Infineons Zukunftspläne für den Standort Villach Infineons Zukunftspläne für den Standort Villach - Computerwelt

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26.06.2014 Rudolf Felser/pi

Infineons Zukunftspläne für den Standort Villach

Infineon erweitert den Standort Villach. Im Zentrum steht der Ausbau der Kompetenzen für die Produktion der Zukunft sowie Forschung und Entwicklung.

Infineon: Standort Villach wird ausgebaut

Infineon: Standort Villach wird ausgebaut

© Infineon

Mit dem "Pilotraum Industrie 4.0" wird ein neuartiges Konzept der vernetzten und wissensintensiven Produktion umgesetzt und getestet. Außerdem wird die Forschung bei neuen Materialien und Technologien intensiviert. Infineon plant für die Erweiterung Investitionen und Forschungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 290 Mio. Euro und die Schaffung von etwa 200 neuen Arbeitsplätzen vorrangig in F&E in den Jahren 2014 bis 2017.

Peter Schiefer, weltweit verantwortlich für Produktion und Fertigungsstandorte von Infineon, erläutert: "Die Weiterentwicklung Villachs ist Teil unserer konzernweiten Fertigungsstrategie. Am Standort werden wichtige Entwicklungen vorangetrieben und produktionsreife innovative Technologien an andere Standorte von Infineon transferiert. Komplementär umfasst unsere Strategie den Ausbau unserer Volumenfertigung auf 300-Millimeter-Dünnwafern in Dresden und auf 200-Millimeter-Wafern in Kulim in Malaysia."

Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG, sagt: "Mit dem Erweiterungskonzept stärkt Villach seine wichtige Rolle als Innovationsfabrik und Kompetenzzentrum für Leistungselektronik im Konzern. Durch die Kopplung von Innovationsfabrik in Villach mit Volumenfertigung in Dresden am Beispiel der 300-Millimeter-Dünnwafer-Produktion für Leistungshalbleiter tragen wir zum Erfolg des Unternehmens bei." Dadurch entwickeln wir einen einmaligen Fertigungscluster von europäischer Sichtbarkeit in Österreich und Deutschland, so Herlitschka weiter.

Infineon will einen hochmodernen Gebäudeverbund für Forschungs-, Produktions-, und Messtechnikarbeitsplätze errichten. Außerdem werden die Logistik, sonstige Infrastrukturen und die Anlagenparks für die zukünftigen Anforderungen ausgebaut. Dies soll Infineon auch befähigen, die im internationalen Wettbewerb notwendigen Produktivitäts- und Automatisierungsschritte bei gleichzeitiger Erhöhung der Flexibilität zu tätigen.

Industrie 4.0 beschreibt einen Paradigmenwechsel in der Wertschöpfung und bietet der europäischen Industrie große Chancen. Mit diesem Projekt leistet Infineon Austria einen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas. In Villach entsteht der Pilotbetrieb einer Fertigung auf Basis eines cyber-physischen Systems mit modernsten Fertigungssteuerungs- und Automatisierungssystemen unter der Voraussetzung höchster Datensicherheit und -integrität, in dem auch die Interaktion von Mensch und Maschine eine neue Dimension erreichen wird. Darüber hinaus verfolgt Infineon auch das Ziel, die Energieeffizienz in der Produktion weiter zu steigern.

NEUE MATERIALIEN UND TECHNOLOGIEN

Ein breitflächiges Forschungsprogramm mit Innovationen bei Material, Prozessen, Technologie und Systemkompetenz ist die zweite Säule der Erweiterung des Standorts Villach und unterstützt die Entwicklung der nächsten Generation energieeffizienter Produkte. Die Schwerpunkte des Programms liegen hier in der Integration neuartiger Grundmaterialien wie Galliumnitrid oder Siliziumcarbid, in MEMS (Mikroelektromechanischer Systeme) und Sensor-Technologien wie auch in der Weiterentwicklung der 300-Millimeter-Dünnwafer-Technik.

Das langjährige Wachstum der Infineon Technologies Austria AG wird unterstützt durch ein enges Kooperationsnetzwerk zwischen dem Konzern, der Stadt Villach, dem Land Kärnten, der Republik Österreich sowie den europäischen Institutionen. So ist es gelungen, den Süden Österreichs zu einer Hightech-Region zu entwickeln und im Sinn der "Smart Specialization" zur Profilbildung und Wettbewerbsstärkung der Region beizutragen. Mit dem Projekt "Pilotraum Industrie 4.0" geht Infineon den nächsten Entwicklungsschritt und wird dafür noch intensiver mit Forschungspartnern, Universitäten, Fachhochschulen und KMUs im Innovationssystem kooperieren. Peter Kaiser, Landeshauptmann des Bundeslandes Kärnten, sagt: "Kärnten und Infineon passen hervorragend zusammen – durch Innovation, Investition und Internationalität. Dieses Tripple-I ist das Credo Kärntens im internationalen Wettbewerb und steht auch exakt für Infineon als einen der international erfolgreichen Leitbetriebe unseres Landes. Wir werden gemeinsam viele Erfolgskapitel wie den ‚Pilotraum Industrie 4.0‘ schreiben. Solche Investitionen sind ein Beleg für das Vertrauen in die Reformen und Weiterentwicklungspläne für unseren attraktiven, zukunftsorientierten Wirtschaftsstandort Österreich."

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