EU verschärft Ton im Telekom-Streit mit China EU verschärft Ton im Telekom-Streit mit China - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


16.05.2013 Rudolf Felser/apa

EU verschärft Ton im Telekom-Streit mit China

Die EU-Kommission droht nun auch den chinesischen Telekommunikationsausrüstern mit Anti-Dumping-Ermittlungen.

EU-Kommission droht chinesischen Telekommunikationsausrüstern mit Anti-Dumping-Ermittlungen.

EU-Kommission droht chinesischen Telekommunikationsausrüstern mit Anti-Dumping-Ermittlungen.

© Public Domain

Die Brüsseler Behörde habe sich grundsätzlich zu der Aufnahme von Untersuchungen wegen des Verdachts illegaler Beihilfe bereiterklärt, teilte Handelskommissar Karel De Gucht am Mittwoch mit. Damit bestätigte er Informationen der Nachrichtenagentur Reuters aus EU-Kreisen.

Zunächst soll aber angestrebt werden, in Verhandlungen eine einvernehmliche Lösung mit China zu finden. Die EU beziffert das jährliche Volumen der Importe chinesischer Telekommunikationsausrüster auf rund eine Milliarde Euro.

Huawei erklärte am Abend, man bedauere den Schritt, insbesondere weil die Kommission in diesem Fall selbst die Initiative ergriffen habe statt auf Beschwerden von europäischen Unternehmen zu reagieren. Sie habe zudem nicht auf das Angebot von Huawei reagiert, Gespräche über das Thema zu führen. Die Vorwürfe seien gegenstandslos.

Mit der Schützenhilfe für die europäischen Netzwerkbauer Ericsson, Nokia Siemens Networks und Alcatel gegen die Billigangebote der chinesischen Rivalen Huawei und ZTE eröffnet die EU im Handelsstreit mit der Volksrepublik eine neue Front. Sie streitet mit ihrem zweitgrößten Handelspartner bereits in 18 Fällen, darunter auch wegen Billigimporten von Solarfirmen. Hier sollen ab Juni Strafzölle eingeführt werden.

Anders als im Fall der Solarbranche ist die EU-Kommission diesmal aber aus eigenem Antrieb und nicht auf Forderung der Unternehmen eingeschritten. Damit will sie die Firmen vor Repressalien schützen. Trotz seines Gesprächsangebots drängte De Gucht zur Eile. "Die Uhr tickt. Wir halten die Tür für Verhandlungen seit rund einem Jahr offen und hoffen, dass unsere chinesischen Partner sich nun bewegen und sich ernsthaft mit uns befassen", sagte sein Sprecher. (apa)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema


Hosted by:    Security Monitoring by: