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14.11.2010 pte/Rudolf Felser

Wikipedia-Gründer wagt Wikia-Neustart

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales will seinem 2004 gegründeten Community-Webseiten-Projekt Wikia neues Leben einhauchen.

Die Internetplattform, auf der User sich rund um bestimmte Themenbereiche mit Gleichgesinnten vernetzen und austauschen können, wurde deshalb grundlegend überarbeitet und mit einem neuen Design ausgestattet. Um zum Erfolg des "großen Bruders" Wikipedia aufschließen zu können, setzt man dabei vor allem auf eine Verbesserung der Social-Community-Features, die letztendlich dabei helfen soll, sowohl die Nutzerzahl als auch die Verweildauer der Besucher zu steigern.

"Mit der Neugestaltung wollen wir uns in neue Märkte hinein bewegen und neue Zielgruppen ansprechen", erklärt Wales gegenüber dem britischen Guardian. Viele Leute hätten bislang geglaubt, dass die Verwendung von Wikis – Seitensammlung im Web, die von den Benutzern online bearbeitet werden können – zu kompliziert für sie sei. "Es geht darum, sowohl den Entstehungs- als auch den Verwaltungsprozess von Wikis zu vereinfachen", betont Wales. So verfüge die neue Version beispielsweise über ein übersichtlicheres Interface und eine vereinfachte Navigation.

Besonders viel Wert legt der Wikipedia-Mastermind auch auf eine stärkere Implementierung von Social-Community-Funktionen: "Wikia 2.0 vereint die traditionellen Wiki-Tools mit neueren sozialen Features und Editiermöglichkeiten. Wenn wir den Leuten nicht nur das Erstellen von Wikis erleichtern, sondern sie auch benachrichtigen lassen, sobald sich jemand neues registriert, bleiben die User eher auf unserer Seite", ist Wales überzeugt.

Auf diese Weise soll schlussendlich zudem die generelle Überlebensrate der Wiki-Einträge verlängert werden. "Im Rahmen des alten Seitendesigns sind typischerweise nur rund ein Prozent der Wiki-Produzenten ihrem Projekt längerfristig treu geblieben. Mit dem neuen Format konnte dieser Wert verdoppelt werden", stellt Angie Shelton, Mitgründerin und Vizepräsidentin von Wikia, fest. (pte/rnf)

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