USA: Startups bekommen früher und mehr Geld USA: Startups bekommen früher und mehr Geld - Computerwelt

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13.04.2015 pte/Rudolf Felser

USA: Startups bekommen früher und mehr Geld

Investoren steigen bei US-Startups immer früher ein. 2014 wurden 1,3 Mrd. Dollar (rund 1,21 Mrd. Euro) in die Gründungsphase von Jungunternehmen investiert. Das bedeutet einen Anstieg von 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die Zahlen der Venture Capital Database CB Insights zeigen. Den größten Zuwachs erzielten Tech-Startups mit einer Mindestfinanzierung von zehn Mio. Dollar. Dort betrug die Zunahme 64 Prozent.

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Doch nicht alle sind über diesen Trend erfreut, denn zu viele Vorschusslorbeeren könnten dem organischen Wachstum Schaden zufügen. Große Finanzierungsrunden seien oft ein Zeichen, dass sich Investoren "schlecht benehmen", meint Matt Fates von Ascent Venture Partners, einem Unternehmen, das in sehr junge Startups investiert.

"Meistens ist die erste Finanzierungsrunde dafür gedacht, einen Prototypen fertigzustellen und diesen beim Konsumenten auf seine Marktfähigkeit zu testen", fügt Fates hinzu. Nur das Volumen des Investments zu erhöhen, ändere daran nichts, gefährde aber die Einstellung der Gründer. Diese seien so viel Geld nicht gewohnt und hätten es schwer, weiterhin diszipliniert, fokussiert, flexibel und effizient zu bleiben.

Manchmal passiert es sogar, dass Gründer mehr Kapital von Investoren bekommen, als gewünscht - so wie das Software-Startup FamilyID. Der Gründer wünschte sich für seine Expansionspläne 500.000 Dollar. Am Ende erhielt er 850.000 Dollar. Auch Maia Heymann, Business Angel von CommonAngels, sieht den Trend, dass Investitionen in allen Entwicklungsstufen bei Startups ansteigen.

Jedoch sieht Heymann auch, dass gerade die Phasen nach der Gründungsfinanzierung eines Unternehmens noch mehr Qualität zeigen müssen, um Venture Capital an Land zu ziehen. "Weil es mehr Beweise für den Erfolg des eingeschlagenen Weges für eine spätere Investitionsrunde braucht, investieren viele Unternehmen in die Gründungsphase", unterstreicht Heymann abschließend.

EUROPA: LAGE BESSERT SICH
Während sich Startups in Europa nicht gerade vor Überfinanzierungen schützen müssen ist der Trend dennoch auch in der "alten Welt" positiv. So hat etwa im Februar Partech Ventures den Start seines Partech Growth Fonds verkündet, dessen erstes Closing bei 200 Millionen Euro liegt. Das Investmentunternehmen beabsichtigt, schnell wachsenden Technologie- und digitalen Unternehmen, die bereits signifikante Umsätze erzielt haben, 10 bis 30 Millionen Euro an Kapital zur Verfügung zu stellen. Auch "jüngere" Unternehmen gehen nicht leer aus: Erst vor ein paar Wochen hat Partech außerdem "Entrepreneur II" gestartet, einen neuen 60 Millionen Euro Seed-Fonds.

Österreichische Startups können zudem auf Unterstützung, wie beispielsweise durch den universitären Gründerservice INiTS, bauen, der gerade erst von der schwedischen Forschungsinitiative UBI Index im internationalen Vergleich als einer der Top-Inkubatoren bewertet wurde – vor allem in Bezug auf sein Netzwerk. (pte/rnf)

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