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24.02.2010 Alexander Simon*

Gastkommentar: XING für Praktiker

XING wurde 2003 durch Lars Hinrichs gegründet. Im Dezember 2006 erfolgte der Börsegang. Heute sind über acht Mio. Mitglieder auf der Plattform registriert, davon etwa 3,6 Mio. aus dem deutschsprachigen Raum (knapp drei Mio. aus Deutschland, die übrigen verteilen sich auf Österreich und die Schweiz)

Rund acht Prozent der Benutzer verwenden dabei den erweiterten Funktionsumfang des kostenpflichtigen Premium-Angebots. Vor einigen Monaten wurde die Recruiter-Version für Profis aus dem Personalbereich vorgestellt.

Mehrfach wurde ich gefragt, ob man mit XING Geld verdienen kann. Ich selbst verdanke der Plattform bislang Umsätze in Höhe von ca. 60.000 Euro, verteilt über die letzten fünf Jahre. Die wichtigsten Erfolgsfaktoren für den Absatz des eigenen Angebotes via XING sehe ich dabei in einem ansprechenden Profil und in hoher Sichtbarkeit. Neben Präsenz in den Gruppen auf XING (im Idealfall sollte man selbst solche moderieren) gelingt dies vor allem durch die Anbahnung einer großen Zahl von Kontakten. Diese bringen neben einem Mehr an Profilabrufen auch den Vorteil, in diversen Abfragen bzw. Berichten aufzuscheinen und über Statusmeldungen viele Adressaten erreichen zu können. Die Kontaktanbahnung erfolgt auf XING unbürokratisch und kann durch Software von Drittanbietern auch teilautomatisiert werden. Dienstnehmer aus meinem Bekanntenkreis berichten mir, dass sie ab und an von Personalberatern kontaktiert werden und auch gute Angebote darunter sind. »Geld verdienen mit XING« ist also möglich, setzt jedoch Experimentierfreudigkeit und regelmäßige Nutzung voraus.

Neben monetären Aspekten bietet das System auch die Möglichkeit, Informationen zu bestimmten Themen zu bekommen und Menschen kennen zu lernen, denen man sonst vielleicht nie begegnet wäre. Selbiges gilt insbesondere auch für Kontakte außerhalb Österreichs bzw. des jeweiligen Wohnortes. Natürlich kann man auch selbst von neuen Gesichtern kontaktiert werden. Mit einem klaren Profil kann man hier gut filtern. Ein »Nein« zu uninteressanten Angeboten Dritter wird in der Regel verstanden. Darüber hinaus erlauben die Einstellungen zur Privatsphäre weiteres Feintuning. Einige MLM-Anbieter (Multilevel Marketing) haben die Plattform ebenfalls für sich entdeckt. Selbigen ist das Anbieten von Leistungen und Mitgliedschaften durch die XING-AGB zwar untersagt, manche haben jedoch findige Strategien dafür entwickelt, unter dem Radar zu arbeiten. Die genannten Maßnahmen scheinen mir auch in diesem Zusammenhang für den Schutz der eigenen Privatsphäre ausreichend, bei hartnäckigen Fällen hilft das Support-Team weiter.

Eine Portion Neugierde und die Bereitschaft zum Experimentieren vorausgesetzt, bietet die Plattform sehr viel Potenzial und ist komfortabel zu nutzen. Doch der Mitbewerb steht nicht still: Bezogen auf die Userzahlen liegt XING im internationalen Umfeld hinter einigen anderen Anbietern. Auch im deutschsprachigen Markt büßt das System immer mehr an Vorsprung ein.

Alexander Simon ist Geschäftsführer der Unternehmensberatung Simon GesmbH.

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