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23.03.2010 Ruwen Schwerin*

Website-Perlen: 9 Internet-Geheimtipps

Websites für Schnäppchenjäger, Google Wave, Twitter für Arbeitsgruppen, Wikitravel, Live-Video-Streams, Online-Videoverzeichnis, Grooveshark/Spotify, Google Voice - wir stellen Ihnen die Geheimtipps des Webs vor.

In den vergangenen Jahren haben viele Websites und Internet-Services versucht international Fuß zu fassen. Manche sind schnell wieder verschwunden, andere werden mittlerweile von vielen Menschen fast täglich besucht. Immer neue technische Möglichkeiten führen dazu, dass immer neue Angebote möglich werden. Doch selbst die beste, innovativste Idee ist kein Garant für den Erfolg einer neuen Seite. Man kann sich sicher sein, dass in den nächsten Monaten wieder einige Kämpfe ausgetragen werden, aus denen dann Gewinner und Verlierer hervorgehen. Durch die große Konkurrenz ist es heute schon etwas Besonderes, wenn eine Seiten nicht sofort wieder verschwindet.

Im Folgenden lesen Sie von Internetseiten und Online-Services, die eine gute Chance haben, sich einen Namen zu machen. Einige davon kennen Sie sicher schon, andere dürften Ihnen noch unbekannt sein. Einen (zweiten) Blick wert sind sie aber alle.

Von Vorteil ist es für Internetangebote immer, wenn Sie auch für den mobilen Bereich gemacht sind – denn der ist momentan stark auf dem Vormarsch. Tauchen Sie ein in die spannende Welt des Internets, das sich momentan schneller verändert als jemals zuvor. Globale Player wie Google bekommen Konkurrenz …

1. Microsoft Bing Als Microsoft Bing Mitte 2009 erschien, waren viele Leute skeptisch. Man fragte sich, ob Microsoft überhaupt die Vision und das Talent haben kann, um es mit Google aufzunehmen. Der Ansatz von Google ist für die meisten Menschen zu einem de-facto-Standard geworden, und das ziemlich unbestritten. Aber Bing hat sich nun durch die Beachtung vieler neuer Aspekte bei der Web-Suche hervorgetan: Bildersuche mit neuen Betrachtungsmöglichkeiten, Twitter Tweets können durchsucht werden und Suchergebnissen aus der semantischen Suchmaschine Wolfram Alpha sind integriert.

Nach der Freigabe von Bing fiel schnell eine beträchtliche Anzahl von Suchanfragen an und man wurde so tatsächlich zu einem legitimen Konkurrenten von Google. Auch wenn Google immer noch weit voraus ist mit mehr als 70 Prozent aller Web-Suchen, steigt der Bing-Anteil weiter: Heute entfallen auf Bing bereits etwa 10 Prozent der Web-Suchanfragen.

Ich glaube, dass der Stern von Bing noch immer am aufsteigen ist, denn in diesem Jahr wird Bing erst richtig gegen Google antreten. Man sollte auch daran denken, dass Microsoft Office 2010 mit Web-basierten Komponenten (Windows Live) kommt, die eine Vielzahl von Benutzern erreichen werden.

2. Android Market Heute findet sich das Android-Betriebssystem auf nur 3,5 Prozent der Smartphones weltweit. Aber Kenner sagen, dass Android das zweit beliebteste Smartphone-Betriebssystem der Welt wird - bis zum Jahr 2012, hinter dem iPhone OS. Obwohl im Jahr 2009 nur 10 Android Handys veröffentlicht wurden, sagt CCS Insight, dass im Jahr 2010 bereits etwa 50 neue Android Handys kommen werden. Gemessen an der Aufregung unter Telefonherstellern und Software-Entwicklern bezüglich Android, könnten sich diese Prognosen sogar noch als konservativ erweisen. Und die Beachtung dieses Betriebssystems wird sich innerhalb dieses Jahres noch weiter ausbreiten, nämlich auf die Verbraucher.

All das summiert sich: Eine Menge von Menschen wird die verschiedensten Anwendungen für Android-Handys suchen. In den meisten Fällen werden sie ihre Anwendungen dann im Android Market finden. Der Market bietet derzeit "nur" etwa 20.000 Apps, weit weniger als die 100.000, die man für das iPhone findet. Aber das wird sich schnell ändern.

3. Grooveshark/Spotify Wenn Groovesharks Wachstum in den vergangenen beiden Quartalen ein Hinweis auf seinen Weg im neuen Jahr ist, sollte 2010 eine groovy Zeit für die junge Musik-Website werden. Was ist das Besondere? Auf Grooveshark.com können Sie gratis und in ziemlich hoher Qualität so ziemlich jeden Song den Sie sich denken können suchen und abspielen. Zusätzlich kann man zum Erstellen eigener Playlists mit anderen Mitgliedern des Grooveshark-Netzwerks Kontakt aufnehmen und so neue Musik kennenlernen – im besten Fall von "Trendsettern", die den eigenen Geschmack genau treffen. Sie können Ihre eigene Musik mit anderen teilen, indem sie diese hochladen. Wenn jemand ein Lied kauft, das Sie hochgeladen haben, können Sie sogar daran verdienen. Insgesamt handelt es sich um ein sehr interessantes Konzept.

Zu schön, um wahr zu sein? Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass das Business-Modell von Grooveshark verdächtig klingt – zu viel Blut im Wasser für die Haie, die in den Rechtsabteilungen der Plattenfirmen lauern. Aber Grooveshark bietet auch für die Labels einige verlockende Köder: Wenn Sie einen Stream hören, können Sie ihn bequem online bei iTunes oder Amazon in höherer Klangqualität erwerben. Und in der Theorie hält der Aspekt des Social-Networking von Grooveshark das Gespräch über die Musik am Laufen und fördert damit unter Umständen gerade die Umsatzrendite der Plattenlabels.

Konkurrenz für Grooveshark wird die viel-gehypte Musik-Website Spotify bringen, die momentan nur für Europa zur Verfügung steht. Von Deutschland aus kann man die Seite aber momentan nicht aufrufen. Mit etwa dem gleichen Service wie Grooveshark (aber mit mehr Musik und mehr Mitgliedern, die eine Software installieren müssen – Grooveshark ist browserbasiert) will Spotify bald auch in den Vereinigten Staaten richtig durchstarten - aber ohne dafür von den US-Labels verklagt zu werden. Die Musikindustrie ist in den USA besonders empfindlich, weil dort viel Geld verdient wird. Wenn Spotify in den Vereinigten Staaten einschlägt, könnte das sich natürlich negativ für Grooveshark auswirken. Aber was die Anwälte der Plattenlabels hier noch in der Hinterhand haben, muss vorher abgewartet werden. Die rechtlichen Fragen könnten auch die Zukunft von Grooveshark bestimmen.

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