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05.08.2010 pte

Google killt die Welle

Zu wenig Erfolg: Google hat seinen Echtzeit-Kommunikationsdienst Google Wave für tot erklärt - und das kaum mehr als zwei Monate nach dem allgemeinen Start.

Wave hat nicht die Userakzeptanz erreicht, die wir uns vorgestellt haben, schreibt Urs Hölzle, Senior VP of Operations bei Google, im offiziellen Google-Blog. Der Kollaborationsdienst wird daher nicht weiterentwickelt, wenngleich die Webseite zumindest bis Jahresende online bleibt. Für Durchschnittsuser war Wave wohl etwas zu komplex. Die zugrunde liegenden Technologien wird Google jedenfalls nicht zu Grabe tragen. Sie sollen in zukünftige Projekte einfließen.

"Das Ende von Wave kommt etwas überraschend", sagt IDC-Analyst Rüdiger Spies gegenüber dem Online-Dienst pressetext. Trotz frühem Medienhype wurde Wave letztendlich nicht zum Massenphänomen. "Das 'Grassroots-Marketing' hat hier nicht funktioniert. Ich sehe das als Zeichen dafür, dass es extrem schwer ist, eine wirkliche Alternative zu E-Mail und Chat zu etablieren", so der Analyst. Dabei hat das Kommunikations- und Zusammenarbeitstool von Experten viel Zuspruch erhalten. Beispielsweise hat SAP bereits im Herbst 2009 mit Gravity ein Projekt auf Wave-Basis vorgestellt, mit dem sich Business-Prozesse modellieren lassen.

"Für uns ist es voll okay, etwas sehr Schwieriges auszuprobieren, damit keinen Erfolg zu haben, aber das Gelernte auf neue Art anzuwenden", so Unternehmenschef Eric Schmidt gegenüber Cnet. Allerdings macht Google noch keine konkreten Angaben dazu, in welcher Form oder welchen Produkten Wave-Technologien in Zukunft wieder auftauchen werden.

"Google hat immer wieder Projekte sang- und klanglos in der Versenkung verschwinden lassen, die nicht hielten, was sie anfangs versprachen", so Medienexperte Ossi Urchs gegenüber pressetext. Dass nach dem schwachen Start von Buzz dieses Jahr bereits ein zweiter neuer Google-Dienst bei Usern nicht gleich prächtig ankommt, spielt für das Unternehmen wohl keine Rolle. "Genau das ist die Google-Strategie beim Markteintritt: Mit einer Beta-Version testen, was ankommt, und das, was nicht ankommt, gleich wieder einkassieren", so Urchs. (pte/rnf)

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