IT-Verantwortliche haben Mühe beim Übergang zu digitalen Geschäftsmodellen IT-Verantwortliche haben Mühe beim Übergang zu digitalen Geschäftsmodellen - Computerwelt

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02.03.2016 Rudolf Felser/pi

IT-Verantwortliche haben Mühe beim Übergang zu digitalen Geschäftsmodellen

IT- und Businessexperten in den USA und Europa wissen zwar, wie wertvoll es ist, digitale Geschäftsmodelle zu übernehmen. Dennoch haben sie damit zu kämpfen, ihre Geschäftsmodelle so umzuformen, dass sie für ihre Mitarbeiter und Kunden auch wirklich einen Mehrwert liefern. Das zeigt eine aktuelle Studie von Unisys zum Thema "digitale Transformation", die von IDG Research durchgeführt wurde.

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Unter einem digitalen Geschäftsmodell versteht man den konvergenten Einsatz von sozialen Technologien, Cloud Computing, Mobilität, Data Analytics und Security, mit dem Ziel, neue Geschäftsmodelle voranzubringen. Außerdem sollen damit eine mehr und mehr technikaffine Belegschaft und Kundenbasis besser eingebunden und unterstützt werden. Für die digitale Transformation muss die IT-Infrastruktur flexibel und "on demand" skalierbar sein.

Die 188 Teilnehmer der Umfrage bekennen, dass die digitale Unternehmenstransformation der Schlüssel zu besseren Serviceleistungen ist – für interne und externe Beteiligte: 55 Prozent jedoch sehen Serviceanforderungen als ihre Hauptherausforderung für 2016.

Zusätzlich betrachten es rund 65 Prozent der Umfrageteilnehmer als sehr wichtig für ihr Unternehmen Technologien, IT-Abläufe und IT-Ressourcen in den nächsten 12 Monaten aufzurüsten. Dies ist vor allem in den fünf Schlüsselbereichen Social Media, Entwicklung mobiler Anwendungen, Cloud-Einsatz, Datenanalyse und Security nötig.

54 Prozent halten den Fortschritt ihres Unternehmens hin zu einem digitalen Geschäftsmodell, das den Erwartungen der Anwender entspricht, für durchschnittlich oder unterdurchschnittlich (32 und 22 Prozent), während 45 Prozent diesen Fortschritt als überdurchschnittlich einschätzen.

Weiterhin geben weniger als 20 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass sie in einem der fünf IT-Fokusbereiche – Social Media, Entwicklung mobiler Anwendungen, Cloud-Einsatz, Datenanalyse und Sicherheit – erhebliche Fortschritte gemacht hätten. Trotzdem sehen sie diese als entscheidend oder von hoher Priorität für die Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle. Nur wenige sind der Meinung, dass ihr Unternehmen im Stande ist, Kundenerwartungen in den nächsten 12 Monaten zu entsprechen. 41 Prozent meinen, dass ihre Technologie oder Infrastruktur dafür bereit ist, während 40 bzw. 39 Prozent ihre IT-Fähigkeiten sowie ihre Sicherheits- und Compliance-Strategien für geeignet halten.

Umfrageteilnehmer, die jeder der fünf genannte IT-Initiativen eine zumindest mäßige Priorität geben, haben den größten Erfolg in vor allem zwei Bereichen: 69 Prozent sprechen zumindest von kleinen Fortschritten in den Bereichen Entwicklung mobiler Anwendungen und Cloud-Implementierung, während sie den Bereichen Social Media, Datenanalyse und Security geringen Fortschritt attestieren.

MÄCHTIGES TOOL

"Digitale Geschäftsmodelle können ein mächtiges Tool sein, um auf einem gesättigten Markt die eigene Produktivität zu steigern und Wettbewerbsunterschiede herauszuarbeiten", sagt Dan Huberty, Vice President Vision, Strategy und Enterprise Architecture bei Unisys. "Jedoch wird das Fenster immer enger, um hier noch die Initiative zu ergreifen. Clevere IT-Unternehmen müssen jetzt Schritte unternehmen, um eine ernsthafte Digital Business- Strategie und Infrastruktur aufzusetzen. Ansonsten riskieren sie, die einmalige Gelegenheit für Innovation und Wachstum zu verpassen."

Viele Umfrageteilnehmer deuten an, dass ihr Unternehmen Fortschritte in entscheidenden Bereichen macht, um als digitales Unternehmen Nutzen aus seinem Wandel zu ziehen. Ein Drittel sagt beispielsweise, dass ihr Unternehmen damit kämpft, die End User- und Kundenzufriedenheit zu verbessern. Trotzdem geben 70 Prozent an, dass sie maßgeschneiderten, rollenbasierten IT Support für interne IT-Nutzer bereitstellen (weitere 15 Prozent würden dies gerne tun).

Ein rollenbasierter Service ist auf die Aufgaben und die Dienstleistungsansprüche einer speziellen Tätigkeit ausgelegt. Dabei werden die Prinzipien des Customer Relations Management (CRM) auf interne Nutzer übertragen. Das Digital Business-Modell ist die natürliche Basis für CRM und andere Anwendungen, die auf einer einheitlichen Übertragung von personalisierten und integrierten Informationen aus mehreren Quellen beruhen.

Unisys ist davon überzeugt, dass digitale Unternehmen die beste Leistung erbringen, wenn sie sich zu software-definierten Unternehmen entwickeln. Sie sollten wichtige Anwendungen und Technologien auf Softwaresystemen aufbauen und miteinander verbinden. Unternehmen profitieren dabei von größerer Flexibilität und Skalierbarkeit zu geringeren Kosten im Vergleich mit traditionellen, hardware-basierten Rechenzentren. Der Schlüssel zum Erfolg von software-definierten digitalen Unternehmen umfasst zwei Bereiche: Zum einen muss eine Vielzahl von externen Dienstleistern kosteneffizient koordiniert werden; zum anderen gilt es, Services für maßgeschneiderte Lösungen, die für die Produktivität und Service-Integration essenziell sind, richtig aufzusetzen und zu managen.

ÜBER DIE STUDIE

IDG Research führte die Studie im Auftrag von Unisys im September und Oktober 2015 durch. Die Ergebnisse basieren auf den Antworten von 188 IT-Verantwortlichen und sonstigen Entscheidungsträgern in internationalen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern bzw. US-Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern. Die Umfrage wurde in den USA, Großbritannien und Deutschland durchgeführt. (pi)

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