Zeitmessung beim Erzbergrodeo selbst unter widrigsten Bedingungen Zeitmessung beim Erzbergrodeo selbst unter widrigsten Bedingungen - Computerwelt

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10.11.2015 pi/Rudolf Felser

Zeitmessung beim Erzbergrodeo selbst unter widrigsten Bedingungen

Zum bereits 22. Mal messen sich die mutigsten und besten Biker der Sport-Welt am steirischen Erzberg. Damit von 26. bis 29. Mai 2016 wirklich jede Hundertstelsekunde der Teilnehmer korrekt aufgezeichnet wird, setzen die Veranstalter im kommenden Jahr wieder auf die Technik des Wiener IT-Unternehmens hpc Consulting.

© Erzbergrodeo GmbH

Maximal vier Stunden haben die bis zu 500 Starter aus aller Welt Zeit, um einmal im Jahr den bekannten Erzberg auf zwei Rädern zu bezwingen. Mehr als 20 Checkpoints müssen in einer bestimmten Reihenfolge angefahren werden, um in die End-Wertung aufgenommen zu werden. Nur eine Handvoll Teilnehmer erreicht das angepeilte Ziel tatsächlich – und trotzt damit sämtlichen Wetterkapriolen sowie Staub, Schlamm oder Steinen. Auch die Zeitmessung muss diesen widrigen Umständen Stand halten.
 
Selbstgebaute Lesegeräte erfüllten bis 2013 die massiven Anforderungen des härtesten Enduro-Rennens der Welt. Doch deren technischer Zenit war irgendwann überschritten, ein völlig neues Programm samt Geräten wurde notwendig. An diesem Punkt beginnt die Zusammenarbeit von hpc Consulting und dem Team des Erzbergrodeos.

"Die Entwicklung der Zeitnehmung für das Erzbergrodeo war für uns in jeglicher Hinsicht ein außergewöhnliches Projekt. Technisch konnten wir zwar Erfahrungen aus ähnlichen hardwarenahen Entwicklungsprojekten nutzen, aber durch die Einzigartigkeit dieses Wettbewerbs gab es etliche spannende Herausforderungen zu bewältigen. Hier hat uns unser Ansatz geholfen, nicht nur die technischen Anforderungen umsetzen zu können, sondern die gelieferte Technologie auch als Teil einer übergreifenden organisatorischen Lösung zu sehen. Die Professionalität und der Pragmatismus des Erzbergrodeo-Teams war ein Schlüsselfaktor für das Gelingen dieses Projektes. Selbst unsere sonst eher sportscheuen Techniker waren fasziniert von der einmaligen Renn-Atmosphäre und den dazugehörigen Veranstaltungen, sodass am Ende jeder stolz darauf sein konnte, Teil dieses Projektes gewesen zu sein", erklärt Anatol Heinrich, Geschäftsführer von hpc Consulting.

Der hohe Eisengehalt, die nicht abgeschirmten Motocross-Motoren, die nicht immer funktionierende Netzabdeckung am Berg und das unbeständige Wetter sind dabei die größten Herausforderungen für die sensible Technik. Zusätzlich muss das System nicht nur jeden Checkpoint einzeln erfassen, sondern auch die richtige Reihenfolge verarbeiten, in der die Teilnehmer die Checkpoints passieren müssen. Die Zeitnehmungslogistik wurde auf völlig neue Beine gestellt – von den ersten Gesprächen bis zum ersten Einsatz im Jahr 2014 dauerte es ein Jahr.

Neben der Aufzeichnung durch einen besonders robusten und wetterfesten RFID-Scanner an den einzelnen Checkpoints ist ein ebenfalls eigens dafür programmierter Server nötig, der die Daten für die Live-Übertragungen des Rennens im Programm von Servus TV aufbereitet und in Echtzeit übermittelt. Zuletzt ermittelt der Server schließlich noch das offizielle Endergebnis. Besonders herausfordernd: Selbst bei Netzausfall oder Absturz der Lesegeräte muss die Datenübertragung funktionieren, deshalb wurden die Scanner an den Checkpoints völlig unabhängig voneinander programmiert. Eine Betrugserkennung sowie die Möglichkeit, bei Problemen manuell eingreifen zu können, zeichnen das Programm zusätzlich aus.

"Die Zusammenarbeit mit hpc Consulting war sensationell. Unsere Wünsche und Bedürfnisse wurden erfolgreich umgesetzt. Während der Veranstaltung sind immer Mitarbeiter vor Ort und jederzeit zu erreichen, um bei möglichen Problemen sofort eingreifen zu können. Die neue Zeitmessung hat bisher allen vorher- und unvorhersehbaren Widrigkeiten problemlos Stand gehalten – wenngleich wir nach wie vor auch noch die händische Zeitmessung parallel laufen lassen: Zur absoluten Sicherheit, damit kein einziger Teilnehmer ohne bestätigte Zeit den Erzberg wieder verlässt", sagt Mark Schilling, Managing Partner der Erzbergrodeo GmbH. (pi)

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