Automobilbranche: IKT als Wegbereiter neuer Geschäftsmodelle Automobilbranche: IKT als Wegbereiter neuer Geschäftsmodelle - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


07.01.2016 pi

Automobilbranche: IKT als Wegbereiter neuer Geschäftsmodelle

Laut der KPMG-Studie "Global Automotive Executive" erwartet die Mehrheit der Führungskräfte tiefgreifende Veränderungen der traditionellen Geschäftsmodelle.

© rare - Fotolia.com

In den Vorstandsetagen der Automobilbranche ist man sich einig: Vernetzung und Digitalisierung sind die bedeutendsten Trends für die kommenden zehn Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt die 17. "Global Automotive Executive", eine KPMG-Studie, die 800 Vorstände aus 38 Ländern zur Entwicklung der Branche befragt. Erstmals wurden auch die Einschätzungen von 2.100 Kunden erhoben.

82 Prozent der befragten Vorstände rechnen damit, dass es in den nächsten fünf Jahren zu maßgeblichen Veränderungen ihrer Geschäftsmodelle kommen wird. Dieser Wandel betrifft die gesamte Wertschöpfungskette – von Entwicklungszyklen über Produkte, Dienstleistungen und Technologien, bis hin zu Kundenbeziehungen und völlig neuen Vertriebsstrukturen.

Die Studie zeigt auch, dass der Einsatz von Daten sowie Informations- und Kommunikationstechnik in der Automobilbranche noch in den Kinderschuhen steckt – wie es etwa 70 Prozent der Führungskräfte bestätigen. Von einigen werden die Daten bisher überhaupt nicht genutzt. Dabei liegt genau hier, beim Einsatz gesammelter Informationen von Fahrer und Fahrzeug, der Wegbereiter für maßgeschneiderte Kundenerlebnisse und somit der entscheidende Wettbewerbsvorteil. "Nur jene Automobilkonzerne, die sich an die Geschwindigkeit der Informations- und Technologieunternehmen sowie an ihre Innovationen und Prozesse anpassen, können die Bedürfnisse der Autofahrer in Zukunft erfüllen und zum kundenorientierten Dienstleister werden", sagt KPMG Partner Yann-Georg Hansa.

Die Kunden sind sich darüber im Klaren, dass ihre Daten für die Automobilbranche einen hohen Stellenwert einnehmen. 82 Prozent gaben an, sich im Gegenzug dafür monetäre Zuwendungen zu wünschen, gefolgt von Bonusprogrammen (75 Prozent) und personalisierten Dienstleistungen (70 Prozent).

Mit der zunehmenden Vernetzung drängen auch zahlreiche neue Wettbewerber auf den Markt, die mit ihren Dienstleistungen in den Fahrzeugen Einzug finden. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der befragten Vorstände rechnet dennoch damit, dass traditionelle Automobilkonzerne auch in den nächsten fünf Jahren zu den bahnbrechenden Innovatoren der Branche zählen werden. 30 Prozent der Befragten sehen die Informations- und Technologieunternehmen als bedeutende Akteure, wobei hier in erster Linie Google und Apple genannt wurden. Andere Mitbewerber wie beispielsweise mobile Zahlungsanbieter, Finanzdienstleister und Startup-Unternehmen spielen nur für sehr wenige der befragten Vorstände eine wesentliche Rolle.

Wirft man jedoch einen genaueren Blick auf die Angaben der unterschiedlichen Teilnehmergruppen, wird deutlich, dass traditionelle Automobilkonzerne nicht etwa sich selbst sondern Informations- und Technologieunternehmen für die zukunftsweisenden Innovatoren halten. Mehr als die Hälfte der Vorstände dieser Betriebe sind wiederum davon überzeugt, dass sie in den nächsten fünf Jahren an der Spitze der Innovationen stehen – mit einem enormen Vorsprung vor allen anderen Marktteilnehmern. "Die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung werden die Branche in den nächsten Entwicklungszyklus überführen. Wir sollten den Wandel als Wegbereiter für die Zukunft und nicht als Risiko betrachten", so die Einschätzung von Klaus Mittermair, Partner bei KPMG. (pi)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • Fabasoft AG

    Fabasoft AG Vereine und Verbände, Öffentliche Verwaltung, Medizin und Gesundheitswesen, Luft- und Raumfahrttechnik, Freie Berufe, Finanzdienstleistungen, Qualitätssicherung,... mehr
  • Anexia

    Anexia Application Service Providing, Auftragsentwicklung für Software, Individual-Softwareentwicklung, RZ-Dienstleistungen, Übernahme von Softwareprojekten, User Helpdesk-Systeme und Hotlines mehr
  • Matrix42 AG

    Matrix42 AG Mobile Lösungen und Applikationen, Zugangs- und Zutrittskontrolle, Security Audits, Übernahme von Softwareprojekten, Programmierung, IT-Asset- und Lizenzmanagement, IKT-Consulting,... mehr
  • SNP AUSTRIA GmbH

    SNP AUSTRIA GmbH Qualitätssicherung, Kaufmännische Software (ERP), Tools, Programmiersprachen, Datenkonvertierung, Übernahme von Softwareprojekten, Systempflege- und Wartung,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: