Technik der nächsten Generation Technik der nächsten Generation - Computerwelt

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19.11.2015 pi

Technik der nächsten Generation

In den kommenden Jahren soll sich die Nutzbarkeit des Internets durch "Smart Objects" deutlich wandeln und vor allem verbessern. Während ein komplett vernetzter und voll automatisierter Alltag noch eher als Vision gilt, zeugen Mini-PCs, Plug-&-Play-WLAN-Router oder intelligente Haushaltsgeräte schon jetzt von einer rasanten Entwicklung.

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Maschinen, die sich eigenständig warten. Pakete, die automatisch sortiert und verschickt werden. Ganze Lieferketten, die sich fast völlig ohne menschliche Eingriffe selbst regulieren und optimieren: Das sogenannte "Internet of Things" ist in der Industrie schon längst angekommen. Was vor einigen Jahrzehnten lediglich Inhalt eines Science-Fiction-Films war, hat sich durch die Verknüpfung von "Smart Objects" mit dem Internet bei vielen Unternehmen durchgesetzt – und ermöglicht dort immense finanzielle Einsparungen. Mit dem Internet und über dieses auch untereinander verbunden, sorgen die smarten Geräte dafür, dass Arbeitsprozesse aufgrund von Beobachtungen, Analysen und Reaktionen von Programmen ablaufen, ohne, dass dafür die Bedienung durch einen Menschen erforderlich wird.

VOLLSTÄNDIGE VERNETZUNG ALS VISION

Allerdings versucht man nicht nur in der Wirtschaft, die Vorteile des Internets für noch mehr Effektivität zu nutzen. Auch im Alltag spielen "Smart Objects" und das "Internet of Things" eine große Rolle. Die Vision der Wissenschaft liegt hier genau wie in der Industrie in der nahezu vollen Automatisierung sämtlicher Prozesse. Ziel ist es, dass sich beispielsweise Küchengeräte durch komplexe Vernetzung an die Ernährung und Essgewohnheiten des Menschen anpassen. Oder etwa Entertainmentsysteme, welche die Vorlieben des Konsumenten nicht nur speichern, sondern auch analysieren und daraus ein ideal zugeschnittenes Unterhaltungsprogramm mit Zeitplan, Pausen und Tagesabläufen entwerfen und automatisch abspielen.

KLEINE GERÄTE, GROSSE LEISTUNG

Zwar klingt ein vollständig automatisierter, vom Internet gesteuerter und vor allem perfekt zugeschnittener Alltag noch wie ferne Zukunftsmusik. Doch Fakt ist, dass schon jetzt viele Geräte und Programme zu finden sind, welche die Nutzung von Internet und Computer auf ein Niveau heben, das vor einigen Jahren noch fast undenkbar schien. Die Tendenz geht hier klar zu deutlich kleineren, handlichen Geräten, die dem Nutzer dennoch hohe Leistung und intuitive Steuerung versprechen. Ein Beispiel hierfür liefert der Solu, ein Mini-PC, der die neue Generation des Computers einläuten möchte. Kaum größer als ein Bierdeckel, verfügt das Gerät über einen starken Prozessor, ein eigenes Betriebssystem und einen sensitiven Touchscreen, verzichtet jedoch auf eine riesige Festplatte. Stattdessen sollen sämtliche Datentransfers in einer Cloud, also einem virtuellen Speicherplatz, stattfinden, was dem Solu seine geringen Maße erlaubt.

Dass die technologische Zukunft in immer kleineren Geräten liegt, beweisen auch neuartige Laser-Tastaturen wie die Celluon Epic. Die kleine Box, die gerade einmal die Größe eines Feuerzeugs hat, liefert eine komplette Tastatur mit Maus dort, wo sie gerade gebraucht wird, indem sie diese einfach auf den Tisch projiziert. Kabel werden somit genauso überflüssig wie mühsames Tippen auf kleinen Touchscreens. Ähnlich kompakt und reduziert sollen in Zukunft WLAN-Router ausfallen. Der Router HuiTube etwa wiegt bei einer Größe von 128 mal 106 Millimetern gerade einmal etwas mehr als 500 Gramm. Dennoch liegt die Besonderheit des Gerätes nicht unbedingt in seiner Größe, sondern in seiner Bedienbarkeit. Statt mühsamer Verkabelung, Einrichtung und Installation setzt der HuiTube auf einfaches Plug & Play: Nach Anschluss an die Steckdose steht innerhalb von zwei Minuten ein leistungsfähiges WLAN-Netz bereit, in das sich insgesamt 64 Geräte einloggen können. Solche und ähnliche Hardware könnte die klassischen Modem-Router-Verbindungen schon bald ablösen.

KOMPLETT VERNETZT DANK "SMART HOMES"

Diese neuen und deutlich benutzerfreundlicheren WLAN-Verbindungen ermöglichen besonders zuhause viele weitere Innovationen und legen somit den Grundstein für das "Internet Of Things". Immer mehr alltägliche Gebrauchsgegenstände lassen sich nämlich mit dem Internet verbinden. Sogenannte "Smart Homes" beweisen eindrucksvoll, was mit den neuen Technologien in den kommenden Jahren alles möglich ist. Häuser, deren intelligente Heizungen sich dem Verbrauch entsprechend selbst regulieren oder per App steuern lassen und Fenster, die je nach Online-Wettervorhersage eigenständig schließen, existieren sogar schon jetzt. Geräte wie das Nest-Thermostat können sogar gleich mehrere Funktionen vereinen. Dieser analysiert das Heizverhalten, informiert sich eigenständig über das Wetter und erkennt, ob jemand zuhause ist und passt auf Grundlage dieser Informationen die Temperatur im Haus an.

Ähnlich funktionierende Techniken finden sich übrigens auch in Autos. Das Moijo beispielsweise ist direkt mit dem Fahrzeug verbunden und gibt in Kombination mit der dazugehörigen App stets Auskunft über den Zustand, Verbrauch und Verschleiß des Fahrzeugs sowie eventuelle Störungen. So können Fahrer beispielsweise die Kosten für eine Strecke genauestens berechnen oder einen umweltschonenden Fahrplan erstellen.

KLEINE HELFER IM ALLTAG

Die Bandbreite der Innovationen, die unser Leben mit Hilfe des Internets so angenehm und intuitiv wie möglich gestalten sollen, reicht aber noch viel weiter: Von Runtastic-Herzfrequenzmessern, die in Verbindung mit der bekannten App verschiedenste Daten analysieren und so beim Trainieren helfen, bis hin zur Hapifork, einer Gabel, die das Essverhalten des Konsumenten untersucht und Tipps zum Abnehmen gibt – immer mehr Alltagsgegenstände erfüllen durch ihren Internet-Zugang zahlreiche neue Funktionen. Noch deutlicher als bei Herzfrequenzmesser und intelligenter Gabel wird das Ausmaß der Vernetzung beispielsweise beim Smart Body Analyzer. Dabei handelt es sich um eine Waage, die nicht nur Körperfett, Gewicht und Body Mass Index anzeigt, sondern auf der dazugehörigen App auch gleich den idealen Trainingsplan erstellt. Auch wenn vieles noch nicht vollends ausgereift ist – derartige Technologien zeigen, wer das Internet in Zukunft hauptsächlich nutzen wird: nicht der Mensch, sondern die Geräte selbst. (pi)

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