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08.11.2010 Robert Strohmeyer*

Online im Alltag: 25 Überlebenstipps fürs soziale Netz

Je globaler, digitaler und "sozialer" das Leben im Internet-Zeitalter wird, desto stärker ändern sich auch die alltäglichen Umgangsregeln. Lesen Sie, was Sie wissen müssen und beherzigen sollten.

Mittlerweile sollte sich jeder Anwender, der nur ein wenig in einer gewissen Art und Weise im Netz unterwegs ist, einen Stamm neuer Verhaltensregeln angeeignet haben. Nicht alles IN GROSSBUCHSTABEN SCHREIBEN, keine Ketten-E-Mails weiterleiten und den Klingelton des Handys im Kino ausschalten. Aber das digitale Leben geht weiter und erzeugt täglich neue Dilemmata und mögliche Fettnäpfchen. Deshalb hat sich unser US-Kollege Robert Strohmeyer von der PC World Gedanken gemacht und 25 Überlebenstipps für den modernen Menschen gesammelt:

1. Wenn Sie keine zwölf mehr sind und auch nicht ironisch wirken möchten, achten Sie ein wenig auf Ihren Zungenschlag in Chats und Foren (nicht zu hip und trendy wirken).

2. Präsentieren Sie auf Ihrer Facebook-Pinwand niemals Ihren Verlobungsring. Das bringt Unglück und sollte lieber wirklich privat bleiben.

3. Setzen Sie keine Fotos Ihrer Kinder als Profilfoto in Social Communities ein.

4. Ob Sie nun ein ehemaliger oder aktueller Öko-Aktivist sind, ist nebensächlich. Zwingen Sie niemandem Ihre moralinsauren Angstbotschaften über Schäden durch Handystrahlung oder Immigrationsprobleme auf. Dezenz ist Trumpf!

5. Gratulieren Sie einem Party-Gastgeber im Nachgang niemals öffentlich in sein Profil zu der tollen Veranstaltung. Es besteht schließlich das Risiko, dass nicht alle seine Online-Freunde eingeladen gewesen sind.

6. Sie sind weder Ihr eigener Ehepartner noch Ihr Kind oder bester Freund. Also, anstatt von deren Twitter- oder Facebook-Konten aus Nachrichten in die Welt zu blasen, legen Sie sich lieber ein eigenes Profil zu!

7. "Send to a Friend" ist ja ein ganz nettes Features für den, der damit Links verschickt. Der Empfänger hingegen ist schnell genervt, weil er immer erst wo klicken muss, um den dahinter versteckten Inhalt zu sehen. Also lieber Copy-und-Paste, wo es möglich ist (Text) und den Link als Zusatzservice.

Mobil, bebildert und beschallt 1. Tweets, die nur aus einem Wort bestehen, sind absolut verboten.

2. Lesen Sie wenigstens den ersten Absatz eines Blogposts komplett durch, bevor Sie Ihre Kritik dazu loswerden.

3. Verfassen Sie niemals einen Kommentar, der kürzer als Ihre Signatur ist.

4. "Sent from my iPhone" oder "Sent from my BlackBerry" ist eine Default-Einstellung vieler E-Mail-Apps, die verboten sein sollte. Diese Unternehmen bekommen so schon genügend Werbung, da muss nicht jeder Nutzer noch mitmachen.

5. Verwenden Sie niemals elektronisches Briefpapier für Ihre E-Mail, weder auf dem Mobiltelefon noch auf dem Rechner. Diese kunterbunten Hintergrundvorlagen stören nur - sie waren schon in den Neunzigern eine ganz schlechte Idee und sind es immer noch.

6. Wenn Sie Ihr Blog, Social Profile oder ähnliches seit Monaten nicht mehr mit neuem Inhalt gefüllt haben, legen Sie keinen Eintrag an, nur um sich dafür zu entschuldigen. Das interessiert niemanden - offensichtlich nicht einmal Sie selbst.

7. Es gibt keine Entschuldigung dafür, jeden aus dem persönlichen Adressbuch mit 20 Megabyte Urlaubsfotos zu überfluten. Was glauben Sie, wozu es Online-Bilderdienste wie Facebook, Flickr oder Picasa gibt?

8. Wenn Sie Fotos auf derartigen Sites mit anderen teilen, nehmen Sie sich vor dem Veröffentlichen aber bitte die Zeit zur Bildauswahl. Keine verschwommenen Versuche und nicht 72 fast identische Aufnahmen von Big Ben, Eiffelturm oder Brandenburger Tor.

9. Freizeichentöne sind strikt zu vermeiden. Niemand braucht eine schlecht komprimierte Version von 50 Cents "In Da Club".

10. Es sollte selbstverständlich sein, scheint aber viele nicht zu interessieren: Lautes Musikhören (mit oder - noch schlimmer - ohne Kopfhörer) im Buswartehäuschen oder im Zug ist peinlich und nervtötend und zu unterlassen.

IRL, AFK und WTF 1. Persönliche Nachrichten für Freunde und Verwandte sind über E-Mail oder anderer persönlicher Nachricht zuzustellen. Facebooks Pinwand ist dafür nicht geeignet - die ist öffentlich!

2. Wenn Sie eine E-Mail erhalten, deren Inhalt Sie für außerordentlich lustig, wichtig oder weise halten, löschen Sie sie sofort. Bloß nicht an alle weiterleiten!

3. Sollten Sie mich in einem Foto auf Facebook taggen, sollte ich darauf besser verdammt gut aussehen!

4. Ein kurzer Schlagabtausch mit einem anderen Anwender via Twitter ist ja ganz lustig - spätestens nach dem dritten Tweet sollte der Dialog aber per E-Mail oder Direct Message fortgesetzt werden.

5. Mit dem neuen iPad, iPhone oder sonstigem Gerät in der Öffentlichkeit zu prahlen, beeindruckt niemanden. Sie wissen schon, dass jeder Depp so etwas im Geschäft kaufen kann, oder?

6. Natürlich wissen wir alle, dass gute Domainnamen auf dem freien Markt rar geworden sind. Dennoch sind kreative Werke wie camelcamelcamel.com oder dimdim.com keine akzeptable Option.

7. Vermeiden Sie beim Online-Texten die Abkürzung IRL (in real life). Das Netz gehört zum "realen Leben" nun einmal dazu - umgekehrt sind aufdrängende Hinweise auf die eigene Online-Präsenz im persönlichen Gespräch genauso überflüssig.

8. Nutzlose Akronyme FTW.

* Der Autor ist Redakteur der amerikanischen PCWorld.

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