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09.04.2015 :: Printausgabe 6/2015 :: Christof Baumgartner

Licht am Ende des Tunnels

Die schwache Wirtschaftslage wirkt sich zunehmend auf den IKT-Markt aus, da die Bereitschaft für Investition gering ist. Hoffnung gibt es durch Trends wie Cloud und dem Internet der Dinge.

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Der IKT-Markt ist nach wie vor einer der Treiber der heimischen Wirtschaft, auch wenn die Wachstumsprognosen nach wie vor eher verhalten ausfallen. Auch Philip Schalla vom Beratungsunternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC) berichtete im Rahmen des Events "Österreichs Rolle im IKT-Markt der DACH-Region", der von CON.ECT Eventmanagement gemeinsam mit Future Network in Wien veranstaltet wurde, dass die Experten eine etwas positivere Entwicklung der Wirtschaft erwartet haben. Letztes Jahr wurde für den IKT-Markt in Österreich für 2015 noch ein Wachstum von rund 3,4 Prozent vorausgesagt, jetzt sehe man aber nur mehr ein Wachstum von zwei Prozent. "Ich sehe auch keine Indikatoren, dass es in naher Zukunft viel besser werden wird", so Schalla im Gespräch mit der COMPUTERWELT. Überraschend sei jedoch, dass es im Service-Segment und im Infrastruktur-Servicebereich ein Wachstum gibt. Das zeige laut Schalla, dass das Thema Cloud Computing noch nicht sehr tief in die Unternehmen eingedrungen ist, denn sonst würden diese Bereiche schwächer ausfallen. Wachstum gab es auch im Bereich Business Intelligence, alle anderen Softwaresegmente wie ERP, CRM oder PLM würden aber schwächeln. Grund dafür ist laut Schalla die "allgemeine Zurückhaltung bei Investitionen".

FEHLENDE INVESTITIONSBEREITSCHAFT
Auch Marcus Scheiblecker vom WIFO stellte in seinem Vortrag fest, dass das Wachstum nach wie vor sehr gering ist und sich dies auch im Jahr 2015 nicht verändern wird. "Wichtig ist die Entwicklung der Investitionen, denn da zeigt sich die trübe Wirtschaftslage. Die letzte Prognose im Dezember zeigte hier eine karge Ausweitung um 1,5 Prozent für 2015 und um zwei Prozent für 2016. Aufgrund des etwas früheren Wirtschaftswachstums erwarten wir zwar für 2016 jetzt einen Investitionsanstieg von 2,5 Prozent, aber 2015 bleibt nach wie vor schwach", so Scheiblecker.

VERHALTEN OPTIMISTISCH
Johann Schacher, Country Manager Österreich von Atos, sieht Chancen vor allem in den Bereichen Big Data, Cloud und Security: "Auch heuer erwarten wir technologische Fortschritte in diesen Bereichen. Hinsichtlich dieser Entwicklungen wünschen wir uns in diesem Jahr vermehrt Impulse und Investitionen aus dem öffentlichen Sektor, vor allem zur Absicherung und Steigerung der lokalen Wertschöpfung", und: "Jene Unternehmen, die die Bedeutung der Daten zuerst erfassen, werden die Gewinner in der neuen Datenwirtschaft sein. Die Vorteile der dritten digitalen Revolution können aber nur dann genutzt werden, wenn zwischen Endanwendern und Unternehmenskunden ein Bogen gespannt wird. Entscheidend ist, aus der tagtäglichen Informationsflut jene Daten herauszufiltern, die wirklich zählen." Daniel Holzinger, Vice President Future Network, prophezeit, dass die anhaltend schwache Konjunktur Österreich innerhalb der EU mit einem schwach positiven BIP weiter zurückfallen lässt, aber "dennoch blickt die österreichische IKT-Branche verhalten optimistisch in die kommenden Quartale. Grund dafür ist die verstärkte Nachfrage in den Bereichen Digitale Transformation und Cloud Computing, sowie das gestiegene Bedürfnis nach Informationssicherheit".

Auch Schalla sieht in den Bereichen Security und Digitale Transformationdie führenden Themen in den kommenden Jahren. Weiteres werde sich das Thema Cloud zu einem großen Wachstumstreiber in der österreichischen IKT-Landschaft entwickeln, ist er überzeugt. Als weiteren Trend sieht der Experte das Internet of Things (IoT), das als Grundlage für Bereiche wie Industrie 4.0, M2M oder Smart Cities dienen wird. Mit dem IoT werden auch ganz neue Geschäftsmodelle möglich sein. (cb)

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