Microsoft entlässt 4.700 Mitarbeiter - 4 Prozent der Belegschaft Microsoft entlässt 4.700 Mitarbeiter - 4 Prozent der Belegschaft - Computerwelt

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29.07.2016 Hans-Christian Dirscherl*

Microsoft entlässt 4.700 Mitarbeiter - 4 Prozent der Belegschaft

Der Stellenabbau bei Microsoft fällt schlimmer aus als befürchtet: 4700 Menschen müssen gehen, das sind mehr als 4 Prozent der Microsoft-Mitarbeiter.

© tommaso79 - Fotolia.com

Bereits Ende Mai 2016 kündigte Microsoft an, weitere 1850 Arbeitsplätze streichen zu wollen. In der notorisch kriselnden Smartphone-Sparte von Microsoft: Smartphones mit Windows Phone haben kaum noch Marktanteil. Deshalb sollen allein bei Microsoft Mobile Oy in Finnland bis zu 1350 Jobs gestrichen werden. Soweit war der Stellenabbau bereits bekannt.

Doch jetzt berichtet Bloomberg, dass der Stellenabbau bei Microsoft noch viel stärker ausfällt. Demnach wollen die Redmonder weltweit weitere 2850 Arbeitsplätze abbauen. Somit fallen also insgesamt 4700 Jobs bei Microsoft überwiegend im Mobile-Bereich weg – über 4 Prozent der Gesamtbelegschaft von Microsoft. Bis Juni 2017 müssen die Gekündigten spätestens das Unternehmen verlassen. Konkret betroffen sind die Sales-Abteilung und die Windows-Phone-Hardware-Abteilung.

Microsoft teilte zudem mit, dass es zum 30. Juni 2016 rund 114.000 Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt habe. Davon 63.000 in den USA und 51.000 außerhalb der USA. 38.000 Mitarbeiter sind im operativen Geschäft tätig, wozu Produktion, Vertrieb, Support und Consulting-Dienste gehören. 37.000 Mitarbeiter arbeiten in der Forschung und Entwicklung. Weitere 29.000 Angestellte sind im Bereich Sales und Marketing beschäftigt. Die verbleibenden 10.000 arbeiten in der Verwaltung, wie Microsoft mitteilt.

Microsoft hat 2014 von dem ehemaligen Handy-Giganten Nokia dessen Handy- und Smartphonesparte übernommen. Kurz nach der Übernahme begann Microsoft aber bereits mit einem massiven Stellenabbau im Bereich der von Nokia übernommenen Handy-Sparte. Im Jahr 2015 folgte eine weitere Entlassungswelle, die besonders die Handy-Sparte traf.

Der geringe Marktanteil von Windows-Phones führte dazu, dass bereits über das Ende von Windows Mobile spekuliert wird. Microsoft betonte aber, dass es die Lumias speziell mit dem Fokus auf Unternehmenskunden weiter entwickeln wolle. Dann kam der nächste Nackenschlag: Here stellte seine Karten-App für Windows ein.

Am 18. Mai 2016 teilte Microsoft schließlich mit, dass es seine Handysparte, die Feature Phones produziert, an FIH Mobile Ltd., ein Tochterunternehmen von Foxconn, verkauft. In diesem Zusammenhang wurde bekannt, dass Nokia vor einem Comeback im Smartphonegeschäft stehen soll. Mittlerweile haben die Marktforscher von Gartner festgestellt, dass der Marktanteil von Windows 10 Mobile bei den Smartphoneverkäufen auf unter ein Prozent gefallen ist.

Zum Vergleich: Android hatte laut Gartner 84 Prozent und iOS 15 Prozent.

* Hans-Christian Dirscherl ist Redakteur der PC-Welt.

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