Checkliste für Auslandsexpansion: Fremde Märkte erschließen Checkliste für Auslandsexpansion: Fremde Märkte erschließen - Computerwelt

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27.04.2016 Rudolf Felser/pi

Checkliste für Auslandsexpansion: Fremde Märkte erschließen

Das Erschließen neuer Märkte im Ausland, auch Internationalisierung genannt, erfordert eine gute Vorbereitung und ein strategisch überlegtes Vorgehen. Adrian Skibicki, Berater für caniasERP bei der Industrial Application Software GmbH (IAS), fasst zentrale Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Auslandsexpansion in einer Checkliste zusammen.

© CC0 Public Domain - pixabay.com

Für die Aufnahme internationaler Geschäftstätigkeit gibt es viele verschiedene Gründe. Für ein Unternehmen bedeutet es Wachstum und Aufbau neuer Absatzmärkte, für ein anderes ist es in erster Linie eine Maßnahme zur Kostenreduktion. Auch wenn sich ein Unternehmen auf dem Heimatmarkt etabliert hat, muss es sich im Ausland in der Regel von neuem beweisen. Adrian Skibicki, Junior Consultant bei der IAS, erläutert, welche wichtigen Aspekte beachtet werden sollten, damit die Auslandsexpansion gelingt.

ABSATZCHANCEN

Für eine gewinnbringende Internationalisierung eines Unternehmens muss zunächst eingehend geprüft werden, ob im Zielmarkt die Nachfrage für sein Produkt bzw. Dienstleistung besteht. Das Vorhandensein konkreter Nachfragepotenziale ist die Grundvoraussetzung für alle weiteren Schritte.
 

LOKALE RAHMENBEDINGUNGEN

Das Geschäftskonzept im eigenen Land muss nicht automatisch auch im ausländischen Markt funktionieren und lukrativ sein, da von Land zu Land unterschiedliche Rahmenbedingungen gelten: Schon in nahen eruopäischen Ländern wie Frankreich und Spanien sind bereits solche einfachen Dinge, wie etwa die Konfektionsgröße bei Frauenkleidung, anders als hierzulande. Bevor ein Unternehmen in den neuen Markt eintritt, ist deshalb eine genaue Kunden-, Markt- und Wettbewerbsanalyse durchzuführen.

GESCHÄFTSMODELL UND PREISFINDUNG

Auf Basis analysierter Ist-Situation muss das Geschäftsmodell an die sozioökonomischen Merkmale der Zielgruppe und die landesspezifischen Besonderheiten des neuen Marktes angepasst werden. Darunter fällt beispielsweise die Adaption der Preise an das lokale Preisniveau. Weil Qualitätsmängel langfristig im Gedächtnis der Kunden bleiben, sollte trotz neuer Preisfindung gleichbleibende Qualität gewährleistet sein.

OORGANISATIONSSTRUKTUR

Für das neue Unternehmen muss eine Organisationsart gefunden werden, welche für das jeweilige Zielland geeignet ist und sich gut in die Struktur des Gesamtunternehmens einfügt. So stellt sich in der Regel die Frage, ob eine zentrale oder eine dezentrale Hauptverwaltung sinnvoller ist. Für eine zentrale Steuerung spricht beispielsweise die Kostenersparnis, die dem neu gegründeten Unternehmen durch eine bessere Ausnutzung vorhandener Ressourcen (IT, Verwaltung, etc.) zugutekommt. Für eine dezentrale Struktur sprechen dagegen eine bessere lokale Vernetzung sowie leichtere Personalbeschaffung.

PERSONELLE RESSOURCEN

Personelle Ressourcen sind eines der wichtigsten Erfolgsfaktoren bei einer Auslandsexpansion. Die mehrjährige Auslandserfahrung in der Unternehmenszentrale beschäftigter Mitarbeiter ist ebenso wichtig, wie die landesspezifischen Kenntnisse neu eingestellter Belegschaft im Zielland. Erfahrungsgemäß helfen einheimische Mitarbeiter den Unternehmen besonders gut, sich schnell auf dem neuen Markt zu etablieren. Um Sprachkurse und interkulturelle Seminare anbieten zu können, sollten von vorne herein ausreichend Ressourcen eingeplant sein. Denn Sprachkenntnisse sowie Kenntnisse über die Gegebenheiten und Kultur des Ziellandes sind ein Muss für einen gelungenen Schritt ins Ausland.

INTERNATIONALISIERUNG DER SOFTWARE

Bei der Softwareauswahl ist darauf zu achten, dass sich diese internationalisieren lässt, um gegebenenfalls auch in anderen für das jeweilige Unternehmen relevanten Ländern eingesetzt zu werden. Für neu gegründete Gesellschaften ist ein modularer Softwareaufbau von Vorteil: Damit kann der Funktionsumfang bei der Einführung des Systems an den spezifischen Unternehmensanforderungen im Ausland ausgerichtet werden und im Laufe der Zeit mitwachsen. Um einheitliche Abläufe zu ermöglichen, sollten die Businesslogiken und implementierte Prozesse standardisierbar sein.

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