Deutsche Juristin stellt Google Earth in Frage Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


16.08.2010 Alex Wolschann/apa

Deutsche Juristin stellt Google Earth in Frage

Nach der Aufregung in Deutschland um den Kartendienst Google Street View stellt eine auf Internet-Recht spezialisierte Juristin die Rechtmäßigkeit von Geodiensten mit Luftaufnahmen wie Google Earth oder "Bird's Eye" der Microsoft-Suchmaschine Bing in Frage.

Nach der Aufregung in Deutschland um den Kartendienst Google Street View stellt eine auf Internet-Recht spezialisierte Juristin die Rechtmäßigkeit von Geodiensten mit Luftaufnahmen wie Google Earth oder "Bird's Eye" der Microsoft-Suchmaschine Bing in Frage.

"Solche Satellitenaufnahmen sind für sich genommen zulässig", sagte die Düsseldorfer Anwältin Eva Dzepina am Montag (16. August) der Nachrichtenagentur dpa. "Wenn sie mit persönlichen Daten wie Adressen verknüpft werden, ergibt sich eine andere Situation und es stellt sich die Frage: Wie kann das rechtmäßig sein?"

Dienste wie Google Earth seien "fast noch gravierender als Street View, weil sie Ansichten zeigen, die nicht einfach öffentlich zugänglich sind", erklärte Dzepina. Die Juristin bezieht sich dabei auf ein Urteil des Landgerichts Köln, das zu Beginn des Jahres einen örtlichen Dienst mit umfassenden Straßenaufnahmen für zulässig hatte - weil die Aufnahmen von öffentlich zugänglichen Orten erstellt worden seien. "Dienste wie Google Earth aber zeigen Ansichten von Orten, die nicht einfach öffentlich zugänglich sind", sagte Dzepina. "Das geht sehr in den privaten Bereich hinein, wenn man sehen kann, wie auf der Terrasse der Tisch zum Frühstück gedeckt ist."

Anders als bei Google Street View gebe es bei Google Earth aber kein Verfahren, um einzelne Ansichten unkenntlich machen zu lassen. "Es sollte kein Unterschied gemacht werden zwischen Straßenansichten und Satellitenansichten, was die Widerspruchsmöglichkeit betrifft", betonte die Juristin.

Neben Google Earth zeigt auch der Dienst "Bird's Eye" der Microsoft-Suchmaschine Bing Aufnahmen aus der Vogelperspektive. Microsoft verwendet dafür auch in Deutschland Aufnahmen, die aus Flugzeugen aufgenommen wurden und zum Teil eine deutlich höhere Auflösung haben als die Satelliten-Fotos von Google Earth. Die Luftaufnahmen in Bing werden von kommerziellen Diensten genutzt. So verwendet die Immobilien-Website Immoscout24.de den Dienst, um Miet- und Kaufobjekte aus der Vogelperspektive in unterschiedlichen Blickwinkeln zu präsentieren.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • SNP AUSTRIA GmbH

    SNP AUSTRIA GmbH Qualitätssicherung, Kaufmännische Software (ERP), Tools, Programmiersprachen, Datenkonvertierung, Übernahme von Softwareprojekten, Systempflege- und Wartung,... mehr
  • catWorkX GmbH

    catWorkX GmbH mehr
  • abaton EDV-Dienstleistungs GmbH

    abaton EDV-Dienstleistungs GmbH VPN, Überwachungssysteme, SPAM-Filter, Notfalls-Rechenzentren, Firewalls, Datensicherung, Backup und Recovery Systeme,... mehr
  • Dicom Computer VertriebsgesmbH

    Dicom Computer VertriebsgesmbH WLAN-Systeme, VPN, Netzwerk-Systeme (LAN, MAN, WAN), Netzwerk-Management, Netzwerk-Diagnose-Systeme, Netzkomponenten, Mobile Lösungen und Applikationen,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: