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01.04.2014 Rudolf Felser/pi

IKT bleibt Österreichs Wachstumsmotor

Das Jahr 2013 endete für Wirtschaftsforscher, aber auch für viele Unternehmen mit enttäuschenden Zahlen. Kaum Wirtschaftswachstum, hohe Arbeitslosigkeit, gleichzeitig Mangel an hochqualifizierten Arbeitskräften. 2014 ist ein wenig Besserung in Sicht, im IKT-Markt Österreich stehen die Zeichen auf Cloud und Big Data.

Im IKT-Markt Österreich stehen die Zeichen auf Cloud und Big Data.

Im IKT-Markt Österreich stehen die Zeichen auf Cloud und Big Data.

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Der Ausblick von WIFO-Forscher Marcus Scheiblecker beim Management Forum des Future Network gemeinsam mit CON.ECT Eventmanagement am 27.3. zur Entwicklung der globalen und heimischen Wirtschaft fiel dennoch verhalten positiv aus. Nach mageren 0,4 Prozent BIP-Wachstum 2013 erwartet das WIFO für die kommenden beiden Jahre zumindest 1,7 Prozent Wachstum. Auch die Investitionen sollen anziehen. Angespannt bleibt hingegen die Arbeitsmarktsituation, die 2014 erstmals seit Jahrzehnten die 8-Prozent-Marke übersteigen soll.

"Die Konjunktur gewinnt nur langsam an Fahrt. Zwar sieht die Situation sowohl global, aber auch in Österreich um einiges besser aus als im Vorjahr. Von einem tollen Wachstum kann man aber leider immer noch nicht sprechen", fasst Scheiblecker die jüngsten WIFO-Prognosedaten zusammen. Die Konjunkturbelebung werde sich aber in allen Wirtschaftsbereichen bemerkbar machen. Vor allem die Sachgüterproduktion und die wirtschaftsnahen Dienstleistungen sollen von der Erholung profitieren.

Dank der verstärkten Konsumaktivität, die im Vorjahr gar ein Minus zu verzeichnen hatte, wird Scheiblecker zufolge auch der Handel seine reale Wertschöpfung steigern. Die Unternehmen können in der Folge die Investitionstätigkeit ausweiten, die Bruttoanlageinvestitionen werden - auch unterstützt durch den Nachholbedarf aus den Jahren 2012 und 2013 - real um drei Prozent wachsen, zeigt sich der WIFO-Experte überzeugt.

ÖSTERREICH HARDWARE-LASTIG

Der Umstand, dass der IKT-Markt in Österreich in den vergangenen Jahren praktisch immer zu den Wachstumsmotoren der heimischen Wirtschaft zählte, wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Laut Philipp Schalla (Pierre Audoin Consultants - PAC), der den IKT-Markt Österreich unter die Lupe nahm, weist Österreich mit 30,5 Prozent der Gesamt-IT-Ausgaben für Hardware im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz immer noch einen signifikant höheren Anteil in diesem Segment auf. Für 2014 und die kommenden Jahre erwartet Schalla folglich höhere Investitionen in Software und Services.

Als Treiber international, aber auch in Österreich bis 2017 sieht Schalla vor allem Big Data, Cloud und Enterprise Mobility, wobei Cloud-verwandte Projektgeschäfte mit einer jährlichen Wachstumsrate von 49 Prozent vor Big Data/Analytics (44 Prozent) in Österreich den Ton angeben werden. Diese enormen Wachstumspotenziale sind laut dem IKT-Experten aber in erster Linie auch dem Umstand geschuldet, dass der bestehende Markt in diesen Bereichen derzeit nur einen jeweils einstelligen Marktanteil besitzt, der im Falle der Cloud aber in den kommenden drei Jahren auf 17 Prozent anwachsen wird.

FOKUSTHEMEN
Als Fokusthemen, die es von der Industrie bzw. der ganzen IKT-Branche im Jahr 2014 zu beobachten gilt, hat PAC fünf ausgemacht. Neben der Cloud und Analytics (Business Intelligence, Big Data) werden dies die Digital Transformation (Enterprise Mobility, Collaboration, Unified Communication) sowie das Internet der Dinge (Industrie 4.0, Wearables) sein. Als weiteres Thema, das mittlerweile aber nicht mehr separat, sondern immer mitberücksichtigt werden muss, spielen sicherheitstechnische Maßnahmen auch 2014 eine große Rolle.

Mit einem Fragezeichen versah Schalla vor allem das Thema "Internet der Dinge". "Hier tun wir uns als Marktanalysten noch schwer, welchen Einfluss das Segment auf die Branche haben wird. Viele Industrieunternehmen und Verbände arbeiten bereits an kompletten Portfolios, andere versuchen derzeit gerade, das Thema für sich genau zu definieren", sagte Schalla bei der Future-Network-Veranstaltung. Bis ganz konkrete Märkte sichtbar werden, werde es noch drei bis fünf Jahre dauern, ist Schalla überzeugt.

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