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21.09.2010 Alex Wolschann/apa

Hotels sollen professionell ins Internet

Mit dem Internet ins Hotelbett lautet die Zauberformel für mehr Auslastung bei den heimischen Beherbergungs- und Freizeitbetrieben.

Mit dem Internet ins Hotelbett lautet die Zauberformel für mehr Auslastung bei den heimischen Beherbergungs- und Freizeitbetrieben. Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer hat nun mit dem Datenspezialisten Herold und dem Provider Freewave als Partner eine weitere Förderaktion auf die Beine gestellt.

Der Ende August ausgelobte Internet-Fördertopf von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V), der mit einer Mio. Euro dotiert war, wurde Anfang September binnen einer Woche geleert. 324 Hoteliers kamen via Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) zum Zug. Bis Mitte November läuft die neue Internet-Aktion von Herold, die ebenfalls mit 1 Mio. Euro gedeckelt ist. Hinzu kommen bis zu 100.000 Euro von Freewave.

Die rund 18.000 Hotels und Pensionen in Österreich hätten sich zwar in den vergangenen 15 Jahren "enorm entwickelt", so der Obmann des Hotellerie-Verbandes, Klaus Ennemoser. Dennoch hätten sie - mit den rund 1 Mio. Betten und den nur 127 Mio. Nächtigungen pro Jahr - "ein Auslastungsproblem". "Wir haben 34 Prozent Auslastung, kein Industriebetrieb würde das überleben", umriss der Branchensprecher ein Belegungspotenzial von rund 240 Millionen zusätzlichen Übernachtungen in Österreich. Mit einer besseren Internet-Präsenz soll die Nachfrage nun angekurbelt werden.

"25 bis 30 Prozent haben unserer Schätzung nach noch gar keine Web-Seite und viele sind in einem sehr sehr schlechten Zustand", sagte Herold-Geschäftsführer Thomas Friess heute, Dienstag, vor Journalisten. Daraus ergibt sich für Herold und den Provider Freewave ungeheures Potenzial. Um das Geschäft anzukurbeln und die Hotels und Pensionen verstärkt in Richtung Internet zu bewegen, winken zunächst spezielle Förderaktionen - die Angebote laufen bis 15. November.

Herold Business Data bietet eine Förderung von 50 Prozent der Gesamtkosten für die Internet-Präsenz, die über die Tochter ClearSense bewerkstelligt wird. Diese ist auf die Erstellung von Websites spezialisiert. Freewave, der laut Eigenangaben größte Provider von Gratis-WLAN-Hotspots in Österreich, wiederum fördert die ersten 40 Anträge mit einem Rabatt von 25 Prozent der Gesamtkosten. Die Investitionssumme für die Errichtung des Hotspots muss allerdings mindestens 2.000 Euro betragen, die maximale Fördersumme pro Fall beträgt 2.500 Euro.

"Für 2.000 Euro bekommen sie eine ordentliche Website - die Preise sind Fixpreise", so der Herold-Chef. Das Premium-Paket kostet bis Mitte November rund 4.700 statt 9.500 Euro, die Miet-Variante 41 statt 80 Euro pro Monat. Die erstellten Seiten seien allesamt "search-engine-optimiert", landen also etwa bei Abfrage auf der Suchmaschine Google in der Trefferliste ganz weit oben. "Wenn Sie eine handgestrickte Webseite haben, die der Neffe oder Sohn gemacht hat, dann ist sie für Google im technischen Hintergrund nicht optimiert, ja sehr oft sogar katastrophal - auch wenn sie hübsch gemacht ist", erklärte Friess. Die beste Website nutze nichts, wenn sie nicht gesehen werde, so ClearSense-Geschäftsführer Martin Kargl. Sie muss "technisch vernünftig konvertiert" sein.

Für die Aktion mit den Partnern aus der Privatwirtschaft gelten die bisherigen ÖHT-Förderkriterien. Die Web-Seite des Unternehmens sollte beispielsweise mehrsprachig sein, sie muss direkte Reservierungs-und Buchungsmöglichkeiten bieten, Anreise-Informationen enthalten und mit mobilen Endgeräten kompatibel sein. 90 Prozent der Gästezimmer sowie die Lobby sollen über einen Internetzugang verfügen. Nähere Informationen bietet der Fachverband (sternehotline@wko.at), der die Förderungswürdigkeit der Interessenten überprüft und den Antrag dann an Herold bzw. ClearSense und Freewave weiterleitet.

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