Technologieminister und Forschungssprecher besuchten Fabrik der Zukunft Technologieminister und Forschungssprecher besuchten Fabrik der Zukunft - Computerwelt

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14.09.2014 Rudolf Felser/pi

Technologieminister und Forschungssprecher besuchten Fabrik der Zukunft

Technologieminister Alois Stöger besuchte am Donnerstag Gemeinsam mit den Forschungssprechern aller Parlamentsparteien die Demonstrationsfabrik für Industrie 4.0 in Chemnitz.

Industrie 4.0 - Die Fabrik als gut geölte IKT-Maschine.

Industrie 4.0 - Die Fabrik als gut geölte IKT-Maschine.

© Oli_ok - Fotolia.com

Gemeinsam mit den ForschungssprecherInnen aller Parlamentsparteien - Ruperta Lichtenecker (Grüne), Philip Kucher (SPÖ), Eva-Maria Himmelbauer (ÖVP), Gerhard Deimek (FPÖ), Rouven Ertlschweiger (TS) und Nikolaus Scherak (NEOS) - sowie Hannes Androsch, dem Vorsitzenden des Rats für Forschung und Technologieentwicklung, und FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner besichtigte Stöger die 1.600 m2 großen Forschungsanlage der deutschen Fraunhofer-Gesellschaft, in der neue Maschinen, Technologien und Verfahren für energie- und ressourcenschonende Produktion entwickelt und getestet werden. "Hier erlebt man, was Industrie 4.0 in der Praxis bedeutet. Deutschland setzt genauso wie Österreich auf Innovation in der Produktion", so Stöger. Sein Ressort will heuer und im kommenden Jahr in Summe 250 Mio. Euro in die Förderung von Produktionstechnologien investieren.

Die Demonstrationsfabrik in Chemnitz liefert auch einen Ausblick auf die nähere Zukunft in der heimischen Technologieförderung. Denn schon im kommenden Jahr soll eine vom bmvit und der TU Wien gemeinsam errichtete Pilotfabrik für Industrie 4.0 ihren Betrieb aufnehmen. Für den Technologieminister sind Produktionstechnologien in der F&E-Förderung "deswegen so wichtig, weil Österreich ein Industrieland ist und wir nur durch ständige Weiterentwicklung, durch neue Technologien und Innovation die Produktion im Land sichern und neue Arbeitsplätze schaffen können". Ihm ginge es beim Thema Industrie 4.0 immer auch um die Fragen, was neue Produktionsprozesse für die konkrete Arbeitswelt und Arbeitsabläufe der Beschäftigten bedeutet.

Der Minister sieht sehr gute Ausgangsbedingungen dafür, dass Österreich bei der sogenannten vierten Industriellen Revolution reüssieren kann. Laut einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens Roland Berger ist Österreich neben Schweden und Deutschland unter den Top-3 der europäischen "Frontrunner", was den Reifegrad für Industrie 4.0 betrifft. Frontrunner zeichnen sich durch eine starke industrielle Basis und moderne, fortschrittliche Wirtschaftsbedingungen sowie Technologien aus.

"Jetzt gilt es über die Zukunft der Produktion und der Arbeitswelt nachzudenken. Ich sehe Industrie 4.0 als große Chance für die österreichischen Unternehmen", betont auch Ruperta Lichtenecker, Vorsitzende des Ausschusses für Forschung, Innovation und Technologie im Parlament. "Dazu müssen Forschung und Innovation sowie interdisziplinäre und länderübergreifende Kooperationen gestärkt werden", so die Abgeordnete.

Für die Errichtung der Pilotfabrik in Wien werden seitens des bmvit zwei Millionen Euro bereitgestellt, die TU-Wien wird einen ebenso hohen Betrag aufbringen. Mit diesen Mitteln werden in den ersten drei Jahren die Anfangsinvestitionen und die Forschungsvorhaben finanziert. Für die Zeit danach soll ein Teil der Kosten von den Unternehmen getragen werden. Nach erfolgreicher Etablierung der ersten Pilotfabrik will das bmvit ab 2016 über Ausschreibungen bis zu fünf weitere gemeinsame Infrastrukturen für Industrie 4.0 einrichten. (pi)

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