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19.11.2010 Christof Baumgartner/apa

Kritik an Konzentration bei Online-Buchungsseiten

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) hat in einer Studie 15 Hotelpreisvergleichsportale und ihre Auswirkung auf die Geschäftsmodelle im Tourismus unter die Lupe genommen. Die Konzentration auf wenige Portale hemmt den Wettbewerb, so ein Ergebnis.

Das Internet sei mittlerweile der Vertriebskanal Nummer eins für Hotelbuchungen. 28 Prozent der Buchungen finden online statt. Bis 2015 sollen es sogar 48 Prozent sein, teilte die ÖHV in einer Aussendung mit. Keine Branche setze online mehr um als der Tourismus: Fast jeder dritte Deutsche habe schon online gebucht. Seit 2006 stieg der Anteil von 17 auf 29 Prozent. Am höchsten sei er mit 42 Prozent bei den 30- bis 39-Jährigen, in den Altersgruppen bis 29 beziehungsweise bis 59 liege der Anteil bei 35 beziehungsweise 36 Prozent. Bei den über 60-jährigen falle der Wert dagegen auf 11 Prozent. "Die Altersgruppen, die in den kommenden Jahren am meisten verreisen werden, nutzen das Internet am stärksten.

"Umso wichtiger ist es, diese Tools optimal zu beherrschen", sagte ÖHV-Präsident Sepp Schellhorn. Die Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle im Tourismus seien enorm. "Agenturen, die das rascher erkannt haben als andere, haben sich ein stark wachsendes Geschäftsfeld gesichert - nicht immer zum Vorteil von Hoteliers und Gästen", meinte Schellhorn. Die Konzentration auf wenige Portale wirke wettbewerbshemmend. "Die Höhe der Kommissionen könnte einem stärkeren Wettbewerb unterliegen", sagt er. Es sei empfehlenswert, mehr Buchungen über die eigene Website zu generieren. Mittelfristig könnte so die Konzentration auf einige wenige große Buchungsportale sinken, meinte der ÖHV-Präsident.

Die von der Forschungsgesellschaft für Urlaub und Reisen durchgeführte Studie widerlegt den Angaben zufolge auch in einem internationalen Vergleich ein gängiges Vorurteil. Nicht der Preis alleine sei entscheidend für Online-Buchungen. Während 45 Prozent der Spanier den Preis als vorrangiges Kriterium für die Hotelauswahl angaben, taten dies beispielsweise nur sechs Prozent der Franzosen.

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