Adapt or Die! Die dritte Stufe der industriellen Revolution Adapt or Die! Die dritte Stufe der industriellen Revolution - Computerwelt

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29.04.2014 pi

Adapt or Die! Die dritte Stufe der industriellen Revolution

Karl-Heinz Land, selbsternannter Digital Darwinist & Evangelist, sprach bei einem Business Breakfast über die digitale Revolution und den einhergehenden Darwinismus.

Michael Hubrich (Director Sales DACH - hybris GmbH), Mag. Axel Zuschmann (Geschäftsführender Gesellschafter Ecker & Partner), Karl-Heinz Land (Buchautor und Geschäftsführer neuland GmbH & Co. KG).

Michael Hubrich (Director Sales DACH - hybris GmbH), Mag. Axel Zuschmann (Geschäftsführender Gesellschafter Ecker & Partner), Karl-Heinz Land (Buchautor und Geschäftsführer neuland GmbH & Co. KG).

© EuP/Michalski

Die Zukunft des Handels findet bereits lange statt. Kunden bedienen sich zusehend mehrerer Vertriebskanäle, auf allen Endgeräten muss "einfaches Kaufen" immer und überall möglich sein. Wer mit dieser Entwicklung nicht schritthält, wird Opfer des digitalen Darwinismus und, ganz im Sinne des Namensgebers, von der Evolution ersetzt. Im Rahmen eines Business Breakfast bei Ecker & Partner in Kooperation mit hybris software präsentierte Karl-Heinz Land, deutscher Technologie-Pionier und digitaler Visionär, seine Thesen.
 
Nach Begrüßung der zahlreichen Gäste durch Axel Zuschmann, Geschäftsführer von Ecker & Partner, übernahm Michael Hubrich, Sales Director der DACH-Region von Commerce-Plattform-Anbieter hybris, das Wort: "Die faktische Verlängerung unserer Hand, das Smartphone, ist die Zukunft des Handels. Einkaufen muss immer und überall möglich sein - Einfachheit ist dabei Trumpf!"
 
Darauf folgend eröffnete Karl-Heinz Land seinen Vortrag: "Wenn Technologie und Gesellschaft sich schneller verändern als die Fähigkeit von Unternehmen, auf Veränderungen zu reagieren, dann sprechen wir vom digitalen Darwinismus", so die Definition. Dabei seien nicht die vorschreitenden Technologien selbst das große Problem, sondern die kurze Zeit, in der die digitale Evolution stattfindet. Nach der ersten industriellen Revolution durch die Erfindung der Dampfmaschine sowie der Einführung des elektrischen Lichts sehen sich Unternehmen nun mit der dritten Stufe der industriellen Revolution konfrontiert. Ohne ein Reagieren auf die so genannte Network Society, also auf soziale, politische, ökonomische und kulturelle Veränderungen bedingt durch netzwerkbasierende Information und neue Kommunikationstechnologien, ist ein erfolgreiches Unternehmen nicht denkbar. "Digitale Fitness ist das Stichwort, wenn es heute um erfolgsversprechende Geschäftsmodelle geht", führt Land aus.
 
Die immer größer werdende Informationsflut, welche Kunden heute gleichsam wie eine mächtige Welle überschwemmt, erfordert von Unternehmensseite Vorsortierung und Empfehlung von Information. "Das Kundenverhalten hat sich radikal verändert. Das Ich-alles-sofort-überall-Prinzip beherrscht den Markt und der Endverbraucher stellt Anspruch auf den Königsthron", so Land zum heutigen Kundenverhalten. Um diesem Verlangen nachzukommen, muss auf die jeweilige Zielgruppe bestmöglich eingegangen werden. Maßgeschneidertes, persönliches Service, basierend auf umfassenden Kundendaten, ist der Schlüssel für eine positive Bilanz. "Heute brauchen wir customer trust points - Vertrauen von Konsumentenseite ist die Grundvoraussetzung, um Verbraucherinformationen überhaupt zu erhalten", stellt Land fest.
 
Schlussendlich ergeben sich aus der vorherrschenden Entwicklung drei große Fragen für ein Unternehmen: Wie können diese neue Opportunitäten bestmöglich genutzt werden? Wie bleibt meine eigenes Unternehmen relevant? Und was muss getan werden, damit mich Kunden immer und überall auf sämtlichen Kanälen sofort finden? "Es braucht nicht weniger als eine digitale Vision", meint Land abschließend. "Im Kontext von rasant voranschreitender Informationstechnologie und neuem, oftmals auf Feedback von anderen Kunden basierendem Kaufverhalten ist eine entsprechende Unternehmensstrategie schon lange nicht mehr Kür, sonder absolute Pflicht!"
 
Die abschließende Diskussionsrunde am Ende der Veranstaltung wurde maßgeblich von einer Thematik bestimmt: der einhergehenden, gesellschaftpolitischen Veränderung. Dass ein Schlüsselmacher in Zeiten von Smartphones und Zugangscodes noch lange seinem Beruf nachgehen kann, wurde bezweifelt. Das diese Genese jedoch nicht nur auf den Schlüsselmacher selbst, sondern ebenso für den Maschinenbauer, der die Geräte des Handwerkers fertigt, Einfluss hat, wurde schnell deutlich. Nachdem sich diese Kette noch lange fortsetzen lässt, muss auf die vorschreitende Digitalisierung von Seiten der Politik schnellstmöglich reagiert werden - der Verlust von Arbeitsplätzen schwebt wie ein Damoklesschwert über der Gesellschaft. Gebraucht werden neue, zukunftsorientierte Bildungskonzepte sowie ein gerechtes Verteilungssystem. (pi)

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