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25.05.2010 Michaela Holy

Internet der Zukunft wird aktiver und individueller

Die anlässlich des 20-jährigen Internetjubiläums in Österreich zur Zukunft des Internets belegt: Bereits jeder dritte User beteiligt sich aktiv im Netz und verfasst mindestens fünf Beiträge pro Woche - Tendenz steigend.

Der erste Einstieg ins Internet - ein emotionales Erlebnis für die meisten Österreicherinnen und Österreicher, wie etwa der erste Schritt eines Menschen am Mond. Drei Viertel erinnern sich voller Emotion an ihre ersten Erlebnisse im damals neuen Netz. Schon damals, wie auch heute, stand nicht die Technik alleine, sondern der konkrete Nutzen für den Anwender im Mittelpunkt: Das Internet ist nach wie vor unerschöpfliche Informationsquelle, globale Vernetzung und Kommunikation zugleich, erklärt Hannes Ametsreiter, Generaldirektor Telekom Austria und mobilkom austria.

Zum 20-jährigen Jubiläum hat marketmind im Auftrag von Telekom Austria die Österreicher zu ihren Erwartungen und Wünschen an das Internet der Zukunft befragt. Es zeigt sich: Die Österreicher wollen im Internet in Zukunft aktiver sein, mehr partizipieren und individualisiertere Services in Anspruch nehmen. 90 Prozent der Befragten möchten in Zukunft an öffentlichen Prozessen wie beispielsweise der lokalen Stadtplanung virtuell aktiv mitwirken - auch wenn 63 Prozent der Meinung sind, Städte und Gemeinden werden das auch in Zukunft nicht zulassen. Individualisierte Services sehen die User unter den Top-Trends für die Zukunft: 67 Prozent erwarten sich von der Zukunft ein individuell anpassbares Fernsehprogramm, 60 Prozent sehen das Internet als Wissensplattform, auf der sie offen und selbstbestimmt Wissen beziehen und bereit stellen können, und 40 Prozent freuen sich schon auf das virtuelle Shoppingvergnügen der Zukunft.

Frauen zeigen sich tendenziell aufgeschlossener gegenüber Zukunftstrends in ihrer täglichen Umgebung als Männer. Revolutionäre TV-Endgeräte wie Hologramme begeistern sie z.B. mehr als Männer. Auch der digitalen Wissensvermittlung und -aneignung stehen sie positiver gegenüber: 67 Prozent der Frauen (vs. 57 Prozent der Männer) wünschen sich den Trend der "kollektiven Intelligenz", 35 Prozent der Frauen (vs. 23 Prozent der Männer) wünschen sich Online-Learning anstelle herkömmlicher Bildungskurse.

"Im Dialog mit unseren zu Kunden sein, heißt Trends und Wünsche frühzeitig zu erkennen. Als größter Telekommunikationsanbieter Österreichs bieten wir das modernste Netz für die Zukunft des Internets. Mit diesem Netz stehen unseren Kunden alle Möglichkeiten - egal in welchem Lebensumfeld - offen", so Hannes Ametsreiter.

"Die Zukunft des Internet heißt Web 3.0: Mit dem semantischen Web wird das Internet zu einem großen, offenen Netz verlinkter Daten. Das Internet der Zukunft wird aber auch individueller und persönlicher", erklärt Jana Herwig Medienwissenschafterin und Spezialistin für digitale Online Medien, ihre Vision vom Internet der Zukunft. "Für die Zukunft erwarte ich mir natürlich, dass Österreich weiterhin vorne mit dabei bleibt."

Österreich ist schon heute im Internet ganz vorne mit dabei. Ob bei der Internet Nutzung generell (laut Integral auf über 74 Prozent ab 14 Jahren), bei den "Heavy Usern" (laut IMAS auf über 37 Prozent täglicher Nutzer), oder bei der Anzahl an Teilnehmern in Sozialen Netzwerken (Facebook hat schon über 2 Millionen Teilnehmer in Österreich). Europaweit führend ist Österreich bei der mobilen Internet Nutzung. Diese wird in den nächsten Jahren weiter wachsen - Experten erwarten eine Zunahme von derzeit 4 Mrd. SIM-Karten auf rund 50 Mrd. SIM-Karten im Jahr 2025.

Diese Kommunikation und Unterhaltung basiert vor allem auf leistungsfähigen Netzwerken. Mit der Verfügbarkeit hoher Datenraten bis in die Wohnungen und Büros und auch in den Mobilnetzen sind wir mittlerweile fast ständig online - das Internet wird zusehends zum "Immernet". Das einheitliche Übertragungsmedium "Internet Protokoll", immer funktionellere Endgeräte und die gewaltigen Möglichkeiten einer noch nie gesehenen Netzintelligenz haben das möglich gemacht.

UNI WIEN FEIERT DAS INTERNET Im Jahr 1990 wurde sowohl ACOnet als gemeinsame, herstellerunabhängige Kommunikations-Infrastruktur der österreichischen Universitäten errichtet, als auch im Rahmen der "European Academic Supercomputer Initiative" die erste mit TCP/IP Protokollen betriebene 64kbit/s Standleitungsverbindung von der Universität Wien nach Genf (CERN) mit Anbindung an das NSFnet (USA) in Betrieb genommen und damit der Anschluss Österreichs an "das Internet" hergestellt. Unabhängig davon haben auch die Vorbereitungen zur Gründung der EUnet GmbH stattgefunden, die in den Folgejahren die Rolle des ersten kommerziellen Internet Service Providers in Österreich übernahm. "Als wir vor 20 Jahren Österreich am 10. August 1990 an das Netz der Netze anschlossen, war für niemanden absehbar, dass so etwas wie das World Wide Web mit seinen ungeheuren Auswirkungen auf Leben und Arbeiten der Menschen entstehen würde. Das ist für mich auch das Charakteristikum des Internets: Es überrascht immer wieder mit Entwicklungen, die für die Masse der Beobachter völlig unerwartet kommen. Das wird auch in Zukunft so sein - das Internet bleibtspannend", erläutert Peter Rastl, von der Universität Wien - einer der Väter des österreichischen Internets.

Zur 20-Jahrfeier veranstaltet die Universität Wien gemeinsam mit Kooperationspartnern wie Telekom Austria am 8. und 9. Juni 2010 eine zweitägige Veranstaltung zu den Themen "20 Jahre Internet in Österreich" und "20 Jahre ACOnet Infrastruktur".

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