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10.02.2016 pte

Startups profitieren von Direktflügen für Investoren

Damit sich Investitionen in Startups für Risikokapitalgeber wirklich lohnen, sollten Direktflüge zwischen den beiden Unternehmensstandorten verfügbar sein. Das hat eine aktuelle Studie von US-Ökonomen ergeben. Denn die Neugründungen profitieren vom Monitoring durch Venture-Kapitalisten.

Mehr Unterstützung für Startups durch Direktflüge der Kapitalgeber.

Mehr Unterstützung für Startups durch Direktflüge der Kapitalgeber.

© Rudolf Felser

Gibt es eine direkte Flugverbindung und damit eine bessere Beaufsichtigung, erhalten Startups nicht nur mehr Patente: "Sie schaffen eher ein erfolgreiches IPO", meint Studien-Mitautor Xavier Giroud, Professor für Finanzwesen am Massachusetts Institute of Technology. So hat es offenbar einen Vorteil, wenn ein Startup eine direkte Flugverbindung zwischen seinem Standort und dem seiner Venture-Kapitalfirma bekommt.

"Der Effekt ist, dass die Unternehmen innovativer werden", meint Giroud. Das schlägt sich bei den Immaterialgütern nieder. Denn die Startups erhalten im Schnitt 3,1 Prozent mehr Patente, die 5,8 Prozent häufiger zitiert werden, als jene Neugründungen, die nie per Direktflug mit dem Kapitalgeber verbunden sind. Damit scheint auch erwiesen, dass Venture Capital (VC) tatsächlich positive Entwicklungseffekte bedingt.

Es war lange "offen, ob eine VC-Beteiligung einen Mehrwert bringt", so Giroud. Die Studie hat daher knapp 23.000 Startups erfasst, die mit über 3.000 VC-Firmen zusammengearbeitet haben. Die Forscher haben speziell untersucht, wie sich Startups, bei denen der Kapitalgeber dank Direktflug intensiver mitarbeitet, im Vergleich zu jenen machen, in die der Venture-Kapitalist deutlich weniger involviert ist. Dabei hat sich gezeigt, dass Startups mit Direktflug-bedingter intensiverer VC-Beaufsichtigung in wichtigen Bereichen besser abschneiden.

Diese Startups haben nicht nur mehr Erfolg im Bereich der Immatarialgüter. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Erstbörsengang kommt, liegt um ein Prozent höher. Die Chance auf einen erfolgreichen Exit aus der Startup-Phase steigt sogar um 1,4 Prozent. Diese Erkenntnis scheint potenziell für die Regionalpolitik relevant. "Angenommen, man will Unternehmeertum in einer Region fördern", so Giroud. "Eine Strategie könnte sein, die Verfügbarkeit von mehr Direktflügen zwischen der Region und VC-Zentren zu fördern." (pte)

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