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18.01.2010 Rudolf Felser

Irreführende Nexus One-Websites

Wer auf der Suche nach dem offiziellen Online-Auftritt für das neue Smartphone die naheliegende Internetadresse www.nexusone.com in den Browser eingibt, wird sich über die dortigen Inhalte wundern.

Bei jeder erneuten Eingabe des Domainnamens erscheint eine andere Webseite mit Werbeangeboten – angefangen bei einem philippinischen Fabrikanten über eine Ferienwohnungsanlage bis hin zum Anbieter von Webdesign-Lösungen. Google scheint zum großen Launch des Nexus One auf eine Registrierung relevanter Domainnamen gänzlich verzichtet zu haben und setzt ganz auf seine Internetpräsenz www.google.com/phone.

Auch nexus-one.com und vergleichbare Pages führen nur zu simplen Klickseiten, die mit einfachen Links aus den Bereichen Computer und Mobilfunk versehen sind. Seriöse Informationen zum neuen Google-Handy sucht man jedoch vergeblich.

"Versäumt oder verzichtet ein Unternehmen darauf, relevante Domainnamen für seine Marken, Produkte und Organisationen zu registrieren, geht es immer ein erhöhtes Risiko ein, Opfer von Onlinekriminalität zu werden", kommentiert Bernd Beiser, Geschäftsführer bei dem Domainnamen-Spezialisten Netnames Deutschland. "Dabei geht es nur selten um die Auffindbarkeit der Marke im Internet - natürlich wird kaum ein Verbraucher langfristig das Problem haben, offizielle Informationen zu einer internationalen Marke online zu finden. Wer keinen Einfluss auf Domainnamen hat, die den eigenen Markennamen beinhalten, setzt seine gute Reputation im Netz allerdings unnötig aufs Spiel."

Häufig nutzen Cyber-Kriminelle das Interesse an bestimmten Themen. Sie fokussieren sich dann auf nicht registrierte oder falsch geschriebene Seiten, um gefälschte Waren zu vertreiben oder sich durch dubiose Klick-Seiten Einnahmen zu ergaunern. Ähnliche Erfahrungen hat in der Vergangenheit der Voice-over-IP-Anbieter Skype machen müssen. Ein deutsches Unternehmen hatte ähnlich lautende Domainnamen, wie scyp.de, scype.de, scipe.de oder skyp.de registriert und auf diesen Webseiten für vermeintlich kostenfreies Telefonieren geworben. Das Angebot entpuppte sich als teure Vertragsfalle.

In manchen Fällen werden gezielt Ruf schädigende Inhalte auf der Domain platziert, um dem Markeninhaber die Internetadresse zu horrenden Preisen zum Kauf anzubieten. Wer nun erst noch sein Recht auf die Domain gerichtlich durchsetzen muss, ist oftmals gezwungen, sich auf einen langwierigen und kostspieligen Rechtstreit einzulassen. Mit Hilfe von Dienstleistungen wie dem NetNames Platinum Service können Unternehmen leichter den Überblick über ihr Domainportfolio behalten. Ein Kundenbetreuer unterstützt den Kunden bei der Erarbeitung einer Domainstrategie. Der Experte für Domain-Management übernimmt die Registrierung und Verwaltung der Domains und stellt dadurch sicher, dass Cybersquatter nicht aus dem guten Namen des Kunden Kapital schlagen können.(pi/rnf)

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