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24.02.2016 :: Printausgabe 3/2016 :: Wolfgang Franz

Mehr Fachkräfte dank Home Office

Markus Martinek, Geschäftsführer von X-tech, sieht keine Verpflichtung, "Mitarbeiter an ihren Bürosessel zu heften". Dank flexibler Arbeitsplätze würden sich auch weiter entfernte Fachkräfte an ein Unternehmen binden lassen.

© X-tech

Was sind die Stärken des Standortes Niederösterreich?

Niederösterreich als Standort hat viel Potenzial durch eine Vielzahl an innovativen kleinen und mittleren Unternehmen mit speziellem Knowhow vor allem im IT-Dienstleistungssektor. Unser Firmenstandort in Strasshof profitiert von der Nähe zu Wien, da sich dort viele Fachkräfte ausbilden lassen und diese dann aber in Niederösterreich arbeiten wollen, wo auch ihr Wohnort liegt. Auch die Infrastruktur und Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz (S-Bahn) ist in Strasshof als gut zu bewerten.

Wo gibt es Aufholbedarf?

Wie eigentlich in ganz Österreich gibt es auch in Niederösterreich Verbesserungspotenzial, wenn es um die Förderung von innovativen Unternehmen geht, da die Hürden, alleine einen Antrag zur Förderung einzureichen, schon hoch sind. Daher ist es sicherlich schade für den Standort Österreich, dass viele sehr gut qualifizierte Unternehmer in Länder abwandern, die neuen Ideen aufgeschlossener gegenüberstehen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch der Ausbau von flexiblen Arbeitsplätzen. Sprich die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich auszusuchen, ob sie vom Büro oder von unterwegs arbeiten möchten. Das ist bestimmt ein sehr attraktiver Zusatz, der es ermöglichen würde, auch Fachkräfte von weiter weg für das eigene Unternehmen zu begeistern. Aber hier gibt es oft noch eine sehr konservative Denkweise von älteren Führungskräften, die der Home-Office-Thematik skeptisch gegenüberstehen.

Wie beurteilen Sie die Fachkräftesituation in Niederösterreich und welche Auswirkung gibt es auf Ihr Geschäft?

Wir hatten bis jetzt keine Schwierigkeiten, für uns passendes Personal zu finden, da wir auch davon profitieren, dass sich Fachkräfte in Wien ausbilden lassen und dann in Niederösterreich einen Job suchen. Zusätzlich leben wir das Modell der flexiblen Arbeitsplätze sehr stark, wodurch wir für Arbeitnehmer attraktiv sind. Aus unserer Sicht besteht keine Pflicht, Mitarbeiter an ihren Bürosessel zu heften, um nachzuvollziehen, ob die Arbeit erledigt wird. Das berichten auch unsere Mitarbeiter, dass sie sehr zufrieden sind mit ihrer Work-Life-Balance und daher auch einen längeren Arbeitsweg in Kauf nehmen, wenn sie mal im Büro sind. Aber natürlich haben wir von unseren Personalberatern auch schon das Feedback bekommen, dass sich einige Stellenbewerber vom Standort Strasshof abschrecken haben lassen.

Wie war das abgelaufene Geschäftsjahr für Ihr Unternehmen und was erwarten Sie sich von 2016?

Das Jahr 2015 war das erste vollständige Kalenderjahr, welches ich als neuer X-tech-Geschäftsführer miterleben durfte. Ich bin sehr stolz darauf, was wir erreicht haben. Unser Umsatz ist stark gestiegen und wir konnten auch einen schönen Neukundenzuwachs verbuchen. Das ist für mich natürlich der beste Indikator dafür, dass wir unsere Arbeit zur vollsten Zufriedenheit unserer Kunden erledigen. Unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt und wir rechnen auch im nächsten Geschäftsjahr mit einem starken Wachstum, da wir unser Produkt- und Dienstleistungsportfolio im Security- und Infrastrukturbereich erweitern und zusätzliche Mitarbeiter einstellen werden.

Für welche Technologien oder Lösungen erwarten Sie heuer eine verstärkte Kundennachfrage?

In unserem Bereich ist Enterprise Mobility nach wie vor ein wichtiges Thema, da auch die Kundennachfrage dafür nicht abgenommen hat. Jeder Mitarbeiter hat ein Tablet oder Smartphone zur Verwendung innerhalb der Arbeit und all diese Geräte und Schnittstellen gehören professionell verwaltet. Besonders bei mittleren Unternehmen, wo Mitarbeiter auch viel unterwegs sind, ist dieser Bereich sehr gefragt. Weiters sehen wir eine verstärkte Kundennachfrage im Bereich Application Performance Monitoring, als auch im Security- und Infrastrukturbereich (Schlagwort: Hyperconverged Infrastructure). Wir haben für diese Bereiche sehr gute Hersteller im Portfolio und können unseren Kunden mit viel Knowhow und Erfahrung zur Seite stehen.

Was war Ihr Vorzeigeprojekt in den vergangenen zwölf Monaten?

Im vergangenen Jahr gab es sehr viele interessante und herausfordernde Projekte für uns. Ein gutes Beispiel war ein Migrationsprojekt im Gesundheitsbereich. Da war über den Wechsel auf ein neues Client-Betriebssystem, Integration neuer Hardware Komponenten und spezielle Zertifizierungen alles dabei. Das positive Feedback des Kunden war dann der krönende Abschluss und es war toll zu sehen, wie sich unser Team in das Projekt und die Bedürfnisse des Kunden einfühlen konnte und das Projekt somit ein voller Erfolg wurde.

Was bedeutet Digitalisierung für Ihr Geschäft und Ihre Kunden?

Der Begriff ist derzeit in aller Munde. Es gibt eine Fülle an Newslettern oder Events, wo das derzeit moderne Wort "Digitalisierung" vorkommt. Ich finde, man übertreibt hier etwas, aber natürlich eröffnen sich durch diese neuen Möglichkeiten für unsere Kunden auch andere und bessere Wege für die Arbeit bzw. komplett neue Geschäftsmodelle. Wir als X-tech liefern hier entsprechend Knowhow und Lösungen, um den digitalen Wandel bei unseren Kunden zu begleiten. (wf)

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