Silicon Valley als Sprungbrett in den US-Markt Silicon Valley als Sprungbrett in den US-Markt - Computerwelt

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31.10.2014 :: Printausgabe 22/2014 :: pi/Michaela Holy

Silicon Valley als Sprungbrett in den US-Markt

Der "Go Silicon Valley"-Teilnehmer opvizor steht vor dem Durchstarten in Houston. Ohne die dortige Erfahrung wäre der Einstieg im US-Markt nicht sofort erfolgt, sagt CEO Dennis Zimmer. Auch etablierte Unternehmen profitieren davon.

Das Silicon Valley gilt als Ziel für viele IT-Startups. Die Go-Silicon-Valley-Initiative unterstützt neue und auch etablierte Unternehmen dabei.

Das Silicon Valley gilt als Ziel für viele IT-Startups. Die Go-Silicon-Valley-Initiative unterstützt neue und auch etablierte Unternehmen dabei.

© Patrick Nouhailler - Flickr

"Das Silicon Valley in Kalifornien ist wegen seines perfekten ‚Ecosystems‘ das Mekka für globale Startups. Mit unserer ‚Go Silicon Valley-Technologieinitiative‘, finanziert von der Wirtschaftskammer Österreich und vom Wirtschaftsministerium, ­bieten wir qualifizierten Unternehmen Unterstützung bei der Kontaktan­bahnung mit Venture Capital Firmen und der Vorbereitung beim US-Markteinstieg", berichtet Rudolf Thaler, österreichischer Wirtschaftsdelegierter der Außenwirtschaft Österreich in Los Angeles.

Dennis Zimmer, Gründer und CEO des Wiener Software-Spezialisten opvizor, war einer der Teilnehmer der Initiative des Jahrgangs 2013/14. "Ohne die Erfahrung im Silicon Valley wäre der Markteinstieg im attraktiven US-Markt nicht sofort und mit Vollgas erfolgt. In kurzer Zeit fanden sich zwei Investoren, mit denen in Houston eine Firma gegründet wurde", so CEO Dennis Zimmer. Gleichzeitig erhöhte sich der Beschäftigtenstand in Wien. Für opvizor war der Sprung nach Houston dabei naheliegend, da dies einer der Hotspots für Monitoring Software in den USA ist. Außerdem sind die Gehälter für gut vernetztes Verkaufspersonal dort um bis zu dreimal niedriger als im Valley.

Rudolf Thaler warnt allerdings, dass sich jeder Neuankömmling im Valley im Klaren sein sollte, dass die Karten für ein ausländisches Startup am Anfang schlecht gemischt sind: Ohne Reputation und Funding ist es schwer, qualifiziertes Personal zu finden." Zimmer beispielsweise hat mit Beratern Lehrgeld gezahlt, die viel versprochen und wenig gehalten haben. Jeder Gründer sollte sich im Valley auf das Netzwerken konzentrieren. Zimmer erarbeitete sich in den drei Monaten 250 Kontakte, was permanentes Pitchen und laufende Abendveranstaltungen bedeutete. Für das Entertainment von interessanten Kontakten sollte man eigenes Budget einplanen.

Auch der Weltmarktführer für digitale Kundenberatung, Smart Information Systems GmbH, war Teilnehmer der "Go Silicon Valley"-Technologieinitiative. "Der Aufenthalt im Silicon Valley wandelte das bisherige Gefühl, dass es nichts Vergleichbares auf dem Markt gibt, zur Gewissheit. Mit dem Valley-Aufenthalt konnte die Marktposition in diesem noch relativ jungen Zukunftsmarkt gestärkt und gefestigt werden", erklärt Thaler.

Der virtuelle Verkaufsberater "Smart­assistant" des Unternehmens kommt bereits u.a. bei einem amerikanischen Brillen-, Kamera- und Kinderwagenhändler zum Einsatz. Das Beispiel der Firma Smart Information Systems GmbH unterstreicht dabei, dass "Go Silicon Valley" auch für bereits etablierte Unternehmer eine passende Plattform ist, ihre innovative Geschäftsidee im Riesenmarkt USA einem Härtetest zu unterwerfen. (pi/mi)

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