Tablet-Publishing: Papier bleibt, aber Anteil wird geringer Tablet-Publishing: Papier bleibt, aber Anteil wird geringer - Computerwelt

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23.11.2012 Rudolf Felser

Tablet-Publishing: Papier bleibt, aber Anteil wird geringer

Die noch junge Gerätekategorie der Tablets ist nicht mehr wegzudenken und hat die Verlagsbranche gehörig durcheinandergewirbelt. Dennoch bleibt uns das Papier noch eine Weile erhalten, ist Peter Ungvari, Geschäftsführer des auf Medienworkflows, Digital Asset Management und Tablet Publishing spezialisierten Unternehmens Zweipunktnull, im Gespräch mit Computerwelt.at überzeugt. Es gehe heute um das unterschiedliche Medienkonsumverhalten über den Tag gerechnet.

Die Bedeutung der Tablets für das Medienkonsumverhalten wird steigen.

Die Bedeutung der Tablets für das Medienkonsumverhalten wird steigen.

© Zweipunktnull

Drei Prozent der Österreicher wollen sich in den kommenden zwölf Monaten einen Tablet-PC kaufen (siehe auch "Österreicher lieben Tablets"). Inhalte können damit auch bequem auf dem Sofa liegend, unterwegs in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Kaffeehaus konsumiert werden. Zwar sind wir noch weit davon entfernt, dass Magazine und Tageszeitungen sich vom altehrwürdigen Papier gänzlich lossagen - dennoch zeichnet sich eine Verschiebung ab. "À la longue gesehen wird der Papieranteil geringer werden. Kurzfristig gesehen ist Tablet Publishing ein zusätzliches Business. Es geht um das unterschiedliche Medienkonsumverhalten über den Tag gerechnet. Ein Teil davon läuft über das Tablet", analysiert Peter Ungvari, Geschäftsführer des auf Medienworkflows, Digital Asset Management und Tablet Publishing spezialisierten Unternehmens Zweipunktnull, im Gespräch mit der COMPUTERWELT. Zweipunktnull berät Unternehmen bei der Publikation von digitalen Inhalten und hier speziell bei der Herausforderung, verschiedene Kommunikationskanäle – Print, Web, mobile Endgeräte oder Apps – aus einem zentralen Redaktionssystem heraus zu bedienen. Das Unternehmen setzt dafür auf die Workflow-Software Woodwing Enterprise 8, die mit der Adobe-Distributionsplattform verbunden ist.

NEUES KONSUMVERHALTEN
Die jüngere Generation wächst mit den neuen Möglichkeiten auf und geht ganz natürlich mit ihnen um. Ungvari gibt ein persönliches Beispiel: "Bei uns zu Hause liegen natürlich auch Tageszeitungen und Bücher. Aber wenn ich mir das Medienkonsumverhalten meiner Kinder anschaue sehe ich, dass sie keine Zeitung in die Hand nehmen. Das Tablet wurde sofort genutzt – etwa um in der Küche Waffelrezepte zu suchen. Unsere Generation würde sich das Rezept ausdrucken und mitnehmen. Meine Tochter hätte nie gefragt, wo das Rezeptbuch ist." Er selbst ist in seinem Medienkonsumverhalten etwas "klassischer": "Wenn das Wetter schlecht ist lade ich mir meine Zeitungen auf das Tablet. Bei schönem Wetter gehe ich auch gerne zum Zeitungsständer."

Nicht nur in den Küchen und Wohnzimmern, auch im großen Maßstab erwartet Ungvari Veränderungen: "Es gibt da draußen noch viele Menschen, die auf ihren ersten PC warten. Aber das wird kein klassischer PC sein, sondern ein Tablet." In Unternehmen wird es seiner Meinung nach ebenfalls zu Verschiebungen kommen. "Bei den nächsten Investitionszyklen hinsichtlich der Ausstattung von Außendienstmitarbeitern wird viel in Richtung Tablets gehen. Früher oder später wird es auch im Bereich Schulbücher dazu kommen." In Ländern, die bis jetzt keine PCs in Schulklassen haben, könnte es sein, dass den Schülern eher Tablets zur Verfügung gestellt werden, denkt der Experte.

Um Unternehmen und Verlage auf diesem Weg in die Zukunft der Medien zu unterstützen, hat Zweipunktnull an seinem Wiener Firmenstandort in Kooperation mit der Wiener Wirtschaftsagentur eine "Tablet Lounge" eingerichtet. Hier können Apps vor der Einreichung auf verschiedenen Hardwareplattformen und mit unterschiedlichen Betriebssystemversionen getestet werden. "In der Tablet Lounge können unsere Kunden genau überprüfen, wie ihre App zukünftig auf den unterschiedlichen Versionen von iOS oder Android-Tablets aussieht und wo es noch Optimierungspotenzial gibt. Das schafft die Sicherheit, mit einem perfekten Produkt auf den Markt gehen zu können", erläutert der Zweipunktnull-Geschäftsführer. (rnf)

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