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Soziale Vernetzung pusht Innovations-Ökosysteme

Der intelligente und vernetzte Einsatz von Crowd-Technologien soll ein neues Ökosystem für mehr Innovation mit weniger Risiko ermöglichen.

Technologien und die zunehmende Vernetzung ermöglichen, gemeinsam kreativ zu sein, Ideen auszutauschen und Wissen zu verknüpfen.

Technologien und die zunehmende Vernetzung ermöglichen, gemeinsam kreativ zu sein, Ideen auszutauschen und Wissen zu verknüpfen.

© apa

Neue Technologien und die zunehmende Vernetzung ermöglichen, gemeinsam kreativ zu sein, Ideen auszutauschen und Wissen zu verknüpfen. In diesem Ökosystem entstehen für Startups und Unternehmen, die sich überlegen müssen, wie sich Innovationen heutzutage entwickeln und umsetzen lassen, gänzlich neue Chancen, erklärten Experten bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community in Wien.

Ein Beispiel dafür ist das Crowdfunding. Nach der "Weisheit der Massen" kommt das Geld der Massen ins Spiel - als alternative Finanzierungsquelle für Innovationen. Investoren liefern kleine Beträge für große Ideen und wirken über soziale Medien an deren Verbreitung mit, so Reinhard Willfort vom Innovation Service Network. Der intelligente und vernetzte Einsatz von Crowd-Technologien ermögliche damit ein neues Ökosystem für mehr Innovation mit weniger Risiko.

 

   "Bis 200.000 Euro an Kapital aufzutreiben ist noch machbar. Aber bei einer Million Euro wird es bei der bestehenden Risikoaversion schon relativ aufwendig", sieht auch Hannes Werthner von der Technischen Universität (TU) Wien im Crowdfunding eine "veritable Möglichkeit zur Finanzierung". Immer wichtiger werde eine durch die neuen Technologien ermöglichte Vernetzung.

 

   Unis werden zum "Knoten im Innovationssystem"

 

   Auch die Universitäten hätten diese Entwicklung etwas verschlafen, zeigte sich Werthner selbstkritisch. Jetzt würden aber alle Anstrengungen unternommen, um ein "Knoten im Innovationssystem"

zu werden. Wichtig sei außerdem die Ausrichtung auf eine Plattformstrategie, bei der andere mitmachen können. "Das hat sich durchgesetzt. Allerdings herrscht in Europa eine Produktstrategie vor. Hier ist ein Umdenken notwendig", so Werthner.

 

   "Es mangelt in Österreich nicht an Innovationen. Man hat aber den Eindruck, dass, wer erfolgreich sein will, das Land verlassen muss", sagte Klement Cabana vom WirtschaftsBlatt. In Berlin, London und Co.

sei eine entsprechende Kultur geschaffen worden. Auch der "Krieg um Talente" spiele eine immer größere Rolle. Im Bereich Augmented Reality - also der Anreicherung der wahrgenommenen Realität mit digitalen Informationen - sei Österreich eigentlich führend, "die Erfolge werden aber woanders eingefahren". Im Bildungssystem, bei Technologieverbünden und der KMU-Förderung müssten zügig Änderungen eingeleitet werden.

 

   Lücke zwischen Gründung und Markteintritt schließen

 

   Größere Probleme bei der Verwirklichung von Innovationen sah auch Christian Kittl von der Forschungs- und Entwicklungseinrichtung Evolaris. "Bei Patenten ist Europa gut unterwegs, die Umsetzung am Markt lässt aber zu wünschen übrig. Zwischen den ersten Gründungsphasen, in denen es noch Förderungen gibt, und dem Schritt auf den Markt klafft eine Lücke. Die müssen wir schließen", so Kittl. In den kommenden Jahren würden durch die Kombination von zahllosen kleineren Entwicklungen in den Bereichen Sensorik, Robotik und genetischer Biologie jedenfalls sehr spannende Innovationen entstehen.

 

   Durch die hohen Gehälter in der heimischen IT-Branche seien aber auch die Entwicklungskosten massiv gestiegen, ergänzte Oliver Krizek vom Softwarespezialisten Navax. Viele Betriebe hätten Österreich aus diesen Gründen - Kapitalmangel, hohe Personalkosten und geringe Marktgröße - bereits verlassen. Im Software-Bereich seien heimische Unternehmen sehr innovativ. "Es gibt eine engagierte und kreative Startup-Szene. Leider entstehen daraus bisher kaum IT-Unternehmen von internationaler Bedeutung", so Krizek.

 

   Befragt nach Innovationen aus der IKT-Branche, die kurz- bis mittelfristig unser Leben verändern, nannten die Experten am häufigsten Augmented Reality, Near Field Communication und das "Internet der Dinge" - also vor allem kontextorientierte Anwendungen, sowie die Analyse von Netzwerken und großen Datenmengen.

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