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01.12.2014 pi

IT- und Beratertag: Innosaurier oder radikaler Innovator?

Mehr als 2.500 Besucher nahmen heuer an den Austrian Consultants‘ Days teil. Abschluss der Veranstaltungsreihe des WKÖ-Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) war der 12. Österreichische IT- und Beratertag.

Innovationsmentor Jens-Uwe Meyer, Wahrnehmungskünstler Sha., Jan Willem Kradolfer (ICMCI), Familienministerin Karmasin, UBIT-Obmann Harl und Walking Chair Designer Fidel Peugeot

Innovationsmentor Jens-Uwe Meyer, Wahrnehmungskünstler Sha., Jan Willem Kradolfer (ICMCI), Familienministerin Karmasin, UBIT-Obmann Harl und Walking Chair Designer Fidel Peugeot

© UBIT-Strasnik

Der Österreichische IT- und Beratertag fand am 27. November traditionsgemäß in der Wiener Hofburg statt. Frei nach dem Motto: "Den Mutigen gehört die Welt" wurde in hochkarätigen Vorträgen und Panels veranschaulicht, welche Zutaten für erfolgreiche Innovationen notwendig sind.

"Fundiertes Fachwissen in einem Spezialgebiet ist das Fundament für jeden Innovator", hob UBIT-Obmann Alfred Harl eine Kernaussage aus den Vorträgen des Tages hervor. "Dazu benötigt es aber auch Mut, Ausdauer und eine Kultur des Scheiterns, wie sie in Österreich leider noch nicht gelebt wird." Innovationsmentor Jens-Uwe-Meyer verwies in seiner Keynote darauf, dass innovative Unternehmen diesen Spirit leben und daher häufig visionäre Ziele setzen würden. Im Kern gehe es darum, so Meyer, neue Bedürfnisse im Markt zu erkennen und durch entsprechende Innovationskultur im Unternehmen gedeihen zu lassen.

Es brauche Unternehmen, die Querdenker fördern und Ideen wachsen lassen und im Gegensatz zu "Innosauriern" nicht nur viel reden, sondern auch viel verändern würden. Wahrnehmungsforscher Sha. forderte daher ein stärkeres Erfahrungslernen, das bereits in der frühen Schulausbildung beginnen müsse. Designer Fidel Peugeot von Walking Chair vervollständigte das Bild des lebenslangen Lernens, indem er sich dafür aussprach, insbesondere ältere Menschen und ihren Erfahrungsschatz in den Kreationsprozess besser einzubeziehen und generationenübergreifend entgegen des aktuellen Zeitgeistes zusammenzuarbeiten.

STANFORD ALS KADERSCHMIEDE
Die Kommerzialisierung von Universitäten ist im Silicon Valley bereits vor langem angekommen. Der Österreicher Friedrich Prinz, der seit über 20 Jahren in Stanford lehrt, gab Einblick in die Stanford Policy, die besagt, dass alle dort vollzogenen Entwicklungen Eigentum der Universität seien und per Lizenz zur kommerziellen Nutzung vergeben werden. Um nur einige Beispiele zu nennen: Hewlett-Packard, Yahoo, Cisco und Google nahmen dort ihren Ursprung.

Was wird Studenten dort also vermittelt? Die Basis für radikal Neues, so Professor Prinz, sei technische Tiefe. Zudem müssen die Studierenden den Mechanismus der Kreativität verstanden haben. Die Produktentwicklung sei interdisziplinär und daher brauche es entsprechende Schnittstellen zwischen den Disziplinen. "Für die Zukunft wird es entscheidend sein, welche Innovationskultur im 21. Jahrhundert gelebt wird und welche Techniken jetzt eine Rolle spielen", so Alfred Harl zum Tenor der Veranstaltung.
 
WHO IS WHO

Am IT- und Beratertag trifft sich das "Who is Who" der heimischen Wirtschaftsszene. In den Diskussionen und Vorträgen haben unter anderem Diversity-Expertin Beatrice Achaleke, Nicola Askapa (Stadtgemeinde Klosterneuburg), Prof. Matias Del Campo (Michigan), Walter Fellner (NÖGKK), KPMG-Vorstand Werner Girth, Christoph Holz (visalyze), Familienministerin Sophie Karmasin, WKO-Aussenwirtschaftsleiter Walter Koren, Gabriele Krafft (BFG), Innovationsmentor und Erfolgsautor Jens-Uwe Mayer, Martin Pansy (Up to Eleven Digital Solutions), Designkünstler Fidel Peugoet, Werberin Gerda Reichl-Schebesta, Rafael Rasinger Amilivia, Antoinette Rhomberg, Werbe-Obfrau Angelika Sery-Froschauer, Wahrnehmungsforscher Sha, Andreas Stadler, Volker Stich vom Forschungsinstitut Aachen,  Christine Weber (Regiomind) und Prof. Friedrich Prinz (Stanford) diverse Innovationsfelder diskutiert. (pi)

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