Yahoo entlässt 1.700 Mitarbeiter und denkt über Verkauf nach Yahoo entlässt 1.700 Mitarbeiter und denkt über Verkauf nach - Computerwelt

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03.02.2016 Hans-Christian Dirscherl*

Yahoo entlässt 1.700 Mitarbeiter und denkt über Verkauf nach

Der angeschlagene Internet-Pionier Yahoo entlässt 15 Prozent seiner Mitarbeiter und will sich von Unternehmensteilen trennen. Sogar über den Verkauf des gesamten Web-Geschäfts wird spekuliert.

Bei Yahoo kriselt's weiter

Bei Yahoo kriselt's weiter

© Yahoo

Yahoo kommt nicht aus den Negativ-Schlagzeilen. Der Internet-Pionier versucht seit vielen Jahren erfolglos, ein neues Geschäftsmodell irgendwo zwischen Google, Apple, Facebook, Instagram und anderen angesagten IT-Unternehmen zu finden. Doch CEO Marissa Mayer, die vor ihrem Wechsel auf den Chefposten von Yahoo einst bei Google an so erfolgreichen Produkten wie Googlemail, der Google Suche und den ortsbezogenen Diensten mitgearbeitet hat, findet kein Erfolgsrezept. Das Hauptgeschäftsfeld von Yahoo, nämlich Online-Werbung, wächst kaum und wirft vor allem keine Gewinne ab, sondern Yahoo schreibt Verluste: Rund 4,43 Milliarden Dollar im letzten Jahr, wie das Unternehmen jetzt mitgeteilt hat.

Der Riesenverlust wird aber auch durch Abschreibungen verursacht, unter anderem wegen des Nordamerika-Geschäfts und wegen der Tumblr-Übernahme.

1.700 MENSCHEN MÜSSEN GEHEN

Schon Ende 2015 gab es Gerüchte. Jetzt teilte Marissa Mayer mit, dass weitere 15 Prozent der Yahoo-Mitarbeiter gehen müssen, also rund 1700 Menschen. Yahoo schließt seine Büros in Dubai, Mexico City, Buenos Aires, Madrid und Mailand. Ende 2016 soll die Zahl der Mitarbeiter auf 9.000 zuzüglich 1.000 Externer gesunken sein. Gegenüber dem Jahr 2012 würde das eine Reduzierung der Belegschaft um 42 Prozent bedeuten.

UNTERNEHMENSTEILE VERKAUFEN

Außerdem will Yahoo Teile des Unternehmens verkaufen, beispielsweise Patente und Immobilien. Künftig will sich Yahoo auf Websuche, Mail und die Blogging-Plattform Tumblr konzentrieren sowie auf die Themenbereiche News, Sports, Finance und Lifestyle.

Doch damit nicht genug: Yahoo prüfe "strategische Optionen" beziehungsweise "Alternativen". Das Wall Street Journal vermutet, dass sich hinter dieser Formulierung der Verkauf des gesamten Web-Geschäfts verbergen könnte.

* Hans-Christian Dirscherl ist Redakteur der PC-Welt.

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