2015: Internet (vorerst) noch ohne Dinge 2015: Internet (vorerst) noch ohne Dinge - Computerwelt

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15.01.2015 pi/Rudolf Felser

2015: Internet (vorerst) noch ohne Dinge

Laut den Deloitte TMT Predictions 2015 ist das Internet der Dinge zwar der wichtigste Trends des noch jungen Jahres – allerdings im B2B-Markt. Der Konsument ist noch skeptisch.

Deloitte schaut in die Zukunft

Deloitte schaut in die Zukunft

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Die Deloitte TMT Predictions 2015 für den Technologie-, Medien- und Telekommunikationsmarkt sehen das Internet der Dinge als den wichtigsten Trend im B2B-Markt. Konsumenten nehmen die Technologie und damit verbundene Dienste allerdings nur verhalten an und erkennen noch keinen klaren Nutzen. Aber auch andere Trends werden in dem Vorhersagen von Deloitte behandelt.

Internet der Dinge mit Innovationspotenzial
Das "Internet of Things" (IoT) bleibt ein Wachstumsmarkt: Weltweit werden 2015 eine Milliarde vernetzter Geräte verkauft, wobei der Umsatz mit Hardware und Connectivity um zehn Prozent steigt. Die Mehrzahl dieser "Internet of Things"-Hardware wird im B2B-Bereich verwendet. Bislang wenig überzeugende Consumer-Anwendungen verhindern die Entwicklung eines IoT-Massenmarktes. Eine stärkere Berücksichtigung von Kundenwünschen kann die Nachfrage deutlich steigern.

Replacements stützen Smartphonemarkt
Weltweit werden 2015 mehr als eine Milliarde Smartphones als Ersatz für bestehende Geräte gekauft. Die Betonung neuer Gerätefunktionen gewinnt dadurch zunehmend an Bedeutung: Hersteller können durch Features wie Fingerabdrucksensor, NFC sowie verbesserte Kameras und Displays den Austausch bestehender Hardwaregenerationen beschleunigen.

Traditionelle Medien überleben
Mehr als 80 Prozent der weltweiten Buchumsätze werden auch 2015 mit Druckausgaben gemacht. Dagegen entwickeln sich E-Books als komplementäres Angebot, beispielsweise für die Nutzung unterwegs. Die Verbreitung von E-Book-Readern steigt auch hierzulande, die Zuwachsraten verlangsamen sich jedoch. Short-Form-Videos werden das klassische Fernsehen nicht ersetzen und machen 2015 nur drei Prozent des Bewegtbildkonsums aus. Ihre weltweite Nutzung steigt weiter: Die beliebtesten YouTube-Kanäle generieren monatlich zehn Milliarden Views.

Mobile Payment vor dem Durchbruch
Ende 2015 werden weltweit fünf Prozent der NFC-fähigen Smartphones mindestens einmal pro Monat für Bezahltransaktionen verwendet. Neue Angebote wie Apple Pay können die Akzeptanz mobiler Bezahldienste deutlich voranbringen. Auch innovative Fingerprint-Sensoren erhöhen das Vertrauen der Konsumenten in diesem Bereich. Neben einem hohen Sicherheitsniveau ist eine optimale Benutzerfreundlichkeit der wichtigste Erfolgsfaktor für neue Angebote.

Online-Shopping-Boom mit Lieferproblemen
Mehr als die Hälfte der 16- bis 74-jährigen Österreicher shoppen online. An oberster Stelle der Kundenwünsche: eine rasche und unkomplizierte Zustellung. Daher stellen Anbieter und Logistikdienstleister 2015 europaweit eine halbe Million Abholstellen in Geschäften und Postfilialen sowie Schließfächer und Packstationen bereit. Dies bedeutet einen Anstieg von 20 Prozent zum Vorjahr. "Click & Collect" ermöglicht so kürzere Lieferzeiten, flexible Abholoptionen sowie zusätzliche Beratungsmöglichkeit vor Ort.

Digitale Kluft zwischen Stadt und Land
In Bezug auf die Bandbreiten treten Stadt-Land-Unterschiede noch deutlicher hervor: Die schnellsten zehn Prozent der Breitbandhaushalte nutzen 20-mal schnellere Anschlüsse als das Zehntel am unteren Ende der Geschwindigkeitsskala. In Ballungsräumen ermöglichen Technologien wie G.fast und DOCSIS Upgrades bestehender Netzinfrastrukturen. In ländlichen Regionen verhindert die zusätzliche "letzte Meile" deren Einsatz. Hier sind kurzfristig keine Impulse für ein schnelleres Internet zu erwarten.

"Insgesamt sehen wir 2015 eine tendenziell evolutionäre Entwicklung des TMT-Marktes. Durch die gezielte Weiterentwicklung bestehender Angebote können Dienste wie das mobile Bezahlen oder das Internet der Dinge einen Massenmarkt erobern", fasst Andreas Gentner, Deloitte Partner und Leiter TMT EMEA (Europa/Naher Osten/Afrika), zusammen.

Den vollständigen Report können Sie hier als PDF herunterladen. (pi)

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