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11.01.2011 Rudolf Felser

Österreicher sind mehrheitlich Wikileaks-Befürworter

Im Rahmen einer Stimmungserhebung hat das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com 1.500 Österreicher im Alter zwischen 14 und 65 Jahren online zu Wikileaks befragt.

Wikileaks hält die Welt in Atem. Insofern wirkt es wenig überraschend, dass 68,9 Prozent der rund 1.500 befragten web-affinen Österreicher die Enthüllungsplattform kennen. Damit reiht sich Wikileaks in die Hitliste der großen internationalen Online-Portale ein, jedoch teilweise mit signifikantem Abstand. So liegt die gestützte Bekanntheit ("gestützt" bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Umfrageteilnehmer gezielt mit Unternehmensnamen konfrontiert wird und sie nicht aus dem eigenen Gedächtnis "hervorkramen" muss – gestützte Werte liegen in der Regel höher als ungestützte) von Google bei 95,4 Prozent, von Facebook bei 92,4 Prozent und von Ebay bei 91,7 Prozent. In Sachen Bekanntheitsgrad liegt Twitter am nächsten, das 74,2 Prozent der Umfrage-Teilnehmer kennen.

Während die Nutzungsquote von Google bei 93 Prozent liegt, haben "lediglich" 10,7 Prozent der Respondenten Wikileaks bereits besucht. "Mit steigendem Alter und sinkendem Ausbildungsniveau nimmt die Besuchsrate der umstrittenen Enthüllungsplattform ab", so Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com. So beträgt diese unter Universitätsabsolventen knapp 20 Prozent, bei den Befragten jenseits der Vierzig sinkt sie dann auf rund fünf Prozent.

UNTERSTÜTZENSWERT Dass Wikileaks eine wichtige Enthüllungsplattform sei, meinen zwei von drei Österreichern. Unter den Männern denken sogar drei Viertel so (Männer: 72,6 Prozent; Frauen: 60,4 Prozent). Rund 71 Prozent gehen sogar noch weiter und sagen, dass die Plattform einen wichtigen Beitrag zur Aufdeckung von Skandalen und Machenschaften leistet. Für 67,5 Prozent fördert Wikileaks die Informationsfreiheit. Unterstützenswert hält Wikileaks jeder Zweite (48,2 Prozent), wobei sich dreimal so viele Männer wie Frauen theoretisch vorstellen könnten, Wikileaks finanziell unter die Arme zu greifen (Männer: 22,3 Prozent; Frauen: 7,6 Prozent).

Auf der anderen Seite stuft einer von vier Österreichern Wikileaks als bedenklich ein (23,8 Prozent). Rund 20 Prozent bringen Wikileaks mit Illegalität in Verbindung. Nicht einmal jeder zehnte Umfrage-Teilnehmer aus dem Marketagent.com Online Access Panel spricht sich allerdings strikt für eine Sperrung der Plattform aus.

ASSANGE POPULÄRER ALS JOBS UND ZUCKERBERG Der Gründer der Enthüllungsplattform, Julian Assange, ist hierzulande mittlerweile populärer als Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (gestützte Bekanntheit: 55,8 Prozent), Apple-Chef Steve Jobs (36,9 Prozent) oder Microsoft-CEO Steve Ballmer (12,1 Prozent). Rund 60 Prozent der Befragten (58,8 Prozent) zwischen 14 und 65 Jahren ist der Australier namentlich oder vom Aussehen her bekannt. Jeder Vierte (23,5 Prozent) kann ungestützt den Namen des 39-Jährigen mit den weißen Haaren nennen. Lediglich Bill Gates kann Assange in Punkto Bekanntheit in die Tasche stecken. Für neun von zehn Befragten aus Österreich ist der Microsoft-Gründer kein Unbekannter (90,7 Prozent). (pi/rnf)

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