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19.08.2010 pte

Fünf Mrd. Geräte hängen bald im Netz

Noch in diesem Monat wird es mehr als fünf Mrd. internetfähige Geräte geben. Zu diesem Schluss kommt das Marktforschungsunternehmen IMS Research anhand jüngster Berechnungen.

Verantwortlich für den jüngsten Schub sind in erster Linie webfähige Mobiltelefone, die zahlenmäßig PCs und Notebooks längst den Rang abgelaufen haben. Neben Tablets, TV-Geräten und E-Readern macht das Web zukünftig aber auch vor Autos nicht halt.

Ähnlich wie bei den Smartphones gelten Applikationen auch bei Fahrzeugen als potenzielle Wachstumstreiber, wenngleich die Spielregeln komplett verschieden sind. "Anders als bei mobilen Endgeräte, dürfen Applikationen im Auto den Fahrer nicht unnötig ablenken. Sie müssen daher aufs Wesentlichste beschränkt sein. Auch die Sprachausgabe spielt eine wesentlich wichtigere Rolle", erklärt IMS-Research-Analyst Jon Cropley im Gespräch mit dem Online-Dienst pressetext.

Derzeit konzentrieren sich die Autohersteller vor allem auf elementare Funktionen, wie Internet-Radio, E-Mail, Twitter, Facebook oder das Abrufen von Wetter- und Verkehrsinformationen. Bei auftretenden Fahrzeugproblemen soll hingegen die webbasierte Fehlerdiagnose helfen. "Die Hersteller sind bei der Implementierung von Applikationen sehr zurückhaltend. Die Sicherheit ihrer Fahrzeuge darf allein aus Imagegründen keinesfalls aufs Spiel gesetzt werden", meint Cropley.

Weitaus spannender erscheint auf lange Sicht aber ohnedies die Verknüpfung verschiedener Fahrzeuge über das Web. "Wenn Autos untereinander kommunizieren können, lassen sich Staus und Unfälle leichter vermeiden", wagt Cropley einen Blick in die Zukunft. Doch der Weg dorthin ist steinig. Gerade einmal sechs Mio. Autos sollen IMS Research zufolge 2017 mit Internetanschluss ausgestattet sein. Das entspricht etwa sechs Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge.

IMS Research zufolge wird die Anzahl aller webfähigen Geräte bis 2020 dennoch auf 22 Mrd. explodieren. "Intelligente und vernetzte Kommunikation zwischen Maschinen, aber auch interagierende Sicherheitskameras, Sensoren und Home-Entertainment-Geräte bergen das größte Wachstumspotenzial", erklärt IMS-Research-Präsident Ian Weightman. (pte)

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