Wie kann man dem "Internet of Things" vertrauen? Detail - Computerwelt

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30.11.2010 pi/Rudolf Felser

Wie kann man dem "Internet of Things" vertrauen?

Usable Trust in the Internet of Things: Das Internet der Dinge braucht mehr Transparenz und Sicherheit. Das EU-Projekt uTRUSTit soll dafür Sorge tragen.

Die Frage nach dem Vertrauen in neue Technologien und Systeme hat in den letzten Jahren rasch an Bedeutung gewonnen. Während Systeme immer allumfassender werden, verlieren Nutzer schnell den Überblick, welche Geräte gerade mit dem Internet verbunden sind – das wird gerne auch das "Internet of Things" genannt, also das Internet der Dinge. Nutzer erkennen nicht, welche Verbindungen gerade bestehen, welche Informationen übermittelt werden und wer die versendeten Informationen erhält. Das im September mit einem Kick-off Meeting in Wien gestartete dreijährige EU-Projekt "uTRUSTit - Usable Trust in the Internet of Things" ("Benutzervertrauen in das Internet der Dinge") zielt darauf ab, den Nutzer in einfacher Form über bestehende oder mögliche Internetverbindungen zu informieren. So wird es ermöglicht, Informationsflüsse zu kontrollieren und selbst zu entscheiden, welchen Verbindungen man vertraut.

Das bis 2013 laufende uTRUSTit-Projekt, das im Zuge des 7. EU-Rahmenprogramms gefördert wird, zielt vor allem darauf ab, dem Nutzer die zugrunde liegenden Sicherheitseinstellungen des Internet der Dinge transparent darzustellen und so Vertrauen herzustellen. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts sollen Systemherstellern und Systemintegratoren ermöglichen, den Nutzern die zugrundeliegenden Sicherheitskonzepte leicht verständlich zu präsentieren. Dadurch erhalten Nutzer die Möglichkeit, ein Urteil über die Vertrauenswürdigkeit solcher Systeme zu fällen. Zusätzlich sollen Design-Richtlinien über Vertrauen Industrieunternehmen dabei unterstützen, das bei uTRUSTit entwickelte Toolkit auf sichere und nutzbare Weise zu implementieren.

SECHS EUROPÄISCHE FORSCHUNGSPARTNER Das uTRUSTit-Konsortium besteht aus erfahrenen Forschern und Praktikern aus sechs verschiedenen Ländern Europas und kann im Rahmen des Projekts auf Simulations- und Usablity-Labors zurückgreifen.

Das Projekt wird vom österreichischen außeruniversitären Forschungszentrum CURE koordiniert. In uTRUSTit untersucht CURE, wann und wie Benutzer den "Internet of Things" vertrauen und stellt die Einbindung von Nutzern in die Entwicklung von Rückmeldungs-Modellen ein, die schlussendlich in Feldversuchen von CURE auch evaluiert werden.

Das Norwegian Computing Center erhebt und analysiert die Benutzererfordernisse unter besonderer Berücksichtigung von Benutzern mit physischen Einschränkungen. Das Forschungsinstitut entwickelt auch das Modell mit, das dem Nutzer eine Rückmeldung über den aktuellen Sicherheitsstand gibt.

Die Abteilung Virtual Reality Center Production Engineering (VRCP) der Technischen Universität Chemnitz führt die Entwicklung und Vorbereitung der Virtual Reality Simulationen durch. Die Simulationen ermöglichen es, das Feedback der Nutzer rasch in den Designprozess zu integrieren.

Das ungarische IT-Security Unternehmen SEARCH-LAB untersucht die Auswirkungen der Sicherheitsanzeigen des Internet of Things und konzentriert sich dabei auf die menschliche Wahrnehmung von Vertrauen und entwickelt Methoden, die die Vertrauenswürdigkeit der Sicherheit eines Systems überprüfen.

Sweden Connectivity hat sich auf Internet-of-Things-Technologie spezialisiert und entwickelt auch im uTRUSTit Projekt die Technologie für die Evaluation der Szenarien.

Die Juristische Fakultät der Katholischen Universität Leiden untersucht die gesetzlichen Herausforderungen im Hinblick auf Sicherheits- und Privatheitsaspekte des Internet der Dinge. (pi/rnf)

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