" berichtet hat, gewonnen werden. Durch den Abend führt ORF-Moderator Sascha Stefanakis.

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