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14.12.2010 Christof Baumgartner/apa

70 Prozent der EU-Haushalte sind online

Der Zugang zum Internet hat sich in der EU in den vergangenen Jahren verbessert. Rund 70 Prozent der EU-Haushalte verfügten im ersten Quartal 2010 über einen Zugang zum WWW, im Jahr 2006 waren es erst 49 Prozent. Gleichzeitig hat sich der Anteil der Haushalte mit Breitbandverbindungen verdoppelt.

Über moderne soziale Medien kommunizieren vor allem junge Internetnutzer. Haushalte mit Kindern haben öfter einen Internetzugang. Dies geht aus einer am Dienstag (14. Dezember) veröffentlichten Untersuchung der Europäischen Statistikbehörde Eurostat hervor. In Österreich verfügen demnach 73 Prozent der Haushalte über einen Internetzugang. 2006 waren es erst 52 Prozent. Der Anteil der Breitbandzugänge stieg gleichzeitig von 22 auf 57 Prozent. Haushalte mit Kindern sind zu 94 Prozent mit Internet ausgestattet, jene ohne Nachwuchs zu 66 Prozent.

Am deutlichsten verbessert hat sich der Internetzugang in der EU im Zeitraum 2006 bis 2010 in Rumänien, Bulgarien, Tschechien, Griechenland, Ungarn und der Slowakei, so Eurostat. Die höchste Verbreitungsrate gab es im ersten Quartal in den Niederlanden (91 Prozent), in Luxemburg (90 Prozent), Schweden (88 Prozent) und Dänemark (86 Prozent), die niedrigste in Bulgarien (33 Prozent), Rumänien (42 Prozent) und Griechenland (46 Prozent).

SCHWEDEN HAT DIE MEISTEN BREITBANDVERBINDUNGEN Die meisten Breitbandverbindungen gab es laut Eurostat in Schweden (83 Prozent der Haushalte), gefolgt von Dänemark (80 Prozent), Finnland (76 Prozent) und Deutschland (75 Prozent). Rumänien (23 Prozent), Bulgarien (26 Prozent) und Griechenland (41 Prozent) wiesen die geringsten Anteile auf. Der Zugang zum Internet ist in Haushalten mit Kindern deutlich verbreiteter, als in jenen ohne Nachwuchs (84 Prozent gegenüber 65 Prozent), erklärte die Statistikbehörde. Dies traf auf alle Mitgliedstaaten zu, in zwölf Ländern lag der Anteil bei Haushalten mit Kindern bei 90 Prozent oder mehr.

Etwa 90 Prozent aller Internetnutzer verschickten E-Mails, ohne dass sich dabei ein wesentlicher Unterschied zwischen den Altersgruppen feststellen lasse, erklärte Eurostat. Dagegen gab es sehr deutliche Differenzen bei der Veröffentlichung von Mitteilungen in Chats, Blogs oder Online-Netzwerken. Vier Fünftel der User im Alter von 16 bis 24 Jahren nutzten das Internet zu diesem Zweck, gegenüber zwei Fünftel der 25- bis 54-Jährigen und weniger als einem Fünftel der 55- bis 74-Jährigen. Die Nutzung dieser Art der Kommunikation war in Polen, Portugal und Litauen bei allen Altersgruppen besonders hoch.

Weniger verwendet wird das Internet für Telefon- und Videoanrufe. Laut Eurostat nutzen solche Dienste ein Drittel der 16- bis 24-Jährigen, ein Viertel der 25- bis 54-Jährigen und ein Fünftel der 55- bis 74-Jährigen genutzt. Die Nutzung des Internets für Anrufe war in Bulgarien, Lettland, Litauen und der Slowakei in allen Altersgruppen besonders hoch.

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