Gastkommentar: Facebook für Profis Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


21.04.2010 Alexander Simon*

Gastkommentar: Facebook für Profis

Als ich das erste Mal von Facebook hörte, hielt ich es für eine reine Unterhaltungsplattform. Meine Präsenz dort zögerte ich lange hinaus – überreden ließ ich mich dann von Freunden, mit denen ich Fotos und Reiseberichte tauschte. Überrascht war ich dann von der Aktivität der Mitglieder.

Facebook wurde im Februar 2004 gegründet und ist mit seinen mehr als 400 Millionen aktiven Mitgliedern das derzeit größte soziale Netzwerk. Trotz Gründung in den USA stammen mehr als 70 Prozent der Mitglieder aus anderen Teilen der Welt. Betreut werden sie durch weltweit 1.200 Mitarbeiter. Die Mitgliedschaft auf Facebook ist kostenfrei.

Als ich das erste Mal von Facebook hörte, hielt ich es für eine reine Unterhaltungsplattform. Meine Präsenz dort zögerte ich so lange wie möglich hinaus – überreden ließ ich mich dann von Freunden, mit denen ich Fotos und Reiseberichte tauschte. Überrascht war ich dann von der Aktivität der Mitglieder: Anders als auf anderen Plattformen schienen diese regelmäßig online zu sein, Statusmeldungen samt Bildmaterial zu posten und vieles mehr. Und das nicht bloß vom Schreibtisch aus, sondern auch von unterwegs: Die Unterstützung mobiler Endgeräte ist gut gelungen und bildet Statistiken nach auch eine wesentliche Säule der Nutzung.

Ich begann 2008, Facebook regelmäßig zu nutzen. Das macht mir nicht nur Spaß, sondern ermöglicht es mir, betreffend meiner Hobbies (und vermehrt auch meines Geschäfts) auf dem Laufenden zu bleiben. Das Social Web machte des Öfteren auch in den Medien Schlagzeilen: Neben einer Nichtraucherbewegung fand auch eine Initiative gegen eine Kandidatin für ein hohes politisches Amt dort ihren Ursprung. Allem Anschein nach verfügt die Plattform über großes Potenzial in der Erreichung verschiedenster Zielgruppen und Gemeinschaften.

Das Unternehmen nutzt dies auch strategisch: So finden sich verschiedenste Möglichkeiten zur gezielten Ansprache potenzieller Kunden für Unternehmen.

Diese wirken kongruent zu den Werbemitteln Googles, sodass ich mittelfristig mit einer verstärkten Kooperation beider Unternehmen rechne und auch eine Übernahme nicht ausschließe. Für Software-Entwickler gibt es eigene Software Development Kits (SDK), die es ermöglichen, Applikationen (etwa Spiele) Gemeinschaften zur Verfügung zu stellen und so eine noch größere Verbreitung zu erreichen.

Sichtbarkeit hat aber auch ihren Preis: Facebook machte vereinzelt Schlagzeilen hinsichtlich der Gefährdung der Privatsphäre seiner Benutzer. Das Unternehmen reagierte Ende 2009 mit dem Aufruf, die Einstellungen zur Privatsphäre anzupassen, wobei die Standardeinstellungen restriktiver wurden.

In letzter Zeit erscheinen auch vermehrt bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit auf Facebook. Jüngst haben auch Adelige das soziale Netzwerk für sich entdeckt, wo hingegen Plattformen, auf denen diese Klientel unter sich bleiben sollte, gescheitert sind. Das Wirtschaftsmagazin »Trend« berichtete in seiner Märzausgabe darüber.

Für mich ist Facebook eine interessante Plattform mit hohem Potential und internationaler Ausrichtung, sodass es 2010 eine wesentliche Säule meiner Arbeit darstellt. Ich empfehle daher jedem, das Angebot auch für sich zu prüfen.

* Alexander Simon ist Geschäftsführer der Simon GesmbH.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema


Hosted by:    Security Monitoring by: