Sozialversicherung versendet Bescheide künftig elektronisch Sozialversicherung versendet Bescheide künftig elektronisch - Computerwelt

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09.01.2016 pi/Rudolf Felser

Sozialversicherung versendet Bescheide künftig elektronisch

Die E-Zustellung mit dem Partner Postserver soll bei den Österreichische Sozialversicherungen den teuren RSa- und RSb-Brief ersetzen.

© denisismagilov - Fotolia.com

Nach den österreichischen Behörden und Großunternehmen, wie der Bank Austria, setzen nun auch die Sozialversicherungsträger auf die E-Zustellung mit dem heimischen Onlinezustelldienst Postserver. Die E-Zustellung ersetzt den teuren RSa- und RSb-Brief und bietet im Gegensatz zum E-Mail eine rechtssichere, spamfreie und nachvollziehbare Möglichkeit, Dokumente online zu versenden.

Die Sozialversicherung erwartet sich durch die Einführung der E-Zustellung eine wesentliche Erleichterung in der Abwicklung der Versicherten-Akten wie auch in der Kommunikation zwischen den Sozialversicherungsanstalten. In einem ersten Schritt werden die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft inklusive aller Landesstellen und die Sozialversicherungsanstalt der Bauern den neuen Kommunikationskanal nutzen.

Als Anbieter wurde das heimische Unternehmen Postserver gewählt. Postserver machte in den vergangenen Jahren bereits mehrfach von sich reden, nachdem er unter anderem die Ausschreibung um die behördliche duale Zustellung gewann und seit diesem Jahr auch am Bankensektor mitmischt. Nicht zuletzt wurde Postserver im vergangen Jahr durch die Europäische Union als innovativer Behördenpartner ausgezeichnet.

POSITIVE ERFAHRUNGEN

Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger wickelt bereits seit Jahren das Heilmittelverfahren mit elektronischen Zustellungen ab. Auch bei den Gerichten wird die E-Zustellung verwendet, so beim Bundesverwaltungsgericht oder beim Verwaltungsgerichtshof und dem VfGH. Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt nutzt die E-Zustellung mit Postserver ebenfalls bereits.

Postserver-Verkaufschef Alexander Leiningen-Westerburg resümiert: "Es hat sich gezeigt, dass durch den Einsatz der E-Zustellung der Aktenlauf beschleunigt werden konnte. Briefe sind schlicht nicht mehr tagelang unterwegs, der Weg mit dem gelben Zettel zum nächsten Postamt entfällt. Zudem können wesentliche Einsparungen in den Poststellen erzielt werden. Man muss nur vergleichen: ein eingeschriebener, eigenhändig zugestellter, mit Rückschein versehener Brief kostet heute 7,08 Euro, eine E-Zustellung nur 50 Cent. Die Sozialversicherung profitiert zusätzlich vom günstigeren Behörden-Tarif, der bei der Hälfte eines regulären Briefes angesiedelt ist."

IM EINSATZ

Die E-Zustellung kommt überall dort zum Einsatz, wo Dokumente mit Rechtswirkung versendet werden müssen. Dies sind zum Beispiel Bewilligungen von Behandlungen, Bescheide, Zahlungsvorschreibungen, sowie Fälle, die an Fristen gekoppelt sind.

Empfangen können E-Zustellungen alle, die sich bei einem Zustelldienst registriert haben. Die Registrierung bei postserver.com ist kostenfrei.

Da ähnlich wie beim herkömmlichen RSa- und RSb-Brief die Vorlage eines Ausweises notwendig ist, ist eine Handy-Signatur oder Bürgerkarte Voraussetzung für den Erhalt einer behördlichen E-Zustellung. Mit dem elektronischen Ausweis können außerdem zahlreiche Amtswege wie die Arbeitnehmerveranlagung oder die Steuererklärung erledigt werden. Ebenso stehen mit Handy-Signatur bzw. Bürgerkarte viele Online-Services der Sozialversicherung zur Verfügung, etwa der Versicherungsdatenauszug, die Leistungsinformation für Versicherte oder das Pensionskonto.

Versicherte, die noch kein digitales Postfach registriert haben, erhalten Briefe der Sozialversicherungsträger natürlich weiterhin postalisch. (pi)

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