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18.02.2013 Wolfgang Franz/pi

Abschied vom Bargeld?

Eine Studie von TNS Infratest durchleuchtet neue Payment-Bedürfnisse von Händlern und Konsumenten.

40 Prozent der befragten Konsumenten steht digitalen Payment-Diensten aufgeschlossen gegenüber.

40 Prozent der befragten Konsumenten steht digitalen Payment-Diensten aufgeschlossen gegenüber.

© Archiv

Jeder kennt das lästige Warten in der Supermarktschlange, wenn der Vordermann umständlich in seinem Portemonnaie nach den passenden Münzen kramt, oder die Panik, wenn der Fahrkartenautomat zum x-ten Mal den Geldschein wieder ausspuckt, während der Schaffner bereits die Pfeife im Mund hat. In Zeiten von mobilem Internet und Smartphones sind Händler und Konsumenten bereit für einfachere Lösungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von TNS Infratest unter rund 2000 Verbrauchern und 619 Händlern. So stehen beispielsweise 40 Prozent der befragten Konsumenten digitalen Payment-Diensten aufgeschlossen gegenüber, vorausgesetzt sie sind sicher und einfach zu bedienen. Eine Antwort auf diesen Bedarf bereitet das Unternehmen Yapital derzeit in Form einer neuen, bargeldlosen Cross-Channel-Lösung vor.

Zwar bezahlen die Verbraucher nach wie vor am häufigsten mit Bargeld oder EC-Karte, doch gewinnen auch neue, digitale Verfahren an Akzeptanz. Dieser allgemeine Trend geht aus der Studie „TNS mPayment Sonar“ hervor, die TNS Infratest gemeinsam mit Yapital durchgeführt hat. Zu den neuen Bezahlmitteln gehören neben Kreditkarten- oder reinen Online-Bezahldiensten vor allem auch so genannte Cross-Channel-Lösungen. Diese ermöglichen es dem Konsumenten, auf allen Kanälen einzukaufen und zu bezahlen – ob im Geschäft, beim Online-Checkout oder die Rechnung zu Hause.

Der Schwerpunkt der Studie liegt auf den Bedürfnissen der Konsumenten und Händler: Händler erwarten danach innovative Bezahlverfahren, die eine Zahlungsgarantie, schnellen und kompetenten Kundenservice sowie Schutz vor Betrug bieten. Unter den Verbrauchern geht bereits mehr als ein Viertel davon aus, dass mobiles Bezahlen schon in zwei Jahren für sie persönlich relevant sein wird. Dafür wünschen sie sich ein modernes, schnelles und sicheres Bezahlmittel, das einfach zu verwenden ist und ihnen alle ihre Finanzinformationen an einem Ort zur Verfügung stellt. Auch Bonussysteme und „smarte“ Funktionen wie Erinnerungen, Ortsinformationen oder Preisvergleiche sind willkommen.   

Der Zeitpunkt für den Aufbruch in eine neue Ära des Bezahlens scheint günstig wie nie. Laut der TNS-Studie halten heute bereits 21 Prozent der Konsumenten mobile Bezahlverfahren für wichtig oder sogar sehr wichtig. Und fast die Hälfte der Händler sieht in den kommenden fünf Jahren Potenzial in den neuen Technologien. Im Zuge der starken Verbreitung des Smartphones könnten sich laut der TNS-Studie insbesondere App-basierte Verfahren durchsetzen. Sogenannte „Digital Wallet“-Ansätze (eine Art virtuelle Geldbörse) haben dabei gute Aussichten auf Erfolg. Eine Rolle spielt dabei auch, welche Übertragungsverfahren genutzt werden. Hier sind QR-Codes laut Studie über 80 Prozent aller Konsumenten ein Begriff und werden bereits intensiv genutzt.

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