Neuer Rekord: US-Startups stauben Risikokapital ab Neuer Rekord: US-Startups stauben Risikokapital ab - Computerwelt

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16.01.2015 pte

Neuer Rekord: US-Startups stauben Risikokapital ab

Risikokapitalgeber stecken in den USA so viel Geld in reife Startups wie noch nie. Über 31 Mrd. Dollar haben die Investoren für Unternehmen ausgegeben, die – zieht man die Standards des Jahres 2000 heran – bereits Börsenreife hätten. Im bisherigen Rekordjahr 2000 haben Private-Equity-Firmen und Hedgefonds über 28 Mrd. Dollar für "Late Stage"-Investments ausgegeben.

Startups gehen später an die Börse als früher.

Startups gehen später an die Börse als früher.

© bellyferriter - Fotolia.com

Insgesamt flossen 2014 rund 52,12 Mrd. Dollar an Venture-Kapital in Startups. Zum Vergleich: Das ist nicht ganz so viel wie im Jahr 2000, als auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase insgesamt 94 Mrd. Dollar an Risikokapital in die Kassen der jungen Unternehmen flossen. Der Unterschied des Investorenverhaltens zu heute liegt damit deutlich auf der Hand.

Während Investoren vor 15 Jahren Geld in die ersten und zweiten Finanzierungsrunden eines Unternehmens gesteckt haben und viele Startups mit unausgegorenen Business-Plänen an die Börse strömten, sind es heute vor allem die reifen Unternehmen, die für die meisten Geldgeber eine Rolle spielen - wie zum Beispiel der Taxi-Service Uber.

"In der Vergangenheit wären solche Firmen schon längst an die Börse gegangen", so Sandy Miller von Institutional Venture Partners. Stattdessen blieben die Betriebe privat, um Kapital für weiteres Wachstum zu generieren. "Die Qualität und Größe der Unternehmen von damals und heute ist ein Unterschied wie Tag und Nacht", fügt die Expertin hinzu.

Einem Bericht des "Wall Street Journal" vom Oktober 2014 nach gibt es in den USA zumindest 49 risikokapitalfinanzierte Unternehmen, die einen Wert von mehr als einer Mrd. Dollar aufweisen und noch nicht börsennotiert sind. Dies bedeutet einen neuen Rekordwert. Im Jahr 2000 waren es im Vergleich dazu gerade einmal zehn Unternehmen.

Viele schnell wachsende Firmen haben der Börse den Rücken gekehrt. 105 "Venture backed-IPOs" im Jahr 2014 bedeuten zwar einen neuen Höchststand seit 2000, jedoch waren es vor 15 Jahren noch doppelt so viele. Ein Jahr davor, 1999, waren es sogar 256 IPOs von risikokapitalfinanzierten Start-ups. Uber lag 2014 an der Spitze und konnte bei mehreren Finanzierungsrunden 1,2 Mrd. Dollar einsammeln. (pte)

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