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16.09.2014 pi/Rudolf Felser

"I like IT"-Aktionstag: Flashmob für mehr Aufmerksamkeit

Die neuformierte Initiative DigitalCity.Wien, die sich zur Smart-City-Rahmenstrategie der Stadt bekennt, veranstaltete heute unter dem Motto "I like IT" den gleichnamigen Aktionstag am Stephansplatz und im Rathaus. Rund tausend Unterstützer sorgten dabei im kollektiven Dresscode auf Wiens Straßen unübersehbar für Aufmerksamkeit.

I like IT: Rund tausend IT-Aficionados sorgen beim Flashmob am Wiener Stephansplatz im kollektiven Dresscode für Aufmerksamkeit.

I like IT: Rund tausend IT-Aficionados sorgen beim Flashmob am Wiener Stephansplatz im kollektiven Dresscode für Aufmerksamkeit.

© PID - David Bohmann

Jeder zehnte Beschäftigte in Wien arbeitet in der IKT-Branche. In Summe wird von den Wiener IKT-Unternehmen jährlich rund 17 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaftet.  Die IT ist allgegenwärtig – und doch wird sie kaum bewusst wahrgenommen. "Die Wertschöpfung der IT in Wien ist höher als die des Tourismus, das ist aber kaum bekannt: 54.000 IKT-Arbeitsplätze erzielen eine hohe Wirtschaftsleistung und es gibt eine Vielzahl an erfolgreichen Projekten und Innovationen 'made in Wien'. Wir benötigen qualifizierte Fachkräfte für moderne Technologiethemen, HochschulabsolventInnen wandern zu stark ab. Zugleich verlagern sich aufgrund von 'sourcing of cost' viele Arbeitsplätze nach Osteuropa oder Asien. Dabei ist die Qualität der Leistung der DienstnehmerInnen in Wien sehr hoch. Wir sind eine innovative IT-Community, die für Qualität in der Umsetzung steht. Darauf wollen wir mit dieser Initiative aufmerksam machen", so Roman Biller, Geschäftsführer von Unisys.

Die Initiative, von der Biller spricht, heißt DigitalCity.Wien. Entstanden ist sie im Rahmen einer Standortanalyse des Wiener IKT-Marktes, initiiert durch den IT Cluster der Wirtschaftsagentur. Mehr als 20 der wichtigsten IT-Unternehmen Wiens attestierten dort, dass in Relation zu Größe und Bedeutung des Wirtschaftszweiges, dessen Bekanntheitsgrad und öffentliche Wahrnehmung eher gering sind. Um vor allem auch junge Menschen für diese Branche zu begeistern, sollten daher die IKT-Arbeitsplätze in den Fokus gerückt werden. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, eine breite Initiative zu starten.

Im Zuge eines IKT-Vernetzungstreffens, das von der Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger initiiert wurde, griffen Ulrike Huemer, CIO der Stadt Wien und Bereichsdirektor Wolfgang Müller diese Idee auf und bekannten sich zu einem Schulterschluss mit der hiesigen IT-Branche. In diesem Sinne wird die Initiative nun sowohl von der Stadt Wien, als auch von der Wirtschaftsagentur Wien, TINA Vienna, Ikarus, Unisys, Martin Giesswein, Cryptas, R.I.C.S., CSC, SAP und vielen anderen Unternehmen getragen. Mittlerweile wirken mehr als 150 Unternehmen und Organisationen unterschiedlicher Größenordnungen aus Wien überparteilich und ehrenamtlich mit.

AKTIONSTAG UND FLASHMOB

Um die Notwendigkeit und die Bedeutung der IT-Branche, als wichtigen Teil der Smart City Wien, in den Vordergrund zu stellen – sowohl in der breiten Öffentlichkeit, als auch in den Reihen der politischen EntscheidungsträgerInnen – fand heute der "I like IT"-Aktionstag der DigitalCity.Wien-Initiative statt. Unternehmen hatten im Vorfeld die Möglichkeit, für ihre Mitarbeiter "I like IT"-gebrandete T-Shirts zu bestellen, um am 16. September als Branchenkollektiv auf Wiens Straßen aufzutreten.

Bereits am Vormittag sorgten hunderte Unterstützer in neon-gelben T-Shirts für Aufmerksamkeit in der Smart City Wien. Am Nachmittag fand auf dem Wiener Stephansplatz ein Flashmob statt, zu dem im Vorfeld rund tausend Menschen ihre Teilnahme angekündigt hatten. Im Anschluss ging es dann im kollektiven "I like IT"-Walk zum Rathaus. Bürgermeister Michael Häupl empfing dort im Arkadenhof Vertreter der Initiative, um das Mission Statement der IKT-Wirtschaft entgegenzunehmen.

Bürgermeister Häupl lässt durchaus Sympathie für die Anliegen der Initiative erkennen: "In den Städten wird die Zukunft gemacht. Seit jeher sind sie die Orte der großen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Neuerungen. In ihnen lebt die Mehrzahl der Menschen und der Trend in die Städte hält unvermindert an. Hier wird sich entscheiden, ob und wie wir die Frage endlicher Ressourcen lösen können. Wien ist schon seit langem eine Smart City. Das Hochquellwasser oder der soziale Wohnbau seien als Belege genannt. Wien stellt sich den Herausforderungen, versucht sich permanent neu zu erfinden, um Modelle zu erarbeiten, die auch anderen Städten als Vorbild dienen können. Dies lässt sich in einer immer digitaleren Welt nur in enger Kooperation mit der IT-Branche realisieren. Nur so können wir Lösungen für immer mehr Menschen in allen Lebensbereichen schaffen. Ich freue mich daher über den Aktionstag, in dessen Rahmen IKT als Nervensystem einer Smart City sichtbar gemacht wird."

Neben der Awareness-Bildung ist es ein erklärtes Ziel von DigitalCity.Wien, die Ansiedelung weiterer IT-Unternehmen zu fördern, eine Abwanderung von Betrieben zu verhindern und Arbeitsstellen zu erhalten bzw. neue zu schaffen. Außerdem gilt es, unter besonderer Berücksichtigung von Frauen und Mädchen, hochqualifizierte Fachkräfte auszubilden sowie für die Qualifizierung und Requalifizierung der Beschäftigten der Branche zu sorgen. In diesem Sinne spricht sich die Initiative auch für die Etablierung eines "IKT Campus" als gemeinsamen Think-Tank aus, um Innovationen weiter voranzutreiben. Diese Themen sollen künftig Inhalt von Gesprächen der Initiative mit VertreterInnen der Stadt Wien sein. (pi/rnf)

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