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15.10.2010 PC-Welt*

Frust dank Web - 7 Dinge, die wir am Internet hassen

Das Internet hat sich seit seinen Anfängen drastisch entwickelt. Dennoch müssen wir immer noch einige der unausstehlichen Tricks ertragen, die uns schon 1994 ärgerten. Hier einige der nervigsten Dinge des Webs.

Wir leben in einem Zeitalter, in dem der technische Fortschritt fast paradox ist: man kann mehr Musik auf seinem winzigem iPod speichern, als jemals in das heimische CD-Regal passen würde. Man kann während des Busfahrens drahtlos Radiostreams laden und auf der Stelle jeden beliebigen Song für wenig Geld herunterladen und das alles mit einer eleganten Benutzerführung. Wenn man sich allerdings den Songtext des Lieds ansehen möchte, landet man unweigerlich auf irgendeiner bunten, mit Bannern übersäten Lockseite von Google, die Download-Links für Klingeltöne zwischen die Liedstrophen setzt.

Die Ärgernisse des früheren Internets wie zum Beispiel GeoCities, Pop-up Anzeigen für die X10-Überwachungskamera und der weitverbreitete Gebrauch von Werbung, die quer über den Bildschirm schwebt und aufblinkt, mag der Vergangenheit angehören, jedoch geht der Kampf um für ein sauberes Internet in die nächste Runde. Im Web 2.0 gibt es immer noch einiges, das veraltet ist - und ärgerlich.

IRREFÜHRENDE LINKS AUF DOWNLOAD-SEITEN Wenn man eine Download-Seite besucht, wird man höchstwahrscheinlich dort sein, um etwas herunterzuladen. Es ist verständlich, dass die Bandbreite nicht umsonst zur Verfügung steht. Und so ist der User mehr als glücklich, die unausstehlichen Vollbild-Flash-Anzeigen zu genießen, mit denen er von der Webseite bombardiert wird.

Ein Schlussstrich sollte da gezogen werden, wo Anzeigen auftauchen, die nur aus einem großen „Hier Herunterladen“-Button bestehen. Das ist reine Schummelei.

Der typische Ausflug zu Megaupload sieht so aus: Man klickt auf den Download-Link und wird zu einer Seite mit riesiger Werbefläche weitergeleitet. Man fährt zögerlich mit dem Mauszeiger über die Herunterladen-Schaltfläche in der Bildschirmmitte. Aha, sagt man sich, das ist Werbung. Du wirst nicht angeklickt. Man fährt fort und klickt die richtige Download-Schaltfläche an.

Hoppla, schnell hat man vergessen das Sicherheitswort einzugeben. Erneuter Versuch. Hey, dort ist die Datei, die man herunterladen will. Man klickt die große Download-Schaltfläche an und nein da stand doch Premium Download dabei oder? Ich werde sicherlich keine 15 Euro pro Monat für dieses dämliche Abonnement bezahlen. Noch einmal auf Zurück geklickt. Wo ist nun der gesuchte Link? Dort ist er, direkt über dem Premium Download. Klick.

Wieder zurück auf der ersten Seite, weil man so naiv war, zu glauben, dass der Download-Link wirklich ein Download-Link war. Nun geht das Prozedere wieder von vorne los: Sicherheitswort eingeben, diesmal den richtigen Link anklicken und es geht los. Halt, nein: man muss 45 Sekunden warten, um die dämliche Datei herunterladen zu können. Die meisten haben zu diesem Zeitpunkt schon wieder vergessen, was sie eigentlich ursprünglich herunterladen wollten.

UMSTÄNDLICHES VIDEOEINBETTEN Am heutigen Tag ist YouTube etwas älter als fünf Jahre. Das bedeutet, es war ein halbes Jahrzehnt Zeit, das Einbetten von YouTube-Videos etwas angenehmer zu gestalten. Wie wäre es denn damit: immer wenn man eine YouTube URL in ein Forum, eine E-Mail, auf Twitter oder ein beliebiges anderes Kommunikationsmittel kopiert, taucht es auch als Video auf, wie beispielsweise beim Googlemail-Chat.

Keine alles umfassende Regel legt fest, wie die verschiedenen Seiten mit dem ganzen Code zum Einbetten umgehen. Einige Seiten konvertieren eine URL in ein eingebettetes Video, wiederum andere Seiten können die Einbettungs-Codes von YouTube verwenden und das Video kann damit erfolgreich gepostet(versendet) werden. Viele Seiten geben diesen Code als Text wieder und auf manchen Webseiten kann gar kein Code gepostet werden. Man kann die Regeln dieses Spiels kaum durchschauen, ohne es auf gut Glück zu probieren.

Selten ist man sich sicher, wie und ob man den Code abändern muss, damit das Video auch richtig auf der Seite auftaucht.

FREMD-COOKIES Das wissen sie wahrscheinlich schon: ihre Aktivitäten im Internet werden mit sogenannten „tracking cookies“, kleine Dateien die sie im Netzwerk von Werbetreibenden identifizieren können, verfolgt. So erhalten Werbeagenturen Informationen über die Seiten, die Sie präferieren und können Ihnen so entsprechende Werbung im Browser bescheren.

Der einfachste Weg mit diesem Problem umzugehen ist es, die Fremd-Cookies in Ihrem Browser gänzlich abzustellen. Allerdings werden die unerwünschten Fremd-Cookies von den meisten Browsern mit den gutartigen, nützlichen Cookies in einen Topf geworfen. Viele Browsererweiterungen benötigen Fremd-Cookies um zu funktionieren. Wenn man die Fremd-Cookies also blockt, kann man zum Beispiel die Google Kalender-Erweiterungen unter Chrome nicht weiter nutzen.

Glücklicherweise kann dieses Problem mit der "cookie whitelist"-Erweiterung umgangen werden. Installieren Sie die Erweiterung und setzen sie bei "Protect whitelisted cookies" und "Clear cookies and other site data when I close my browser in Chrome" ein Häckchen. Danach werden immer alle von Ihnen unerwünschten Cookies gelöscht wenn sie Chrome schließen.

SINGENDE UND TANZENDE WERBEFLÄCHEN Werbebanner und Google AdSense mögen den Seitenbetreibern vielleicht keinen neuen Porsche bescheren, jedoch ärgern diese Anzeigen die User auch nicht ganz so sehr wie andere. Sie breiten sich beispielsweise nicht über Ihren ganzen Bildschirm aus oder spielen ein Video ab, nur weil sie aus Versehen mit der Maus über eine Anzeige gefahren sind.

Diese Anzeigen sehen nicht nur schrecklich aus (wenn sie einem in die Quere kommen), sondern können auch ungemein störend wirken. Ganz besonders, wenn die Werbung einen Ton hat und man sie nicht umgehen kann. Oft hat man mehr als fünf Registerkarten im Browser geöffnet. Während des Surfens kommen immer wieder schnell neue Registerkarten dazu, alte werden geschlossen. Jeder hat diese Erfahrung schon einmal gemacht: man öffnet ein neues Fenster und aktiviert versehentlich durch Mausbewegungen die Audiospur einer Anzeige. Dann wechselt man wieder auf die alte Registerkarte, um die Ladezeit der neuen zu überbrücken. Nichts ahnend liest man seinen Artikel weiter, bis plötzlich von den Lautsprechern her eine laute Werbesendung dröhnt.

Wenn auf einmal die Werbung das ganze Büro beschallt, wird man schlagartig von der Hektik gepackt und versucht die peinliche Situation zu entschärfen. Was ist passiert?, fragt man sich. Ich habe doch gar kein Video geöffnet. Meine einzigen offenen Registerkarten sind doch Googlemail, Google und der Artikel von Spiegel-Online. Vielleicht habe ich mir einen neuartigen Virus eingefangen? Ach nein, nur Werbung.“

Hier ein Ratschlag an die Werbeagenturen: die Maus über eine Anzeige zu bewegen, ist kein Klick. Wenn die Internetnutzer wirklich etwas über diese Produkte hören wollen klicken sie es an. Sollte die Werbung keiner anklicken will auch niemand etwas davon wissen oder hören.

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