Social Impact Studie 2012 Social Impact Studie 2012  - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


02.08.2012 Michaela Holy/pi

Social Impact Studie 2012

Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit brechen immer mehr auf. Das unterstreicht die aktuelle Social Impact Studie 2012 von A1. Der Trend geht zu „bring your own device (BYOD)“.

© A1/Hinterramskogler

Fast jeder zweite berufstätige Österreicher, der sowohl zu Hause als auch in der Firma Computer nutzt, hat demnach die Möglichkeit seine privaten Geräte auch im Berufsleben einzusetzen, jedes fünfte Unternehmen in Österreich unterstützt dies aktiv. Mit Erfolg: Der Einsatz mobiler Geräte sowohl beruflich als auch privat steigert die Lebensqualität, was rund die Hälfte aller Befragten bestätigt. 10 Prozent finden, dass ihnen das mobile Leben mehr Freizeit verschafft.

„Der heute im Privaten gelebte mobile Lifestyle schwappt in die Arbeitswelt über. Das eigene Smartphone oder der Tablet PC wird zur Kommunikationszentrale. Die Grenzen zwischen privater und beruflicher Nutzung verschwimmen. Anwender wollen mit ein und demselben Gerät kommunizieren sowie berufliche wie private Termine und Daten verwalten. In Österreich liegen wir mit der Nutzung privater IT-Geräte am Arbeitsplatz im internationalen Vergleich vorne“, so Hannes Ametsreiter, Generaldirektor A1 und Telekom Austria Group, zur aktuellen Studie, die bereits zum dreizehnten Mal in Zusammenarbeit mit GfK Austria durchgeführt wurde. Er ergänzt: „Vor allem für die junge Generation der Mitarbeiter ist die IT-Ausstattung wichtig. Unternehmen müssen sich mit diesen Erwartungen auseinandersetzen.” Ein weiterer Treiber des BYOD-Trends: 54 Prozent der Berufstätigen, die zu Hause und in der Firma Computer nutzen, gaben an, dass sie daheim die modernere IT-Ausstattung haben.

Der Trend zum Smartphone hält indes unvermindert an. Waren es im Jahre 2010 noch 32 Prozent, die mit den mobilen Alleskönnern von unterwegs kommunizierten, besitzt in diesem Jahr bereits jeder Zweite eines. Android ist dabei das meistverbreitetste mobile Betriebssystem: 46 Prozent surfen und chatten über das offene, mobile Betriebssystem; fast eine Verdopplung des Vergleichswertes der Studie im Vorjahr. Am intensivsten nutzen mit 85 Prozent junge Männer bis 29 Jahre ihre Smartphones.
 
Internet, E-Mail, Navigation und Apps steigen in der Beliebtheit unter den österreichischen Smartphone-Usern weiter. Im Vergleich zu 2010 haben sich diese mobilen Services und deren Nutzung durchgehend verdoppelt. Cloud-Dienste sind bei 55  Prozent der Befragten bekannt, 13 Prozent nutzen solche bereits regelmäßig. „Die Verwendung mobiler Anwendungen, die klassischerweise dem Smartphone zugeschrieben werden, steigen signifikant. Eine Veränderung im Nutzungsverhalten zeichnet sich insbesondere im privaten Bereich ab: Spezialisierte Dienste für den Datentransfer (z.B. Dropbox) werden von Nutzern von Cloud-Diensten schon häufiger genutzt als der klassische E-Mail-Web-Access und läuten das Ende der Ära der Mega-Attachments ein“, beschreibt Angelika Kofler von GfK Austria.

Unvermindert beliebt sind SMS: 90 Prozent der Befragten nutzen den Kurznachrichten-dienst, dabei setzen sie pro Woche durchschnittlich 18 SMS ab. Der Trend zu mobilen Chat- und Nachrichtendiensten ist dennoch spürbar. So gaben diejenigen, die WhatsApp Messenger & Co. nutzen, an, weniger SMS zu verschicken als bisher.
 
Wie die Studie ebenfalls bestätigt, bleiben sowohl die Anzahl der Telefonate als auch die Stunden, in denen das Handy ausgeschalten ist, relativ stabil. So telefonieren Herr und Frau Österreicher pro Wochentag durchschnittlich zehn Mal bzw. schalten drei Stunden das Handy ab (2011: elf Mal, drei Stunden). Das Handy ist dabei ständiger Begleiter. Rund Dreiviertel der Befragten tragen es immer bei sich. Neben dem persönlichen Gespräch (70 Prozent) ist das Handy nach wie vor der wichtigste Kommunikationskanal (72 Prozent). Immer erreichbar zu sein, das wollen aber nicht alle: So empfinden 52 Prozent der Befragten ständige Erreichbarkeit als lästig (2011: 46 Prozent), 57 Prozent nehmen teilweise das Handy bewusst nicht mit (2011: 53 Prozent).

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