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iOS 6 verwendet zweifelhaftes Kartenmaterial

Für die Navigation in iOS 6 verwendet Apple die Karten von «TomTom und anderen». Nun sind erste gravierende Fehler aufgetaucht.

© aap

iOS 6 ist da und die Google-Maps sind weg. Stattdessen liefert Apple eine eigene Kartenlösung mit 3D-Gebäuden, «Turn-by-Turn»-Navigation und Informationen zu Geschäften in der Nähe. Allerdings lohnt sich eine gesunde Portion Misstrauen, wenn man seinen fahrbaren Untersatz nicht im See versenken will. Es brauchte nur wenige Stichproben, um auf die ersten Ungereimtheiten zu stossen. Das kleine Örtchen Steinach liegt zum Beispiel am Bodensee. Laut der neuen Karten-App liegt es jedoch im Bodensee. Entweder steht es um das Klima schlimmer als gedacht, oder es handelt sich um einen Fehler. Auf jeden Fall benötigt man eine gehörige Portion Mut, um sich nach Steinach lotsen zu lassen.

Woher kommt also das Datenmaterial? Wenn man innerhalb der App «Karten» auf das Eselsohr in der rechten unteren Ecke tippt, erscheinen die Copyright-Hinweise, die in erster Linie TomTom als Lieferanten für das Kartenmaterial aufführen. Das klingt gut; allein, uns fehlt der Glaube. Denn diese Karten sind teilweise so veraltet, dass sie nicht von TomTom stammen können.

Auch die Umbenennung einer der Redaktion gut bekannten Straße vor einigen Jahren ist nicht integriert. Diese Änderung ging an der neuen Karten-App scheinbar spurlos vorbei. Das erstaunt umso mehr, weil die offizielle TomTom-App die richtige Adresse kennt und einem direkt vor die Haustüre navigiert. (Ja, Google Maps hätte die richtige Stelle ebenfalls gefunden – auf den Meter genau.) Die Karten-App von iOS 6 lässt den Reisenden jedoch mitten auf der Strasse stehen, etwa 50 Meter vom Ziel entfernt.

Apples eigene Karten-App steht ganz am Anfang. Es besteht kein Zweifel, dass sie in den nächsten Monaten reifen und durch neue Funktionen verbessert wird. Zum jetzigen Zeitpunkt verdient sie jedoch kein Vertrauen. Wer heute nach einer soliden Lösung sucht, sollte sich stattdessen eine richtige Navigations-App zulegen und dafür ein wenig Geld ausgeben.

* Klaus Zellweger ist Redakteur des PC-Tipp.

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