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16.06.2010 Alexander Simon*

Gastkommentar: Twitter für Profis

Twitter ist zurzeit die wohl erfolgreichste Microblogging Plattform der Welt. Aber: Wen kann ich hier erreichen? Warum soll ich mir das überhaupt antun? Einige Antworten möchte ich Ihnen nachfolgend liefern.

Twitter.com wurde im Jahre 2006 mit Firmensitz in San Francisco gegründet und versorgt mehr als 106 Millionen Anwender (Stand: April 2010). Die Plattform ist dabei keineswegs mehr einzigartig: Als bekannteste Nachahmer gelten Jaicu aus Finnland und Identi.ca. Für mich einer der besten Kenner ist Tom Noeding, Community Manager bei Evangelisch.de. Noeding schätzt an Twitter die vielfältige Integration in andere Plattformen, wie Linkedin oder Xing. Aber auch via Google konnte ich schon verschiedene Tweets aufspüren. Genau diese Elemente verleihen Meldungen auf Twitter (sogenannte Tweets) auch eine große Reichweite. Genutzt wird diese beispielsweise von prominenten Personen Doch auch Unternehmen haben Twitter bereits für sich entdeckt: Die Anwendungen reichen dabei vom Ausbau von Kundenbeziehungen, über Vertrieb und Promotion bis hin zur Kommunikation in der Krise. Um via Twitter Aufmerksamkeit zu generieren, sollten einige Empfehlungen beachtet werden: 1) Erstellen Sie ein kompaktes und aussagekräftiges Profil, in dem sich auch Ihr CI manifestiert. 2) Suchen Sie nach passenden Followern. »Passend« ist dabei abhängig von den Zielen, die Sie mit Twitter verfolgen. Selbige sollten im Vorfeld geklärt werden. 3) Nutzen Sie bestehende Sites: Einerseits, um auf Ihr Twitter Profil zu verweisen (Follow us on Twitter). Andererseits auch, um in Ihren Tweets auf die Sites rückzuverweisen, auf denen sich dann weiterführende Informationen finden (Tweets bestehen aus max. 140 Zeichen). 4) Halten Sie sich ganz besonders auf Twitter an die Netiquette.

Nun braucht es noch Inhalte für Ihre Tweets. Erleichtert wird dies durch die Verknüpfung mit Social Webs (etwa »Durchreichen« von Statusmeldungen auf Linkedin) und auch durch die gelungene Integration von Mobiltelefonen. Network Marketer, wie der Schweizer Tom Koller, favorisieren eine Automatisierung von Twitter: Toolgestützt gewinnen sie Follower und reichen themenrelevante Feeds (etwa durch Google-Alerts generiert) als Tweets weiter. Dazwischen eingestreut – ebenfalls automatisiert – finden sich dann die eigenen Werbebotschaften. Experte Nöding rät von diesem Vorgehen ab, da dann »offensichtlich kein Interesse am Austausch besteht, um den sich Twitter dreht«. Er selbst beschritt andere Wege und motivierte die Community von Evangelisch.de 5.000 Bibelstellen in eigenen Worten zusammenzufassen und zu twittern. Das Vorhaben gelang: Die Ergebnisse konnten Interessierte etwa auf Twitter Walls (analog zu SMS Walls) auf Messen verfolgen. Über 3.000 Tweets sind zudem in ein Taschenbuch eingeflossen, das im Handel erhältlich ist. Das Beispiel zeigt: Personen und Organisationen mit einer interessanten Botschaft, hoher Kreativität und großem Engagement finden in Twitter eine kompakte Plattform, um mit ihren Anspruchsgruppen zu interagieren. »Durch Twittern kommen die Leut´ zam«, könnte es da bald heißen.

* Alexander Simon ist Geschäftsführer der Simon GesmbH.

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