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"Hybride Clouds bilden das Rückgrat innovativer IT-Landschaften"

Ewald Glöckl, Director Austria bei NetApp, im Interview über die komplexen Anforderungen des Datenmanagements in hybriden Cloud-Umgebungen.

NetApp Österreich-Geschäftsführer Ewald Glöckl spricht im Interview über die komplexen Anforderungen des Datenmanagements in hybriden Cloud-Umgebungen.

NetApp Österreich-Geschäftsführer Ewald Glöckl spricht im Interview über die komplexen Anforderungen des Datenmanagements in hybriden Cloud-Umgebungen.

© NetApp

Einen effizienten Lösungsansatz verspricht eine neue Version von Clustered Data ONTAP, die dem CIO erstmals ein zentrales Datenmanagement über Cloud-Umgebungen unterschiedlicher Hersteller hinweg ermöglicht und eine Brücke zwischen On-Premise und der Public Cloud schlägt.


Warum redet NetApp über die Cloud – liegt hier die Zukunft der Business-IT?
Ja, definitiv. Für uns ist die Cloud ein wichtiges Element der IT-Landschaft. Insbesondere mit hybriden Cloud-Infrastrukturen lassen sich viele Business-Anforderungen besonders effizient lösen. Und damit kommen wir zu der Herausforderung, vor der die IT-Verantwortlichen heute stehen. Die Frage ist, wie kann die IT zu einem zentralen Treiber für mehr Innovation, Wirtschaftlichkeit und Agilität werden? Ein CIO muss also eine Strategie entwickeln, um mit modernen IT-Systemen die Wettbewerbskraft des eigenen Unternehmens zu stärken.

Haben Sie denn den Eindruck, dass in den Führungsetagen die richtigen Diskussionen rund um die Cloud stattfinden?
In Österreich ist es so, dass wir bei Erwähnung der Cloud häufig direkt in eine technische Infrastrukturdiskussion einsteigen, anstatt zunächst darüber zu sprechen, wie die IT strategische Geschäftsziele unterstützen kann. Das ist eigentlich sogar kontraproduktiv, da die Cloud weit mehr ist als ein neues Stück Technologie im IT-Zoo. Sie trägt vielmehr dazu bei, dass Unternehmen schneller und präziser Entscheidungen treffen können, beispielsweise durch cloud-basierte Big Data-Analysen. In hart umkämpften Märkten kann dies der entscheidende Faktor sein, um die eigene Marktposition auszubauen.

Erwarten Sie eine steigende Nachfrage am Markt nach Cloud-Infrastrukturen?
Ja, dieser Trend ist klar erkennbar und diese Entwicklung wird sich beschleunigen. Obwohl die Zahlen für Österreich im internationalen Vergleich eher niedrig sind und im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen vermutlich nicht ausreichend. Darüber hinaus sind wir ständig im Gespräch mit unseren Kunden und wissen genau, dass CIOs derzeit ihr IT-Liefermodell kritisch auf Optimierungspotenzial durchleuchten und Cloud-Services evaluieren. In Zukunft werden wir in den Rechenzentren immer häufiger ein Mix aus On-Premise-, Private- und Public Cloud-Umgebungen sehen, weil sich so viele Unternehmensanforderungen am schnellsten und effektivsten adressieren lassen.

Was bietet NetApp hier genau an?
Wir helfen unseren Kunden, bei ihrem Datenmanagement eine Verbindung zwischen On-Premise-Systemen sowie Ressourcen aus der Private und Public Cloud herzustellen. Warum dies wichtig ist, wird deutlich, wenn man sich die Situation in vielen Rechenzentren heute einmal ansieht. Dort sind unternehmenskritische Daten häufig in Silos gespeichert, für deren Verwaltung keine übergreifende Dateninfrastruktur und auch keine durchgängige Prozesse existieren. Wir bieten beispielsweise Lösungen für ein Datenmanagement dieser verteilten Datensilos an, gleichgültig, ob diese On-Premise, in Collocation-Centern oder bereits in der Cloud liegen. Die Basis hierfür ist unsere Lösung Clustered Data ONTAP. Damit unterstützen wir die Abkehr von einzelnen Storage-Arrays und ermöglichen eine dynamische Daten- und Workload-Verschiebung über alle Ressourcen hinweg, inklusive der Cloud.

Von welchen Cloud-Ressourcen reden wir hier: In Österreich angebotene Services oder auch die Hyperscaler-Clouds von Amazon, Google oder Microsoft?
Jetzt wird es in der Tat spannend. Wir sind nämlich in der Lage, unseren Kunden die komplette Wahlfreiheit zu ermöglichen, welche Cloud-Ressourcen sie nutzen möchten. Durch die Virtualisierung der Daten durch unsere Technologien ist es erstmals praktikabel und effizient möglich, Daten zwischen Cloud-Ressourcen und Anbietern hin und her zu schieben. Damit steigern Unternehmen ganz erheblich ihre IT-Effizienz und müssen sich nicht auf einen Cloud-Anbieter festlegen. Mit unserer brandneuen Lösung Clustered Data ONTAP 8.3 sind wir der einzige Anbieter, der seinen Kunden eine homogene Plattform zur Verfügung stellt, um Daten und Workloads über alle Ebenen einer Storage-Architektur zu verwalten.
Vollig neue Möglichkeiten zur Cloud-Nutzung bieten wir mit Cloud ONTAP. Kunden setzen unsere ONTAP-Plattform hierbei als virtuelle Instanz in der Amazon Web Services (AWS) Cloud ein. Damit läuft unsere ONTAP-Plattform erstmals auch außerhalb der On-Premise-Infrastruktur. Der Vorteil liegt darin, dass das System sofort verfügbar ist und über das nutzenbasierte Abrechnungsmodell (Pay as you Grow) flexibel in Test- oder Entwicklungsumgebungen läuft. Somit lassen sich hybride Cloud-Service sehr schnell und einfach realisieren.

Wie stellen Sie sicher, dass Cloud-Angebote den heimischen Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit gerecht werden?
Insbesondere in Österreich ist es wichtig, Cloud-Dienste für Unternehmen mit dem Thema Sicherheit zu verknüpfen. Mit unserer Hybrid Cloud-Strategie adressieren wir diese Anforderung. Wir werden beispielsweise sehr bald unser neues Cloud-Angebot „Backup as a Service“ (BaaS) gemeinsam mit autorisierten Partnern in Österreich auf den Markt bringen. Der neue Service erlaubt es mittelständischen und großen Unternehmen, geschäftskritische Daten in der Cloud als Backup zu speichern und so die Sicherung von Daten als Leistung zu beziehen. Der Clou hierbei: Die Implementierung des BaaS-Angebots durch die autorisierten Service Provider erfolgt in österreichischen Rechenzentren, ist also Made in Austria. Unternehmenskunden erfüllen somit automatisch die strengen heimischen und europäischen Datenschutzrichtlinien, da die Daten innerhalb der Landesgrenzen gespeichert werden. Ganz nebenbei können Kunden so die neuesten Technologien nutzen, um ihr Backup smart und effizient umzusetzen.

Immer mehr IT-Abteilungen beziehen Dienste von externen Service-Providern. Wie wird sich dies zukünftig auf die Arbeit der IT-Organisation auswirken?
Die Rolle des CIOs, aber auch der gesamten IT-Abteilung, ist mit Einzug der Cloud-Technologien im Wandel. Statt wie bisher teure und hoch moderne Hardware-Systeme zu verwalten sowie den laufenden IT-Betrieb zu organisieren, wird die IT-Abteilung immer mehr zu einem Service-Broker. Hier koordinieren die IT-Experten die über verschiedene Liefermodelle eingekauften IT-Ressourcen zu einem Mix aus On-Premise- und Cloud-Infrastruktur. Als Hersteller unterstützen wir diese Entwicklung, indem wir beispielsweise mit Partnern und Resellern eng zusammenarbeiten, um unsere Angebot in den Markt zu bringen. So, wie wir es mit Backup as a Service gezeigt haben. Wichtig ist hierbei, dass sich NetApp nicht selbst als Service-Provider engagiert, sondern immer den Weg über ein starkes Partnermodell gehen wird.

Welche Empfehlung würden Sie CIOs bei der Entwicklung ihrer weiteren Rechenzentrumsstrategie geben?
Die zwei zentralen Themen im Rechenzentrum sind heute Big Data und Cloud Computing. In diesem Zusammenhang möchte der CIO wissen, wie er die Effizienz im Datacenter optimiert und gleichzeitig den Anwendern einen schnelleren Services bieten kann. Außerdem muss er seinen Fachbereichen zeigen können, wie sie die vorhandenen Datenbestände nutzen, um daraus Mehrwert für das eigene Unternehmen zu generieren. Daher stehen heute die geschäftlichen Vorteile der IT im Vordergrund. Wer also seine IT strategisch weiterentwickeln möchte, sollte sich Gedanken machen über Performance, Ausfallsicherheit und Nutzen der IT für das eigene Business. Mit unseren Lösungen unterstützen wir diese Fragestellungen und geben klare Antworten darauf, wie CIOs die Agilität ihrer IT-Landschaft durch flexible Storage-Architekturen steigern und Fachbereiche dabei unterstützen, ihre Workloads effizient zu verarbeiten. Ein wichtiger Baustein hierbei sind die Cloud-Services – auch für die Zukunft.

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